swedenrock2015Was sich schon früh anbahnte, traf nun ein, das Kontingent von 10500 Tickets für alle vier Tage des diesjährigen Sweden Rock-Festivals ist aufgebraucht. Auch die Tagestickets für Mittwoch, den 03. Juni waren schnell vergriffen, weswegen diejenigen, die nicht schnell genug waren auf die QUIREBOYS, D.A.D. u.a. verzichten müssen. Für alle anderen Tage gibt es noch Tickets ebenso wie das Drei-Tages-Ticket von Donnerstag, 04. Juni bis Samstag, 06. Juni. Mittlerweile ist auch das Programm komplett, am Ende kamen noch einige Legenden, große Acts und Überraschungen hinzu.

Ganz oben natürlich die Funkrocker EXTREME, die dem Hairmetal den WEg in die Neunziger zeigten. Dort ging diese zwar unter, aber in Schweden überlebte er ale Trends und harte Winter und ist jetzt wieder angesagt. Da die Truppe um Sänger Gary Cherone und Meistergitarrist Nuno Bettencourt wieder aktiv ist, war es selbstverständlich sie für das Sweden Rock zu verpflichten. Ein weiterer Veteran dieser Gattung ist MICHAEL MONROE, früherer Leadsänger von HANOI ROCKS, die in den Achtzigern durch unglückliche Umstände zurück geworfen wurden. Auch der Finne wird einige alte Klassiker im Gepäck haben.

Eine echte Legende ist auch FISH, der ehemalige Frontmann von MARILLION. Der Hüne will sich 2016 aus dem Geschäft zurück ziehen, aber nicht ohne groß Lebewohl zu sagen. Dazu packt er zum dreißigjährigen Jubiläum noch einmal das Meisterwerk "Misplaced Childhood" aus, welches er in voller Länge spielen wird. Dazu wird es noch den ein oder anderen Klassiker aus dem Repertoi seines Soloschaffens und seiner alten Band geben.
Nicht minder legendär sind die Söhne des Südens, MOLLY HATCHET, eine der führenden Southern Rockacts. Jeder ernst zu nehmende Bluesrockfan kennt Hymnen wie "Fall Of The Peacemaker" oder "Whiskey Man". Da kann man nu laut jubeln: "Don´t say Yeah, say Hell Yeah!" Mit BLACKBERRY SMOKE bringen sie auch gleich amtlichen Nachwuchs aus ihrem Genre mit.

Auch die Fans des extremen Stoffs haben Grund zum Jubeln. Mit den schwarz angehauchten Todesmetallern BEHEMOTH kommt einer der stärksten Acts der Szene auf das Festival. Die Polen waren mit ihrem jüngsten Album "The Satanist" im letzten Jahr in vielen Rankings ganz oben. Und ihre Bühnenshows sind ohnehin wahre Messen, die alles eben walzen. Eine ähnliche Walze kommt vom einheimischen Kampfgeschwader MARDUK, welche mit ihrem neuen Album das "Kampfschwein" los lassen. Die Jungs aus Norrköping gehören zu der ganz alten Garde des Black Metal.
Eher im zeitgemässen Metalcore sind die beiden US-Formationen verankert. Wobei sich mit HATEBREED eine der absoluten Führer der Bewegung die Ehre gibt. Die Band um Jamie Jasta hat mit Alben wie "The Rise Of Brutality" und "Satisfaction Is The Death Of Desire" Metalgeschichte geschrieben und weiß jede Bühne zu zerlegen. Nicht minder heftig gehen ALL THAT REMAINS zu Werke, welche allerdings etwas unter dem Image ihres Frontmannes leiden.

Und wem das noch nicht extrem genug ist, der darf sich auf GHOST freuen. Die Okkultrocker mit ihrem exzentrischen Auftreten sind eine der größten Sensationen der letzten Jahre. Mit nur zwei Alben schafften es die Schweden um Papa Emeritus und seinen namenlosen Ghouls an die Spitze der Szene. Da wollten ihre Landsleute von JERUSALEM in den Siebzigern auch hin, schafften aber nie den großen Durchbruch, besitzen aber heute Kultstaus. Wo wir gerade bei Schweden sind, das traditionelle Intonieren der Nationalhymne am 06. Juni werden in dem Jahr MUSTASCH übernehmen. Die Hardrocker werden dazu noch mit einem eigenen Set aufwarten.

Eher Partystimung dürfte bei STEVE GRIMETTS GRIM REAPER und ALESTORM aufkommen. Der Truppe um den englischen Topshouter war in der späten NWOBHM ein echter Schockact, heute ist man da andere Kaliber gewohnt. Doch bei Nummern wie "Rock You To Hell" dürfte heute noch einiges gehen. Und die trinkfesten schottischen Piratenmetaller entern ohnehin jedes Festival, wobei hier die Frage bleibt, ob sie auch über das Meer anlanden werden.

Gute Stimmung ist auf dem Sweden Rock ohnehin immer garantiert, das ausgelassen Flair dort findet man nur selten auf anderen Open Airs. Dazu tragen neben der guten und breit gefächerten Bandauswahl auch die äusseren Umstände bei. Da sei zuerst die Lage direkt am Ostseestrand hervor gehoben, aber auch das weitläufige Gelände, auf welches man ohne langes Anstehen gelangt. Auch sonstige Annehmlichkeiten wie kurze Wege, die gute Sanitärsituation, die große Essensauswahl oder die Möglichkeit, sich im eigenen Campingstuhl das Geschehen auf den Bühnen zu betrachten sind Dinge, die man so anderswo nicht findet.

Wer hin will, muss sich allerdings beeilen, denn wie jedes Jahr wird das Event wohl schon im Vorfeld ausverkauft sein. Tickets bekommt ihr auf der Homepage. Diese kosten:

3-Tagesticket: 2590 SEK
1-Tagesticket für den 04., 05., oder 06. Juni: je 1290 SEK

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