live 20141125 02 00 StatusQuoDer letzte Besuch der britischen Rocklegenden STATUS QUO im Saarland liegt schon einige Zeit zurück. Mit ihrer „Status Quo - Live in Concert 2014"-Tournee kehren die Briten gegen Ende des Jahres noch einmal zurück in die Saarlandhalle. Mit dabei haben sie den ehemaligen FOREIGNER-Frontmann LOU GRAMM, der dem Publikum mit Hits aus der Hochphase seiner ehemaligen Band einheizt. Ein Abend voller Rock'n'Roll, bei dem ich im Publikum einer der Jüngsten bin.

LOU GRAMM
FOREIGNER konnte ich 2008 mit ihrem neuen Sänger Kelly Hansen auf dem Graspop Metal Meeting in Dessel sehen und wurde damals regelrecht weggeblasen. Nur selten habe ich eine so energiegeladene Show gesehen, einziges Manko: Kelly Hansen war eben nicht der Original-Sänger. Kein Wunder also, dass die Vorfreude auf das STATUS QUO-Konzert immer größer wurde, nachdem ich erfahren hatte, dass LOU GRAMM im Vorprogramm zu sehen sein würde. Pünktlich um 20 Uhr ist es dann soweit, LOU GRAMM und seine Band betreten die Bühne und starten mit „Double Vision". Zwar ist die Show von LOU GRAMM nicht ganz so grandios wie bei FOREIGNER, dennoch bietet er und seine Band eine gute, wenn auch leicht routinierte Show. Die Setlist beinhaltet neben ein paar Solonummern fast nur FOREIGNER-Hits. Diese bringt der etwas gealterte Sänger nach wie vor sehr gut rüber, in den höheren Lagen merkt man ihm das Alter aber deutlich an. Die ganz hohen Töne bei „Juke Box Hero" sind leider nicht mehr drin, dennoch ist das Publikum begeistert. Im Gegensatz zu LOU GRAMM ist der Rest der Band durchgehend in Bewegung und es entsteht der Eindruck, dass alle sehr viel Spaß auf der Bühne haben. Nach knapp einer Stunde ist der Zauber vorbei und die Band verlässt nach zwei Zugaben die Bühne. Eine gute Show mit einem Sänger, der zwar nicht mehr ganz so grandios wie früher klingt , aber dennoch eine gewisse Magie entfacht. Schade nur, dass „Urgent" nicht den Weg in die Setlist gefunden hat und das, obwohl der Track sogar im Pressetext stand.

Setlist LOU GRAMM:
Double Vision
Feels Like The First Time
Cold As Ice
Just Between
Yesterday
I Want To Know What Love Is
Midnight Blue
Juke Box Hero
Hot Blooded

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STATUS QUO

Bereits eine Woche vor dem Konzert spukten mir diverse Quo-Songs im Kopf herum und wollten nicht mehr verschwinden, besonders „Caroline" hatte es mir angetan. Daher ist es eine regelrechte Erleichterung, als der Schatten von Gitarrist Rick Parfitt auf dem riesigen STATUS QUO-Backdrop erscheint und die ersten Töne von „Caroline" zu hören sind – ein wahrlich grandioser Opener. Nach einer kurzen Ansage von Frontmann Francis Rossi nach "Litte Lady", die wie immer sehr selbstironisch daher kommt, geht es rockig mit „Rain" und „Paper Plane" weiter. Über das gesamte Konzert hat man das Gefühl, eine immer noch hungrige Band zu sehen, STATUS QUO haben nach wie vor sehr viel Spaß an ihrer Musik und tragen das auf der Bühne auch offen zur Schau. Francis Rossi und Rick Parfitt rocken was das Zeug hält, dabei sind sich die Beiden nach wie vor nicht zu schade, die altbekannten Gitarrenmoves zu präsentieren. Auch John „Rhino" Edwards hat am Bass seinen Spaß, obwohl durch seinen kopflosen Bass zum Teil der Eindruck entsteht, als ob er einen Stock vor sich hängen hätte. Keyboarder Andrew Bown greift bei einigen Songs auch zur Gitarre und unterstützt den Rest der Band tatkräftig, dabei hat er immer ein freches Grinsen auf dem Gesicht. Schlagzeuger Leon Cave, der mit seinen 36 Jahren das jüngste Bandmitglied ist, passt gut ins Gesamtbild und überzeugt mit einem genialen Schlagzeuggroove, mit dem er die gesamte Halle zum Beben bringt.

