Cover STORMHOLD Salvation 200x200Power Metal ist so eine Sache. Das Genre an sich ist relativ schwierig, denn seit in den Neunzigern eine wahre Flut von Bands über den Markt hereingebrochen ist, von denen sich nur wenige dauerhaft etablieren konnten und der Rest irgendwann wieder in der Versenkung verschwunden ist, stehe ich der Richtung generell skeptisch gegenüber. Nur selten kann sich mal eine Band absolut originell vom Rest der Masse abheben. Der schwedische Fünfer STORMHOLD, der sich mit gemeinsamen Touren mit GRAVE DIGGER oder HAMMERFALL bereits Sporen verdient hat, versucht nun eben genau dies mit dem neuen Album „Salvation“, das am 08. Dezember 2017 veröffentlicht wird. Also habe ich die Scheibe mal unter die Lupe genommen.

Das Album wird recht wuchtig mit „Heart Of A Hero“ eröffnet, das sich durch für das Genre typische Heldenchöre und epische Melodieläufe auszeichnet – alles andere als schlecht, aber leider auch alles andere als neu. Mit dem folgenden „Black Death“ erwartet den geneigten Hörer dann auch schon direkt das meiner Meinung nach beste Stück des Silberlings, das besonders im Chorus zu gefallen weiß. „The Stranger“ beginnt eher ruhig und schraubt sich dann mit einem Gitarrenlauf in ein gehobenes Midtempo. Ansonsten erwarten den Hörer hier keine echten Enttäuschungen, aber auch keine echten Highlights. Die obligatorische Ballade ist mit „Path Of No Return“ genauso vertreten wie die scheinbar unverzichtbare Mitsing-Epischer-Heldenchor-Hymne mit „We’ll Never Fall“.

Grundsätzlich klingt das, was die Schweden da so von sich geben, handwerklich absolut solide und auch alles andere als schlecht – aber leider auch nicht originell. Alles, was „Salvation“ zu bieten hat, hat man genauso oder so ähnlich schon Tausende Male von anderen Bands gehört, manchmal besser, manchmal schlechter. Weder durch die Gitarrenarbeit noch durch den Gesang können STORMHOLD sich besonders hervortun, auch das Songwriting ist insgesamt zwar rund, aber eben uninspiriert und langweilig. In Zeiten, in denen der Power Metal von Bands wie POWERWOLF und SABATON regiert wird, die jeweils absolut einzigartige Merkmale aufzuweisen haben, die sie unverwechselbar machen, wirken STORMHOLD daher leider ein wenig wie ein Relikt aus diesen unseligen Neunzigern, als das Genre omnipräsent und überbedient war. Die Produktion von „Salvation“ muss sich absolut nicht verstecken, hier wurde genau wie bei allem anderen handwerklich solide gearbeitet und der Mix ist für diese Art Musik absolut stimmig und passend.

Aber als Fazit verbleibt mir dennoch nur zu sagen, dass „Salvation“ für Genre-Freunde eine runde, absolut durchschnittliche Sache geworden ist – Nicht-Fans werden durch diese Scheibe keine Fans und für Genre-Freunde eröffnen sich hier auch keine neuen musikalischen Horizonte. Das Album ist solider Durchschnitt, nicht mehr, nicht weniger. (Dennis)


Bewertung:

Dennis6,0 6 / 10


Anzahl der Songs: 9
Spielzeit: 45:36 min
Label: Pure Steel Records
Veröffentlichungstermin: 08.12.2017

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