Jesper BInzer Dying Is EasyDa die nächste D.A.D.-Platte noch auf sich warten lässt, bewegt sich JESPER BINZER auf Solopfaden. Mit „Dying Is Easy“ veröffentlich der D.A.D.-Frontmann das erste Soloalbum seiner Karriere und bietet damit nicht nur D.A.D.-Fans etwas.

Die Beweggründe für den viel beschäftigten Sänger, der vor einigen Jahren seine Autobiografie veröffentlichte, sind mir zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt. Offensichtlich hat ihm der Gastbeitrag „Headless Chicken“ zum letzten ELECTRIC GUITARS-Album Lust auf mehr gemacht. Diese Lust auf mehr haben auch D.A.D.-Fans seit geraumer Zeit, und ohne zu übertreiben kommen diese hier voll auf ihre Kosten. Jesper ist es gelungen ein rockiges, abwechslungsreiches Album zu schreiben, im Vergleich zu seiner Hauptband geht er über weite Strecken deutlich ruhiger zur Sache. Nach „The Future Is Now“ und dem Titelstück zieht er erstmal die Handbremse und liefert einige eher ruhige Songs. Das ist weder verwunderlich noch ein negativer Punkt, denn die Tracks sind allesamt sehr gut und machen richtig Spaß. Einen Unterschied zu D.A.D. gibt es dennoch, die Songs klingen deutlich softer, und Jesper arbeitet noch etwas mehr mit Sound-Effekten. Ich möchte damit nicht sagen, dass Jesper nur Balladen auf dem Album hat, „Saint Fantasia“ zum Beispiel würde ich eher als Pop-Song bezeichnen. Eben etwas was im D.A.D.-Kontext nicht so gut funktionieren würde, aber dennoch funktionieren kann, wie der Sänger hier eindrucksvoll beweist. Ein anständiger Mid-Tempo-Rocker ist mit „Tell My Self To Be Kind“ auch enthalten, eine wirkliche coole Nummer.

Auch akustisch bietet Jesper einiges, so z.B. das gelungene „Real Love“ oder „Rock On Rock On Rock“ das manch einem aber einen zu extremen Refrain haben könnte. Gegen Ende nimmt er dann mit „The Space She’s In“, „I See It In You“ und „Wild Child“ nochmal etwas Fahrt auf. Wobei „I See It in You“ stark an die „No Fuel“-Phase seiner Hauptband erinnert, zumindest einige Gitarren-Licks.

„Dying Is Easy“ entpuppt sich bei näherer Betrachtung als richtig guten Rock-Platte, die den Hörer aus dem Alltag reißt und so schnell nicht los lässt. Jesper trifft zumindest bei mir den Puls der Zeit, und auch wenn sich viele Parallelen zu D.A.D. auftun, ist es dennoch als eigenständiges Werk erkennbar. Ein wirklich gutes Album, das nicht nur D.A.D.-Fans im Auge haben sollten. (Pascal)


Bewertung:

Pascal8,0 8 / 10


Anzahl der Songs: 11
Spielzeit: 47:26 min
Label: Warner Music Denmark
Veröffentlichungstermin: 03.11.2017

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