Das Nuclear Blast Festival Part IV machte an diesem Abend in der Zeche Carl Station. Und wie so oft in der letzten Zeit war der Laden bis unter die Decke gefüllt.

am 16.09.2000 in Düsseldorf (Spektakulum)

Es galt mal wieder dem Underground einen Besuch abzustatten und dies taten außer mir noch ca. 50 andere, das AJZ war also relativ gut besucht.

Die finnische Kultband Eläkeläiset gab sich die Tage mal wieder hier zu Lande die Ehre, und feierte mit Ihrem Humppa-Rock kräfig ab. Das Saint war proppevoll, obwohl der Eintrittspreis für nur eine einzige Band mit DM 25,- eigentlich verdammt reingehauen hat. Wie dem auch sei, man bekam für seine Kröten dann auch ordentlich was geboten. Eläkeläiset spielten fast anderthalb Stunden lang ohne Pause durch, da blieb weder ein Auge trocken, noch wurde es langweilig. Ganz im Gegenteil. Das Publikum war bei den ersten Songs noch ziemlich verhalten, doch es war zu merken, dass an dem Abend ein paar Die-Hard-Fans der Band anwesend waren, denn spätestens nach 20 Minuten hüpfte und sprang der vordere Teil des Saals wie verrückt herum und feierte die vier Finnen ab wie Hulle.

An diesem Abend wurden die sehr zahlreich erschienenden Besucher erstmal auf eine ordentliche Geduldsprobe gestellt, erst um 22 Uhr erklangen die ersten Klänge. Und das unter der Woche, etwas ärgerlich.

Das Wacken Open Air ging in diesem Jahr bereits in die elfte Runde. Wie auch in den letzten Jahren präsentierte sich das nordeutsche Festival wieder als eine gut organisierte Veranstaltung. Klagen gab es nur wenige zu hören. Nur die leidigen Themen Toiletten und Security gaben wieder mal Anlass zur Kritik. Aber das ist ja bei jedem Festival so. Und so wurde den 23.000 Besuchern eine insgesamt gelungene Veranstaltung präsentiert. Die anwesenden Redakteure von Neckbreaker waren jedenfalls größenteils zufrieden. Aber werft doch einfach einen Blick auf die Live Reviews! (Tutti)

Zum ersten Mal fand in Mülheim dieses Castle Rock Open Air statt und als Veranstaltungsort wurde sehr passend das Schloss Broich ausgesucht. Glücklicherweise waren die Besucherzahlen mit ungefähr 1200 Leuten ganz ordentlich. Eigentlich wollte ich nur die Bands reviewen die "Neckbreaker-kompatibel" sind, aber wenn ich mal da bin, müssen halt alle dran glauben :-)

Trotz der Kritik in den letzen Jahren und der Reduzierung auf ein 1-Tages-Event kamen sie doch alle wieder, wie jedes Jahr. Ich würde sagen, so um die 25.000 mögen es schon gewesen sein, die das Dynamo Open Air zu einer gelungenen Veranstaltung werden ließen. (Tutti)

Das nunmehr dritte FTC eröffnete als eines der ersten größeren Festivals die Tore und rief die Anhänger knüppeliger untrendiger Musik nach Torgau in Nordsachsen. Drei Tage lang wurden auf einem alten Truppenübungsplatz der NVA (mutmaße ich mal) unschuldige Instrumente von insgesamt 30 Bands aus der internationalen Death/Grind/Crust-Szene maltretiert, während nebenan ca. 4000 Maniacs auf einer (zu der Zeit glücklicherweise stillgelegten) Motorcrossbahn zelten konnten. Über das Umfeld konnte man nicht groß meckern, wenn man sich einmal an die ziemlich trostlose ostdeutsche Landschaft gewöhnt hatte. Es gab ein Tag und Nacht geöffnetes Partyzelt mit Biergartenatmosphäre, und einige wenige, dafür gute und preiswerte Fressbuden verhinderten qualvolle Hungertode. Der größte Kritikpunkt war sicherlich, dass pro Nase nur eine Palette Bier mitgebracht werden durfte – für den Durchschnittsmetaller in drei Tagen verschwindend wenig (zumal das vor Ort ausgeschenkte Torgauer Bräu ziemlich ekelig schmeckte), was so manche unbescholtenen Headbanger zu ausgefuchsten Schmuggelaktionen trieb.

Eine Kneipe ist ein denkbar schlechter Ort für ein Konzert. Und beim Mystery ist die Sache nicht anders. Die Sichtverhältnisse sind doch etwas bescheiden. Aber besonders voll war der Laden an diesem Abend sowieso nicht. Viel mehr als 50 Leute werden es wohl nicht gewesen sein.

Das No Mercy Festival rief mal wieder und alle kamen. Wie bei so einem Package nicht anders zu erwarten, war die Zeche Carl restlos ausverkauft (die Abendkasse wurde erst gar nicht geöffnet).

Endlich fand mal wieder ein Konzert in der wahrscheinlich bekanntesten Metal-Disco im Ruhrpott statt. Den Auftakt machten die Bottroper Impure. Auf ihrer selbstproduzierten CD konnten sie mich noch nicht so überzeugen, aber an diesem Abend stimmte fast alles. Da hat man wieder mal gemerkt, was ein guter Sound ausmacht. Zudem machte der Fünfer auf der Bühne bereits einen sehr routinierten Eindruck. Und so hatten sie bei ihrer Knüppelorgie schnell die Gunst des Publikums auf ihrer Seite. Nach insgesamt 40 Minuten und einer Zugabe war Schluss. Guter Opener!

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