swedenrock2017 flyerNach dem großartigen Headliner wurden nun die nächsten Bands beim größten schwedischen Festival bekannt gegeben. Und da können die Macher gleich an ihre besten Jahre anknüpfen, denn bei den neuen zehn Bands handelt es sich allesamt um Topacts. Weiterhin sind nun auch die Mehrtages-Tickets erhältlich, während die Tagestickets erst in den Handel kommen, wenn das Billing komplett ist. Doch das bisher bestätigte ist schon einmal sehr gut, vor allem die Bandbreite spricht wieder für sich, aber lest selbst.

Einen ganz großen Auftritt dürften wieder die Local Heroes auffahren, man erinnere sich an den Pyroorkan, denn sie 2009 veranstalteten und der ihrem Bandnamen alle Ehre machte. Nun kehren IN FLAMES zum nach Sölvesborg zurück und versprechen ähnliches. Mittlerweile trifft das Etikett Death Metal kaum noch auf die Formation zu, dennoch ist auch ihr jüngst erschienenes Werk „Battles“ eindeutig zu identifizieren. Die Melodien und die Leads, welche den Göteborgsound geprägt haben, sind immer noch vorhanden, das Songmaterial zugänglicher, deal für die großen Bühnen.

Wer auf harte Metalklänge steht, der wird auch im kommenden Jahr wieder beim SWEDENROCK fündig. Niemand geringeres als die britische Legende VENOM geben dort ihre Visitenkarte ab. Keine Band im extremen Bereich, die sich nicht auf die Combo beruft, vor allem auf deren bahnbrechendes, wegweisendes Album „Black Metal“. Vom Originaltrio ist immer noch Bassist und Sänger Cronos dabei. Die Show wird die einzige in Schweden im kommenden Jahr sein.

Für traditionelle Metalfans dürfte der Auftritt der Hamburger Piraten das Highlight sein, sieht man die Truppe um Kapitän Rock´n´Rolf sonst höchst selten. In den Achtzigern waren RUNNING WILD eine der führenden deutschen Bands, waren mitverantwortlich für den typischen Klang des Teutonenstahl und konnten ihren Kahn durch alle Unwegbarkeiten manövrieren. Nach einer Schwächephase konnte das aktuelle „Rapid Foray“ wieder überzeugen.
Ebenso ein Leckerbissen für das Powermetal-Publikum dürften METAL CHURCH sein. Bei den Herren aus Seattle ist der langjährige Frontmann Mike Howe wieder an Bord, was speziell den Livequalitäten zu Gute kommt. Europäischer kommen da die Italiener RHAPSODY daher, die schon immer auf große Theatralik setzten. Mit ihrem Epic Symphonic Hollywood Metal haben sie ein eigenes Genre geschaffen. Leider fielen sie in letzter Zeit nur noch mit Streitigkeiten auf, doch beim Festival im nächsten Jahr gibt es eine Reunion zwischen Sänger Fabio Lione und Gitarrist Luca Turilli.

Ein weiteres Achtzigermetal-Urgestein lässt es etwas schwerfälliger angehen, kann aber dafür ein Heimspiel genießen. Wie kaum eine andere Band haben CANDLEMASS aus den BLACK SABBATH-Vorgaben den heutigen Doomsound entwickelt. Ihre düsteren melancholischen Epen wie „Solitude“ haben Kultstatus, ihre unablässigen Lavariffs hüllen jeden Zuhörer sofort ein. Auch wenn es die Band zuletzt ruhiger angehen ließ, dürfte sie in ihrer Heimat zu Hochform auflaufen.
Traditionell geben sich auch die Hardrockbestätigungen der kommenden Auflage, die Kaliber haben es in sich. Wenn es je einen Nachfolger der phantastischen THIN LIZZY gab, dann die BLACK STAR RIDERS, welche aus einer weiteren Tributinkarnation ohen Frontlegende Phil Lynott entstanden sind. Mit Scott Gorham ist einer der beiden Gitarristen schon dabei gewesen, als man den Twilead-Gitarrensound salonfähig machte. Auch die Schweizer GOTTHARD haben ihren Sänger Steve Lee verloren, doch nach dem tragischen Unfall ließ man die Band nichts sterben. Der auserwählte Ersatz Nic Maeder scheint sich immer mehr in dessen Rolle hinein zu finden, das dritte Album mit ihm erscheint demnächst.

Und Y&T haben den Hair Metal entscheidend mitgeprägt, aber in der Zeit klar hinter den Protagonisten gestanden. Vielleicht passte ihr Blues-Hard Rock nicht ganz in die Achtziger. Seit ein paar Jahren ernten sie den Lohn für ihre Beharrlichkeit und füllen weltweit die Clubs, wobei sie stets ein Feuerwerk an Leidenschaft abbrennen. Nicht ganz so traditionell sind die Landsleute von CLUTCH unterwegs, die eher im Alternative Rock der Neunziger gestartet sind. mittlerweile besetzen sie mehrere Stühle zwischen Post – Stoner – und Retro Rock, können aber vor allem mit ihrer Livepower punkten. Und das war erst der Anfang, 69 werden noch kommen!

Und was macht das SWEDENROCK noch aus, außer der genialsten Bandauswahl, die alles vom Blues bis Blackmetal absteckt und immer geschmackssicher ausfällt? Da wäre zum einen, das schöne weitläufige Gelände, das die alljährlich 33500 Besucher locker fassen kann. Dem stehen eher geringe Wege zum Campingplatz gegenüber. Die sanitäre Situation mit vielen Spültoiletten auch auf dem Campingplatz macht das Ganze noch komfortabler. Und von der sehr entspannten, friedlichen Stimmung muss man gar nicht reden, wer die Schweden kennen, weiß, wie sie feiern. Vor allem in Sachen Textsicherheit können sich einige eine Scheibe davon abschneiden.

Dann ist auch die Lage nur wenige Meter vom Ostsee-Ufer entfernt ein Traum und lädt, wenn es das Wetter zulässt sogar mal zum Schwimmen ein. Ein weitere Pluspunkt sind die langen Spielzeiten der einzelnen Acts, auf den drei Hauptbühnen hat jede Band 75 oder 90Minuten, der Headliner sogar 2,5 Stunden. Man bekommt die richtigen Shows, oft mit kompletter Produktion und nicht nur das von Festivals bekannte Runterspulen der allergrößten Hits.

Die 3-Tages-Tickets sind auf 33.500 limitiert, die 4-Tages-Tickets auf 11.000, da der Eröffnungsmittwoch auf nur drei der fünf Bühnen stattfindet. Das VIP-Ticket beinhaltet ein Paket mit Festivalutensilien und Einlass zur Backstagebar.

3 Tage kosten 2390 SEK
4 Tage kosten 2690 SEK
VIP-Ticktes kosten 3990 SEK

Der Eintritt von 3-12 Jahren ist frei, Kinder unter 3 haben keinen Zutritt. An Jugendliche von 13-17 darf kein Alkohol ausgeschenkt werden.

Weitere Infos, vor allem im Bezug auf die Campingplätze findet ihr auf der Homepage.

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