swedenrock2013Wie aus meinem Review zum neuen RUSH-Werk "Clockwork Angels" nur unschwer heraus zu lesen ist, sind die Kanadier für mich die absoluten Götter. Mit der Meinung stehe ich keineswegs alleine, egal ob Metaller, Rocker oder Proggies, das Trio findet überall fanatische Anhänger. Was aber den RUSH-Fans seit Jahrzehnten abgeht ist eine Festivalteilnahme ihrer Helden, in Europa datiert das letzte gar aus dem Jahr 1980. Doch nun ist endlich Abhilfe in Sicht, und welches andere Festival als das SwedenRock könnte da eher fähig dazu sein, die Prog-Götter auf ihre Bühne zu lotsen. Vom 05.-08. Juni 2013 findet im schwedischen Sölvesborg wieder der Gigant unter den Open-Airs statt. Dessen Macher haben schon in der Vergangenheit immer wieder durch spektakuläre Shows von sich reden gemacht. Sei es der SAMMY HAGAR-Sologig, die TRIUMPH-Reunion oder die Hardrock-Rückkehr, des kurz darauf verstorbenen GARY MOORE. Nun haben sie sich selbst ein Denkmal gesetzt und ihrem Publikum den sehnlichsten Wunsch erfüllt.

Denn keine andere Band war in den Foren und Gästebüchern so oft genannt worden, wie die Herren aus Kanada. Warum sie allerdings Festivals so lange mieden, darüber lässt sich streiten. Zum einen, weil dem Publikum die wirkliche Konzentration auf den Act ein wenig fehlt und diverse RUSH-Nerds sich von bierseligen Partylöwen gestört fühlen könnten. Zum anderen, weil man immer Kompromisse in Punkto Sound und Produktion machen muss. Doch sie werden sich diesen Schritt genau überlegt haben, und auch selbst mal wieder das Abenteuer suchen wollen.

Und was macht das SwedenRock noch aus außer der genialsten Bandauswahl, die alles vom Blues bis Blackmetal absteckt und immer geschmackssicher ausfällt? Da wäre zum einen, das schöne weitläufige Gelände, das die alljährlich 33500 Besucher locker fassen kann. Dem stehen eher geringe Wege zum Campingplatz gegenüber. Die sanitäre Situation mit vielen Spültoiletten auch auf dem Campingplatz macht das Ganze noch komfortabler. Und von der sehr entspannten, friedlichen Stimmung muss man gar nicht reden, wer die Schweden kennen, weiß, wie sie feiern. Vor allem in Sachen Textsicherheit können sich einige eine Scheibe davon abschneiden.
Dann ist auch die Lage nur wenige Meter vom Ostsee-Ufer entfernt ein Traum und lädt, wenn es das Wetter zulässt sogar mal zum Schwimmen ein. Ein weitere Pluspunkt sind die langen Spielzeiten der einzelnen Acts, auf den drei Hauptbühnen hat jede Band 75 oder 90Minuten, der Headliner sogar 2,5 Stunden, die RUSH wohl voll ausnutzen werden. Man bekommt die richtigen Shows, oft mit kompletter Produktion und nicht nur das von Festivals bekannte Runterspulen der allergrößten Hits.

Neben RUSH wurden mittlerweile noch acht weitere Bands bestätigt: Ganz vorne dabei das unkaputtbare britische Flagschiff STATUS QUO, die mit ihrem Boogie immer noch richtig einheizen können. Ebenfalls den drei Akkorden, die die Welt bedeuten verfallen sind die Schweizer Hardrock-Veteranen von KROKUS, die wieder in Originalbesetzung antreten. Ihre Weggefährten der Aufbruchsjahre in den frühen Achtzigern von DEMON geben sich ein wenig melodiöser, aber keinesfalls weniger hymnisch.
In dem Konzert wollen auch die deutschen Hardrock-Haudegen von AXXIS mitreden, die sich wunderbar in das Programm einreihen. Etwas jünger sind da die Lokalmatadoren WITCHCRAFT, die mit ihrem psychedelischem Hardrock aber alle moderne Trends ignorieren. Das tun auch HUNTRESS, die sich in der NWOBHM zuhause fühlen und mit Jill Janus eine außergewöhnliche Frontfrau haben. Auch bei den schwedischen Metallern von AMARANTHE ist holde Weiblichkeit mit an Bord, um auch etwas für das Auge zu tun.

Der Vorverkauf hat heute Morgen um 9:00 Uhr begonnen. Tickets und alle weitere Infos gibt es auf der Homepage. Da der Mittwoch nur ein reduziertes Programm auf drei der fünf Bühnen bietet ist die Zuschauerkapazität da noch einmal begrenzt, von daher gibt es zwei Kategorien: Das Drei-Tages-Ticket für 2290 SEK, das Vier-Tages-Ticket für 2490 SEK. Wer noch nicht da war, sollte sich beeilen, denn das Festival ist in jedem Jahr ausverkauft, denn jeder, der einmal dort war, will immer wieder hin.

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