sixfeetunder torment200px20 Jahre sind seit „Warpath“ vergangen, welches 1997 erschien und einige coole aber polarisierende Grooves enthielt, die auf keiner Party fehlen durften. Seitdem hat SIX FEET UNDER, wo Chris Barnes die einzige Konstante darstellt, einige Veränderungen durchlitten – wenn auch oft sogar gewollt. Mit abermals neuer Mannschaft ging es, zum mittlerweile zwölften Album, an die Arbeit.
Bei Blabbermouth.net kann man die Angeberei des neuen Drummers Marco Pitruzzella lesen, dass er alle Schlagzeugspuren für die Songs in einem Versuch eingerappelt hat.

octo kitschMusik aus dem deutschsprachigen Raum ist einfach nicht meine Baustelle. Kein Wunder also, dass mich ein Album mit dem Titel „Kitsch“ erstmal nicht wirklich neugierig macht, zumal ich den Bandnamen OCTO in diesem Zusammenhang zum ersten Mal hörte. Zum Glück hatte ich aber die Gelegenheit, das Album vorab anzutesten und war gleichzeitig überrascht und angetan. Hier wird nämlich nur in der Schweigesprache musiziert, und ohrenscheinlich sind hier lediglich 2 Bässe und ein Schlagzeug im Spiel. Mein Interesse ist geweckt.

motherscake norhymenoreasonKuchen ist normalerweise etwas ganz leckeres, der MOTHER’S CAKE, der in Österreich gebacken wird, war in der Vergangenheit allerdings nicht immer eine reine Gaumenfreude. So habe ich beim Supportauftritt zu ANATHEMA (2014) sehr zwiespältige Erinnerungen mit nach Hause mitgenommen und auch das zweite Album der Band „Love The Filth“ (2015) war mir nicht mehr als sieben Punkte wert; was bedeutet, da geht noch einiges besser.

buddhasentenza semaphoraBeim letztjährigen PsyKa-Festival hab ich BUDDHA SENTENZA leider verpasst. Der Auftritt war schon fast mitten in der Nacht, und Freitags nach der Arbeit noch so einen intensiven ersten Festivaltag mitnehmen klappt nur selten im aufnahmefähigen Zustand.
Ich hatte die Heidelberger deshalb auch gar nicht auf dem Schirm, bis eine Freundin bei Facebook einen Link zum Album der Band teilte. Was ich hörte gefiel mir auf Anhieb so gut, dass ich mich auf die Suche nach mehr davon machte. Bei Bandcamp wurde ich fündig und hörte auch in die vorherigen Veröffentlichungen der Band rein.

edenbridge thegreatmomentumSeitdem ich 1999 auf das zweite NIGHTWISH Album „Oceanborn“ aufmerksam geworden bin, begleitet mich und begleite ich sozusagen das Symphonic Metal Genre mit fast allen Facetten und ganz vielen Bands, ganz egal ob bekannt oder unbekannt. Die österreichische Band EDENBRIDGE, die ich auch bereits seit ihrem Debüt „Sunrise In Eden“ (2000) verfolge, hat dabei einen recht speziellen Status bei mir inne. Ich schätze mehrere ihrer bis dato herausgebrachten Alben, ich habe großen Respekt davor, dass Lanvall und Sabine Edelsbacher, die auf den aktuellen Fotos jünger aussieht als vor 10 oder 15 Jahren (!), immer noch dabei und aktiv sind, trotzdem hat der Band irgendwie meistens das gewisse etwas gefehlt und live gespielt hat man sowieso viel zu wenig.

ENUFF ZNUFF cover

Die Glam Rocker von ENUFF Z’NUFF haben nunmehr bereits 33 Jahre auf dem Buckel, wobei man sagen muss, dass Bassist Chip Z’Nuff heute das einzig verbleibende Gründungsmitglied ist. Dass die Jungs vom „alten Schlag“ sind ist vom ersten Takt unüberhörbar – der 80er Jahre Spirit springt einem geradezu in den Gehörgang.

