Hooded Priest The Hour Be None 200x200Freunde des gepflegten langsamen Todes sollten hellhörig werden, wenn HOODED PRIEST ein neues Album am Start haben. „The Hour Be None“ heißt das gute Stück und beinhaltet sechs absolute Doom-Schwergewichte, die es echt in sich haben.

Nach dem mit ca. zwei Minuten etwas zu lang geratenen Instumental-Stück „Dolen – Exiting The Real“, das gut als atmosphärisches Intro herhält, lassen die Jungs mit „Call For The Hearse“ gefühlte zehn Tonnen an Sound auf den Hörer herabstürzen, wie es langsamer und schwerer kaum noch geht – absolut traditioneller, lupenreiner Doom, brechende, schwere Riffs und die herausstechende Stimme sind eine wahre Wonne für Anhänger der alten Schule wie mich.

Dieses Rezept zieht sich dann auch von Anfang bis Ende durch das komplette Album: jedes einzelne Stück für sich ist ein absoluter Brecher, die bleierne Schwere und Düsternis erdrücken den Hörer regelrecht. Dabei lassen HOODED PRIEST aber in keinem Moment Langeweile aufkommen – man darf hier zwar keine ausgefuchsten Riff-Hexereien wie etwa bei CANDLEMASS erwarten, aber dennoch schaffen HOODED PRIEST es geschickt, die Kompositionen vor Eintönigkeiten zu bewahren.

Die geschickte Verbindung von Schwere und Langsamkeit auf der einen Seite und klassischem Heavy Metal im Stil früher BLACK SABBATH auf der anderen sorgt für eine sehr oldschoolige Soundkulisse, da ist von sehr ruhigen, atmosphärischen Parts bis hin zu orgellastigen Kirchenklängen so ziemlich alles vertreten, was man sich als Anhänger des ganz klassischen Doom erhofft.

Der Sound ist für diese Art Musik gut gelungen, eine gehörige Portion Dreck in Verbindung mit sauber abgemischtem Gesang sorgt dafür, dass das Material gut beim Hörer einschlägt – für meinen Geschmack hätten die Gitarren und die Drums etwas mehr Bums vertragen können, aber die Wucht und Schwere des Materials kompensiert das ganz gut.

„The Hour Be None“ ist ein gutes, traditionelles und im besten Sinne altmodisches Doom-Album geworden, das gerade bei Fans der alten Schule gut ankommen dürfte – alle, die eher die moderneren Klänge im Genre bevorzugen, sollten vorher lieber mal reinhören. (Dennis)


Bewertung:

Dennis7,0 7 / 10

Anzahl der Songs: 6
Spielzeit: 47:00 min
Label: Ihate Records
Veröffentlichungstermin: 01.12.2017

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