vanora momentumDebütalben sind für mich immer eine spannende Angelegenheit. Manchmal finden sich ungeahnte Talente, manchmal aber auch nicht. Diesmal habe ich mir „Momentum“ des norwegischen Quintetts VANORA vorgenommen. Gegründet wurde die Band 2014 in Oslo und stilistisch kann man sie dem Modern Prog Metal zuordnen.

VANORA fahren so ziemlich alles auf, was der Modern Metal so zu bieten hat: viel schwerer Djent, und melodische Keyboards gepaart mit dem kraftvollen Growling von Sänger Konrad Sandvik. Dieser kommt ebenfalls an vielen Stellen mit seiner klaren Gesangsstimme zum Einsatz. Der erste Höreindruck war ganz ordentlich, hat bei mir allerdings nicht allzu viele Spuren hinterlassen. Manche Dinge brauchen aber ja bekanntlich ein wenig, um zu wirken. Ob das hier auch der Fall ist, wird sich zeigen.

Der Opener „Mask“ beginnt gediegen mit Klargesang, bis dann härterer Gitarrensound und Growling einsetzen.
Es folgt „Stamina“, ein Song, der kraftvoll startet und auf atmosphärischen Keyboard-Sound setzt. Bisher gibt es wenig, bis gar nichts, was man als Alleinstellungmerkmal der Jungs ansehen könnte, denn Ähnliches kennt man bereits von Bands wie TESSERACT oder THE CONTORTIONIST. Auch die darauf folgenden Nummern wie „Requiem“, „Metronome“ oder „The Hand That Feeds“ können diesen Eindruck nicht widerlegen. „Poles Apart“ ist an dieser Stelle noch zu erwähnen, denn der Song gefiel mir aufgrund der schönen, melodischen Parts ganz gut. Das musikalische Niveau, auf dem sich VANORA bewegen, ist trotz allem nicht zu verachten. An der einen oder anderen Stelle finden sich komplexere Rhythmus- und Melodiepassagen, die allerdings durch den wuchtigen Djent-Sound nicht so stark zur Geltung kommen.

Die Aufnahme klingt ordentlich und technisch haben die Norweger definitiv einiges auf dem Kasten. Insgesamt ein solides Debüt, das allerdings noch Luft nach Oben bietet. Um nicht in der Masse der bereits vorhandenen Bands unter zu gehen, wäre ein etwas individueller Sound wünschenswert. Freunde des Genres kommen hier zweifelsohne auf ihre Kosten, größere Überraschungen bleiben allerdings aus. (Mareike)


Bewertung: 

Mareike6,0 6 / 10

Anzahl der Songs: 9
Spielzeit: 37:00 min
Label: Crime Records
Veröffentlichungstermin:.01.09.2017

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