thunderstone apocaypseagainDie im Jahre 2000 gegründete Power Metal Band THUNDERSTONE präsentiert mit "Apocalypse Again" ihren neuesten Longplayer. Es ist mittlerweile das fünfte Studioalbum der Finnen, die unter anderem schon mit SYMPHONY X, AXEL RUDI PELL, LORDI und HAMMERFALL durch die Hallen tourten. Nachdem zwischenzeitlich 2008 bis 2013 Rick Altzi (Sänger der Bands AT VANCE und MASTERPLAN) das Mikrofon übernahm, kehrte der Gründungssänger Pasi Rantanen 2013 wieder zurück zur Band. Nun versuchen THUNDERSTONE die große Lücke zwischen "Metal Dirt" (2009) und "Apocalypse Again" nahtlos zu schließen.

glasgowcomascale enteroblivionInstrumentale Musik so zu gestalten, dass sie nicht ins Ambient abrutscht und über die Länge eines Albums interessant und abwechslungsreich bleibt, ist schwierig. Dass es nicht unmöglich ist, zeigt die in Frankfurt am Main ansässige Formation GLASGOW COMA SCALE mit ihrem Debütalbum “Enter Oblivion”.

themutegods tardigradesDa Steven Wilson und Steve Hackett in ihren Bands zumeist die kreativen Zügel in der Hand halten, taten sich drei ihrer Mitmusiker zusammen, um gemeinsam ihre Ideen zu verwirklichen. Immerhin waren Nick Beggs, Roger King und Marco Minnemann der Meinung, dass sie der Welt etwas mitzuteilen haben. Und in der Tat erwies sich das düstere Bild, welches das Trio auf ihrem Debüt „Do Nothing Until You Hear From Me“ von unserer Gesellschaft zeichnete, als durchaus prophetisch. Dabei suchten THE MUTE GODS musikalisch noch die Linie, was angesichts der ungewöhnlichen Bandkonstellation, bei dem sich Keyboarder, Bassist und Drummer die Gitarrenparts teilen, nicht verwunderte. Nur ein gutes Jahr später steht mit „Tardigrades Will Inherit The Earth“ der Nachfolger in den Startlöchern.

bloodbound warofdragonsBis 2016 kannte ich BLOODBOUND nur als eine der ehemaligen Bands des jetzigen SERIOUS BLACK Sängers Urban Breed. Im letzten Jahr veröffentlichte AFM dann als Teil der Limited Edition des SERIOUS BLACK Albums „Mirrorworld“ die dreiteilige, von der Band zusammengestellte, Kompilation „Best-Of AFM Tracks“, auf der auch der Song „Moria“ von BLOODBOUND enthalten ist. Da der Song mir damals recht gut gefiel, beschäftigte ich mich einmal eingehender mit den Schweden und stellte fest, dass die 2004 gegründete Gruppe zum damaligen Zeitpunkt bereits sieben Alben veröffentlicht hatte.

anthrax forallkingstoureditionEs gibt Plattenfirmen, deren Veröffentlichungspolitik ich mittlerweile beim besten Willen nicht mehr nachvollziehen kann. So ist es seit längerer Zeit wohl Mode geworden, von jedem Album mindestens fünf verschiedene Versionen zu veröffentlichen. Natürlich ist das alles irgendwie legitim, da ja ein Label kein Wohlfahrtsverband ist, und logischerweise auch Geld verdienen muss, aber die Unsitte bei jeder Tour einer größeren Band eine sogenannte „Tour Edition“ zu veröffentlichen nimmt langsam echt absurde Ausmaße an. Mich persönlich erinnert das Ganze allmählich an das Geschäftsgebaren von Helene Fischer, die jedes Jahr das mehr oder minder gleiche Album veröffentlicht und dafür in schöner Regelmäßigkeit mit dem Echo belohnt wird.

lucifersfall cursedanddamnedAustralien ist ein weit entfernter Kontinent auf der anderen Seite der Welt, dennoch hat sich auch dort eine ziemlich obskureTruppe zusammengefunden, dem okkulten Doom zu frönen. Die Rede ist von LUCIFER'S FALL, die hier ihren 2. Longplayer auf die Menschheit loslassen.

