live 20140928 01 00 PotheadNach etwas über einem Jahr kehrte die Berliner Rockband POTHEAD in die Garage Saarbrücken zurück. Zum Ende eines spätsommerlichen Herbsttages brachte das Trio die gut besuchte Garage zum Kochen und ließ die Fans erneut in ihre unglaublich dichte Atmosphäre eintauchen. Nach wie vor hat die Band ihr erfolgreiches Album „Jackpot" mit im Gepäck, welches nicht nur bei den Fans gut ankam, sondern mit „Bombay" auch in den Charts punkten konnte. Außerdem erscheint demnächst eine DVD über das bandeigene Festival „Potstock", worauf hoffentlich die Liveenergie der Band gut eingefangen wurde, denn dieser haben POTHEAD auch an diesem Abend wieder freien Lauf gelassen.

Für jemanden, der POTHEAD schon ein paar Mal live gesehen hat, ist es immer relativ schwierig, jemand anderem zu erklären, wie ein Konzert der Band aussieht. Und mit „relativ schwierig" ist keineswegs gemeint, dass es schwierig wäre, die Person davon zu überzeugen sich die Band anzusehen, viel eher fällt es einfach schwer, etwas so Unglaubliches in Worte zu fassen. Welche Band spielt heute auf ihren Konzerten schon länger als zwei Stunden oder insgesamt 30 Songs? Konzertgänger werden wissen, dass man diese an einer Hand abzählen kann, POTHEAD gehören dazu. Doch nicht nur die Länge der Konzerte oder die Anzahl der gespielten Songs machen ein gutes Konzert aus, auch die Liveatmosphäre spielt eine große Rolle. Und diese ist bei POTHEAD-Konzerten immer absolut überwältigend, kaum eine Band zieht einen so in ihren Bann wie die drei Berliner. Sobald Jeff und Brad die Bühne betreten, tobt der ganze Saal und lauscht gespannt den teils entspannenden, teils harten und teils einfach nur coolen Rocksongs der Band. Ich selbst würde es als Stoner-Rock betiteln, die Band lässt dieses Schubladendenken nur bedingt zu und bezeichnet sich schlicht als Rockband. Womit wir bereits beim nächsten Punkt eines guten Konzertes sind, Abwechslungsreichtum. Auch diesen Punkt erfüllen POTHEAD mit Bravour, auf ruhige Songs wie „Henry & Mabel" folgt eine rockige Nummer wie „Rock Satellite" und im Anschluss daran gibt es mit „Dope Says Nope" eine fast schon metallisch klingende Nummer auf die Ohren. Mit genau dieser Vielseitigkeit begeistern POTHEAD ihre Fans bereits seit ihrem ersten Longplayer „U.S.A.", der heute ein richtiges Unikat geworden ist.

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Des Weiteren sieht man der Band richtig an, mit welchem Spaß sie ihre Musik spielen, die Band lächelt fast durchgehend, geht richtig in ihrer Musik auf und spielt sich zum Teil regelrecht in Trance. Die Songstrukturen mögen auf den ersten Blick nicht sonderlich komplex wirken, doch genau dies macht es manchmal eben aus. Es ist jedes Mal eine wahre Freude zu sehen, wie Brad bei „Funkenbus" zum Headbanger mutiert, oder Jeff bei „Henry & Mabel" die Augen schließt und gänzlich in der Musik abtaucht. Auch im Publikum herrscht eine super Stimmung und man sieht hier und da tanzende Personen, über Headbanger bis hin zu staunenden Gesichtern, selten erlebt man ein so entspanntes und zufriedenes Publikum, das sich noch dazu aus so unterschiedlichen Charakteren zusammensetzt. Ein POTHEAD-Konzert wird somit jedes Mal zum unvergesslichen Erlebnis, das man nur allzu gerne mit anderen teilen möchte, und im Nachhinein betrachtet ist es eigentlich gar nicht so schwierig, die Livequalitäten des Trios zu erklären. Dennoch muss man POTHEAD einfach live gesehen haben, um zu verstehen, was die Faszination an dieser Band ausmacht.
Die Setlist konnte sich auch an diesem Abend wieder sehen lassen, für meinen Geschmack hätte die Band aber etwas mehr von „Jackpot" spielen können. Die Platte ist immerhin sehr stark geworden und lediglich vier Songs sind für mich etwas wenig. Fragt man jemand anderes, wird der sich darüber beschweren, dass von „Grassroots" zu wenig gespielt wurde. Bei einem so großen Songrepertoire, auf das die Band mittlerweile zurückgreifen kann, ist dies mitunter wohl eine der schwierigsten Aufgaben. Dahingehend hat die Band eine sehr gute Zusammenstellung aus altem und neuem Material für diesen Abend gefunden. Der Sound war ebenfalls spitze, wobei mir in der ersten Reihe das Schlagzeug ein wenig zu laut war, doch das dürfte durchaus mit meiner Position zu tun gehabt haben, der Stimmung tat es jedenfalls keinen Abbruch.

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Ein gelungener Konzertabend der für einen POTHEAD-Fan kaum Wünsche offen ließ, ich für meinen Teil freue mich bereits auf das nächste Konzert der Band. Ein wenig schade ist hingegen, dass Schlagzeuger Nick an diesem Abend nicht mit dabei sein konnte, aufgrund einer Verletzung ist für ihn ein Ersatzmann eingesprungen, der seinen Job gut erledigt hat – gute Besserung Nick! Bleibt nur zu hoffen, dass ebenjene Faszination für POTHEAD auch auf der kommenden „Potstock"-DVD gut eingefangen wurde, ich für meinen Teil kann den Release und das nächste Konzert kaum noch erwarten. (Pascal)

Pothead

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