20150811 Jimi Hendrix Atlanta Pop Festival smallUngefähr 400 Meilen südlich von Atlanta, auf einem Feld nahe der Stadt Byron, findet sich eine Gedenktafel, die von der Georgia Historical Society errichtet wurde und auf der folgender Text zu lesen ist: „An diesem Ort fand vom 3. bis zum 5. Juli 1970 das Second Atlanta International Pop Festival statt, in dessen Rahmen damals über 30 Livebands auftraten. Mit dabei war auch JIMI HENDRIX, der bei diesem Event vor dem größten Publikum seiner Karriere spielte."

 

Trotz der überwältigenden Zuschauermassen - man schätzt die Besucherzahl auf 300000 bis 400000 - stand das Festival lange im Schatten anderer Großereignisse. Doch heute ist klar, dass das Atlanta Pop Festival von großer Musik-historischer Bedeutung war.
Die Veröffentlichung JIMI HENDRIX Experience: „Freedom: Atlanta Pop Festival" ist für den 4.September 2015 geplant, als Doppel-CD und 180g Heavy Weight Doppel-LP.

Zu Beginn der 1970er Jahre gehörten Live-Gigs von JIMI HENDRIX zu den spektakulärsten Shows, die man erleben konnte. Die Musikwelt war voller Begeisterung für die neue Interpretation der Blues-Gitarre, die der Künstler auf der Bühne zelebrierte. So gibt Paul McCartney in einem Interview auf Electric Church freimütig zu, Jimi verehrt zu haben und sagt: "Wir spielten Gitarre und kannten uns ein wenig mit unserem Instrument aus. Er aber schien mehr zu wissen als wir alle." Dank JIMI HENDRIX erlebten Musikfestivals einen wahren Boom. Er spielte 1967 in Monterey, war Headliner beim 1968er Miami Pop Festival und erschuf 1969 mit seiner atemberaubenden Woodstock-Performance den Soundtrack der Gegenkultur.
Seine Show beim Second Atlanta International Pop Festival war nicht nur musikalisch herausragend, auch deren sozio-politische Relevanz kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Denn die Veranstalter wollten mit ihrem Event auch ein Zeichen gegen die klassischen Vorurteile setzen, die besagten, dass die Landbevölkerung keine „Langhaar-Bands" akzeptierte und dass schwarze und weiße Musiker nicht beim selben Event auf die Bühne gehen sollten. Hendrix und seine Botschaft von der universellen Liebe machten ihn zum idealen Musiker, um gegen die Vorbehalte anzuspielen und deshalb war er auch der Erste, der für das Atlanta Pop-Festival gebucht wurde.

In der Bruthitze von Georgia, unter der Beobachtung angsteinflößender Biker, die als Security engagiert wurden waren, enterten Hundertausende, zumeist jugendliche Fans das Gelände. Sie rissen Zäune nieder, bis den Veranstaltern nichts übrig blieb als zu verkünden, dass die Bands bei freiem Eintritt auftreten würden. Die staatlichen Ordnungskräfte waren auf einen derartigen Andrang nicht gefasst, verzichteten deshalb auf Personen- oder Drogenkontrollen und drückten ein Auge zu, wenn ein Festivalbesucher beschloss, dem Konzert im Adamskostüm beizuwohnen.
Trotz aller widrigen Umstände verlief das Atlanta Pop vorwiegend friedlich und als Jimi die Bühne betrat, war die Besucherzahl auf über 300.000 Personen angewachsen.

Bald danach starben anarchische Festivals dieser Dimension, die ohne astronomische Ticketpreise und Unterstützung von Sponsorenhilfe stattfanden, aus. Glenn Philipps von der Hampton Grease Band kommentiert diese Entwicklung so: „Eine Ära ging zu Ende, und es war ein großartiges, unglaublich energiegeladenes Ende."
Bill Mankin, der beim Aufbau des Festivals dabei war und auch die Bühnenarbeiter unterstützte, schrieb die Liner Notes für das Freedom-Package. In seinen Ausführungen ist zu lesen: „Und im Auge des Sturms stand der Obermagier der Gitarre, die Personifikation eines erfüllten, wilden Lebens ohne Grenzen, der mit Höchstgeschwindigkeit auf die Sterne zusteuerte."

20150811 Jimi Hendrix Atlanta Pop Festival

(Quelle: Promoteam Schmitt & Rauch)

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