Junkyard Drive Sin Tonic album cover.jpgAm 17. Februar erscheint das Debütalbum der Band JUNYARD DRIVE aus Roskilde. Die Band wurde bereits 2014 gegründet, und tourte seitdem bereits in Lettland, den Niederlanden, Deutschland, den USA und Mexiko. Sie stand unter anderem bereits als Support für PRIMAL FEAR und Lizzy DeVine (ex-VAINS OF JENNA, THE CRUEL INTENTIONS) auf der Bühne.

mikeoldfield returntoommadawnEigentlich hatte sich der Superstar der Avantgarde schon im Rentnerdasein auf den Bahamas eingerichtet und der Popwelt Lebewohl gesagt. Umso überraschender erschien vor drei Jahren mit „Man On The Rocks“ ein neues Studioalbum, noch überraschender das dies zurück zur Pop Rock-Phase der Achtziger ging. Nachdem er sein erfolgreichstes Album „Tubular Bells“ bis zum Abwinken rezitiert hatte, erinnerte sich MIKE OLDFIELD nun an seinen zweiten ganz großen Siebzigerstreich „Ommadawn“. Dieses weitere Werk in seiner Historie weckt nun sogar Begehrlichkeiten bei den Fans, die insgeheim sogar mit Liveauftritten liebäugeln, wovon der scheue Musiker aber nichts wissen will. Beschäftigen wir uns also mit dem erneut völlig unangekündigten „Return To Ommadwan“ und harren der Dinge, die da kommen mögen.

wolvespirit blueeyesAlso beim Blick auf das von Debby Craft selbst entworfene Coverartwork braucht man wirklich keine rosarote Brille anzuziehen, denn da ist auch so mehr als genug rosa und rot und auch eine gehörige Portion violett mit dabei. Umso erstaunter ist man dann über den Titel des neuen WOLVESPIRIT Album: „Blue Eyes“. Gleichzeitig auch Titel einer schrecklichen ELTON JOHN Nummer.

zealandardor devilsfineVom Rolling Stone Mitte des letzten Jahres zu den “best metal records 2016 so far” gezählt zu werden und mit nur einer Veröffentlichung vom legendären Roadburn Festival eingeladen zu werden, sind zwei Hausnummern, die man erstmal erreicht haben muss. Vereinzelte Stimmen erheben Basel – woher der Wahl-New Yorker Manuel Gagneux aka ZEAL & ARDOR ursprünglich stammt – schon zum neuen Black Metal Mekka.

orango themulesofnanaFiel das Cover zum „Battles“ Album noch, nennen wir es, bunt (viel violett, rot, blau) aus, so stellen die immer noch Newcomer ORANGO auf ihrem neuesten Streich die Farbe weiß in den Vordergrund. Soll uns das etwas sagen? Und wenn ja, was soll uns das sagen?

IronBastards FastandDangerousDie IRON BASTARDS sind ein Trio aus Straßburg. Bei „Fast & Dangerous“ handelt es sich nach „Boogie Woogie Violence“ aus dem Jahr 2015 um das zweite Album der Franzosen. Dass die IRON BASTARDS den Legenden von MOTÖRHEAD nacheifern ist von Beginn an unschwer zu überhören: Schnell, verschwitzt und mit Whiskey-getränkter Stimme werden insgesamt elf Tracks runtergerockt.

Accept Restless And LiveTotgesagte leben Länger? So könnte man das Bandleben von ACCEPT am Besten umschreiben. Seit ihrem Erstling "Accept", die noch als LP in meinem Besitz ist, mochte ich diese Band. Mit ihrem ersten Sänger Udo Dirkschneider, der derzeit mit seinem Live-Album "Back to the Roots" unterwegs ist, wurde ich groß, verlor die Band jedoch irgendwann, aufgrund von Auflösungen und Reunions, aus den Augen.

greatwhite hesawitcomingIch weiß nicht, was diese Unsitte soll Bands in zig Formaten rund um den Globus zu schicken? Bei QUEENSRYCHE und WISHBONE ASH machten glücklicherweise Anwälte dem Treiben ein Ende, und ganz so ein schlimmes Chaos wie die in gefühlt 38 Inkarnationen existierenden RATT veranstalten GREAT WHITE auch nicht. Doch so ganz werde ich deren Split mit Frontmann Jack Russell nicht schlau. Immerhin war er über dreißig Jahre dabei, man ging durch wirklich alle erdenklichen Höhen und Tiefen, nun macht plötzlich Terry Ilous weiter. Der alte Sänger saß aber nicht untätig herum und versammelte neue Leute um sich, u.a. der frühere GREAT WHITE-Bassist Tony Montana an der Gitarre. Unter dem Banner JACK RUSSELL´S GREAT WHITE veröffentlichten sie nun mit "He Saw It Coming" ihren ersten Longlayer.


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