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Sowieso ist der Sound sehr mitreißend, von Anfang bis Ende wippen die Beine wie von selbst im Takt. Mitunter mag das generell an den Quo-Nummern liegen, doch der Sound ist über das gesamte Konzert sehr fetzig und sehr laut. Allerdings nicht nur laut, sondern differenziert laut, wodurch man jedes Instrument noch gut heraushören kann, STATUS QUO sind schließlich nicht MOTÖRHEAD. Die Setlist kann sich sehen lassen, lediglich „In The Army Now" hätten sich die Briten meiner Meinung nach sparen können. Ob die Band aufgrund des Zeitmangels ein umfangreiches Medley beginnend mit „What You´re Proposing" einstreut, kann ich nicht beurteilen, gelungen ist dieses in jedem Fall. Das Finale mit den größten Hits gelingt an diesem Abend besonders gut, und das Publikum bedankt sich mit ausgiebiger Bewegung, oder sollte ich sagen „ mit Boogie". Für mich gibt es zudem nichts Magischeres als den Anfang von „Whatever You Want", der an diesem Abend besonders gut inszeniert wird. Nach knapp 105 Minuten ist Schicht im Schacht, dabei hat die Band aber 105 Minuten Vollgas gegeben und ihrem Publikum eine super Show geboten.

Was bleibt sind strahlende Gesichter und das Wissen, dass diese Band trotz des hohen Alters noch sehr viel Energie hat. Dabei schlägt in jeder Ansage von Francis Rossi der gute englische Humor durch, so macht er sich bei einem Teil der Show zum Beispiel über die deutsche Technik eines Kapodasters lustig und kann auch durch seine anderen Ansagen sehr viele Sympathiepunkte sammeln. Auch die Selbstironie kommt nicht zu kurz, so eröffnet er das Konzert mit den Worten „Schön, dass ihr alle da seid, was auch bedeutet, dass wir noch am Leben sind!", und einige Songs kündigt er mit den Worten „Der nächste Song ist aus den Siebzigern, oder Achtzigern,.... ich kann mich aber auch irren." an. Rick Parfitt, der kurz vor der Tournee erkrankt war, wodurch einige Shows abgesagt werden mussten, sah an diesem Abend sehr fit aus, auch wenn er weit weniger auf den Rippen hat als vor ein paar Jahren.

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Ich war nie der wirklich große STATUS QUO-Fan, wusste aber sehr wohl über den Legendenstatus der Boogie-Rocker Bescheid. Nachdem ich die Band nun live erleben konnte, kann ich die Faszination für die Briten endlich nachvollziehen. Eine geniale mitreißende Show, die man hoffentlich noch öfters erleben darf. Etwas schade nur, dass es sich bei diesem Konzert nicht auch um eine Show im „Frantic Four"-Lineup handelte, dennoch sollte sich niemand diesen Spaß entgehen lassen. (Pascal)

Setlist STATUS QUO:
Caroline
Paper Plane
Little Lady
Rain
Hold You Back
Beginning of the End
Oh Baby
What You're Proposing / Down the Dustpipe / Wild Side of Life / Railroad / Again and Again
Big Fat Mama
The Oriental
Creepin' Up on You
Blue Eyed Lady
In The Army Now
Drum Solo (The Caveman)
Roll Over Lay Down
Down Down
Whatever You Want
Rockin' All Over the World
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Junior's Wailing
Rock'n'Roll Music
Bye Bye Johnny

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