aerosmith swedenrockBislang haben die Macher vom größten schwedischen Festival nur wenig von den Planungen für die nächste Auflage durchsickern lassen. Weder waren Tickets im Vorverkauf, noch gab es irgendeine Bandbestätigung zu vermelden. Es gab Zeiten, in denen war eines der großartigsten Open Airs unserer Zeit immer als erste dabei, doch in dem Jahr scheinen sie auf die großen Brocken zu lauern. Und nun ist ihnen einer der ganz Großen ins Netz gegangen: Die Hardrocker aus Boston schauen auf ihrer vermutlich letzten Europatournee noch einmal beim Sweden Rock vorbei. Daneben soll es die Tickets und weitere Bestätigungen am 24. November geben. Nicht nur weil es sich hier um einen der bedeutendsten Acts des Genres handelt, sondern auch weil er ziemlich genau in die geschmackliche Schnittmenge der Besucher dieses Festivals passt. Neben des ersten großen Headliners gibt es noch tausend andere Gründe, die das Sweden Rock so heraus heben, egal ob Lage, Infrastruktur, Gelände, Catering, sanitäre Situation und Security, in jeder Kategorie spielen sie vorne mit.

Zu der US-Hard Rocklegende muss man auch nicht viel mehr sagen, als dass sie mittlerweile über 100 Millionen Platten verkauft haben, alleine das sollte als Statement genügen. Schon mit ihrem noch an den ROLLING STONES orientierten Debüt schufen sie zwei Klassiker, "Mama Kin´" und die Megaballade "Dream On". Der ganz große Durchbruch kam 1975 mit "Toys In The Attic" und den Gassenhauern "Walk This Way" und "Sweet Emotion", ein Jahr später waren sie mit "Rocks" musikalisch auf dem Zenit angekommen. Doch Drogenprobleme läuteten 1977 mit "Draw The Line" die erste Talsohle ein, in der die Band ein paar Jahre nicht mehr in Originalbesetzung spielte.
Nachdem das originale Gitarrenduo 1984 wieder an Bord war, lief die Tour sehr gut, das Album "Done With Mirrors" ein Jahr später weniger. Doch mit der Neuauflage von "Walk This Way" mit RUN DMC und die unter der Ägide von Bruce Fairbairn aufgenommen "Permanent Vacation" und "Pump" konnten sie tatsächlich an ihre Hochphase anknüpfen. Zwar knackten sie mit "Get A Grip" alle Rekorde und wurden auch dieseits des großen Teichs zur Stadionband, doch der Erfolg war zu gewollt. Zumindest verhinderten die überlangen Videos zusammen mit den Clips von BON JOVIs "Keep The Faith" und den vielen Auskopplungen des GUNS´N´ROSES-Mammutwerkes "Use Your Illusion" noch eine Zeit lang allzu viel Airplay für die mageren Tönen, die kurz darauf MTV beherrschen sollte.

Inzwischen sind AEROSMITH albumtechnisch kaum noch relevant, die letzte Scheibe "Music From Another Dimension" floppte zurecht. Doch immer wenn sie live unsere Breiten beehren, sind die Hallen voll und die Fünf brennen ein Feuerwerk an hartem Rock, bluesigem Feeling und funkigem Groove ab. Immer angeführt von den "Toxic Twins" mit Frontmann Steve Tyler und Gitarrisst Joe Perry, der musikalisch mit Brad Whitford eines der besten Duos aller Zeiten bildet. Nun scheint es, dass alles dem Ende zugeht, umso mehr ein Grund sich an den schwedischen Ostseestrand zu begeben. (Pfälzer)

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