kittyinacasket riseWenn sich eine Band KITTY IN A CASKET nennt, kann man fast zwangsläufig davon ausgehen, dass diese eine Sängerin hat und keinen Sänger. Bei vorliegender Band aus Österreich ist diese gleichzeitig auch Namensgeberin, denn ihr Künstlername lautet Kitty Casket, dazu gesellen sich Musiker wie Billy Bat oder Marc Maniac, die Klarnamen bleiben dabei im Verborgenen, die Pseudonyme sind…Pseudonyme eben, die man vielleicht einfach auch haben muss, wenn man das macht, was KITTY IN A CASKET machen.

Auf ihrem bereits fünften Album serviert uns die österreichische Band eine nette Mischung aus Pop-Punk und Punk’n’Roll, wenn man „Rise!“ so hört, denkt man aber eher, dass es sich um ein Debütalbum oder maximal um das Zweitwerk einer Band handeln würde.
Wie man sieht, Newcomer sind KITTY IN A CASKET, die sich vor neun Jahren gegründet haben, beileibe nicht mehr, gemessen daran klingt manches bei diesem Album doch etwas zu austauschbar und unperfekt, auf der anderen Seite bietet „Rise!“ aber auch nicht so viel Anlass für Kritik, weil die Band Experimente scheut und sich darauf beschränkt, 12 Songs im 3-Minuten-Format abzuliefern.

Von diesen 12 Songs haben wirklich nur ganz wenige eine längere Haltbarkeitsdauer, ich komme um das Wörtchen "nett" einfach nicht herum, stellenweise rockt „Rise!“ ganz ordentlich („White Lies“), stellenweise tendiert das Album auch stark in die Pop-Richtung („Cold Black Heart“) und stellenweise nervt es einfach nur („Oh Johnny“).

„Rise!“ bedient damit die eigene Zielgruppe ganz ordentlich, vom Härtegrad her orientiert man sich in etwa am ersten Album von AVRIL LAVIGNE, auch an DIE HAPPY („Love Me Thrill Me“) fühle ich mich ab und an erinnert. Was die Texte angeht, darf man bei KITTY IN A CASKET nichts tiefgründiges erwarten, die Songs behandeln die üblichen Themen, mal frech, mal mit Ironie, oft sind sie aber auch nur Beiwerk zu eingängigen Songs.

Ich glaube viel mehr muss man „Rise!“ auch gar nicht mehr vorstellen, die Band macht ihre Sache ordentlich und dürfte mit ihrem fünften Album die eigenen Vorgaben erfüllt haben, am Rande kratzt die Band sicherlich auch etwas in den Bereichen Horrorpunk und Rockabilly, was mich allerdings noch interessieren würde, warum singt die namensgebende Sängerin Kitty Casket nicht während des ganzen Albums so stark wie in der abschließenden Ballade „Open Waters“, der einzige der 12 Songs, der so etwas wie Emotionen zulässt. (Maik)


Bewertung: 

Maik 20166,5 6,5 / 10

Anzahl der Songs: 12
Spielzeit: 36:00 min
Label: Rodeostar/Soulfood
Veröffentlichungstermin: 18.08.2017

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