trivium thesinandthesentenceAls TRIVIUM 2015 mit „Silence In The Snow“ ihr bisher letztes Album veröffentlichten, sorgten sie damit zwar für eine handfeste musikalische Überraschung, hinterließen jedoch auch bei nicht wenigen Fans enttäuschte Gesichter.

Erstmals seit „The Crusade“ (2006) ließ Matt Heafy auf der Scheibe die Schreie in der Schublade und wartete über die Länge des kompletten Albums mit Klargesang auf. Hierbei wurde allerdings schnell klar, dass der Sänger beim Einsingen von „Silence In The Snow“ ganz schön zu kämpfen hatte. Auch kompositorisch waren die auf der Platte gelandeten Songs nicht gerade Überflieger und so klang die Band darauf eher wie HAMMERFALL als wie TRIVIUM. Und so wird man „Silence In The Snow“ in Zukunft wohl eher nicht in einem Zug mit den Highlights der Amerikaner nennen.

Doch es gab auch Hoffnung. Denn wer die Diskografie der Gruppe kennt, weiß dass auf das damals auch nicht überall mit Begeisterung aufgenommene „The Crusade“ mit „Shogun“ (2008) das, nach Meinung vieler, bisher beste Werk der Künstler folgte. Man durfte also durchaus hoffen, dass die Geschichte sich wiederholt.

Wer nun das bereits vorab veröffentlichte „The Sin And The Sentence“ kennt, welches sich letztendlich als Titelsong des am 20.10. veröffentlichten Albums entpuppte, der weiß, dass genau dieser Zustand hier eingetreten ist. Zum ersten Mal war Bassist Paolo Gregoletto hier alleine für sämtliche Texte zuständig, wodurch sich Matt Heafy vollständig auf seinen Gesang konzentrieren konnte. Genau dieses Vorgehen hat den Songs hörbar gut getan.

Bei den 11 Songs auf „The Sin And The Sentence“ zeigt Heafy sich stimmlich von seiner besten Seite und packt endlich auch wieder die Schreie aus. Der größte Aktivposten ist hier jedoch Neuschlagzeuger Alex Bent, welcher seinen Bandkollegen mächtig Feuer unterm Allerwertesten macht und diese zu Höchstleistungen antreibt. Nummern wie der Titelsong, „Beyond Oblivion“, „The Heart From Your Hate“ und “The Revanchist” sind eindeutig das Beste, das die Band, aus der Heimatstadt von Micky Maus, in den letzten Jahren geschrieben hat.

Mit „The Sin And The Sentence“ melden TRIVIUM sich mehr als eindrucksvoll zurück und machen den schwachen Vorgänger vergessen. (Matthias)

Bewertung:

Matthias9,0 9 / 10

Anzahl der Songs: 11
Spielzeit: 57:54 min
Label: Roadrunner/Warner Records
Veröffentlichungstermin: 20.10.2017

 

Submit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to Twitter
Anmelden

Neckbreaker präsentiert

Neckbreaker auf Facebook

nb recruiting 2015

nb forum 2015

nb gallery 2015