live 20140717 00 00 AirbourneTitleVerschwitzte Oberkörper, kreischende Gitarren, herumwirbelnde Haare und Biergeruch in der Luft, wo sind wir? Genau, bei einem AIRBOURNE-Gig. Die australische Hoffnung des Hardrocks ist nach wie vor mit ihrem aktuellen Longplayer „Black Dog Barking" unterwegs und machte am 17.07.2014 wieder in der Rockhal in Luxemburg Station. Zusammen mit dem Support von AC ANGRY wurde das Publikum an diesem bereits heißen Abend noch zusätzlich zum Schwitzen gebracht.

AC ANGRY

Die sympathischen Hardrocker aus Saarbrücken wussten auch an diesem Abend zu überzeugen. Mit einer gut ausgewählten Setlist schafften es die vier Mannen perfekt, das Publikum anzuheizen. Treffender hätte eine Vorband an diesem Abend wohl nicht sein können, auch das Publikum ist dankbar für das Hardrock-Doppelpaket und grölt lauthals bei „AC Angry" mit. Auch der Coversong „Get It On" von TURBONEGRO begeistert die Menge. Selten habe ich bei einer Vorband so viele Fäuste gen Hallendecke schnellen sehen. Frontmann Alan Costa trägt dazu sicherlich nicht minder bei, bereits nach der ersten Ansage hat er das Publikum fest im Griff. Sein „Ride The Lightning"-Shirt zeugt zudem von einem besonders guten Musikgeschmack. Außerdem haben die Jungs scheinbar mächtig viel Spaß auf der Bühne, Drummer Sascha Waack legt nicht nur einen kurzen Tanz hinter seinen Drums ein, sondern erfrischt Gitarrist Stefan Kuhn auch mal ein wenig mit Wasser. Nach 45 Minuten ist die Show zu Ende und das Publikum bereit für den Headliner AIRBOURNE.

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AIRBOURNE

Im Gegensatz zum letzten Gig der Australier in Luxemburg wurde dieses Mal nur der kleine Club der Rockhal gebucht. Eine weise Entscheidung, da mir an diesem Abend einmal mehr bewusst wird, dass AIRBOURNE im kleinen Rahmen einfach besser funktionieren. Die energiegeladene Show kommt auf kleinem Raum viel mehr zur Geltung und die Besucher des gut gefüllten Clubs scheinen ebenfalls sehr zufrieden zu sein. Viel neue Showelemente gibt es nicht zu bestaunen, außer das Sänger Joel o'Keefe bei „No Way But The Hard Way" erst einmal auf der Bühne liegend seine Ansage macht und die ersten Strophen singt. Ansonsten gibt es alles, was man von den Hardrockern gewohnt ist, Bierdosen die am Kopf zerschlagen werden, der riesige Scheinwerfer gegen Ende von „No Way But The Hard Way", die obligatorische Flasche Wein bei „Cheap Wine And Cheaper Women", "Live It Up" wird mit einer riesigen Bühnensirene eingeleitet, und bei „Girls In Black" gibt es den üblichen Ausflug von Gitarrist Joel zum Mischpult.

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Doch auch wenn die Jungs von ihrer Show her nicht viel Neues bieten, ist es nach wie vor interessant zu sehen, wie tight die Jungs immer noch sind. Ich kann nur nochmals betonen, dass es kaum Konzerte gibt, die energiegeladener sind. Stimmlich trifft Joel an diesem Abend fast jeden Ton, und auch die Gitarren zerlegen gekonnt den Gehörgang der Besucher. Die Lautstärke ist ohne Gehörschutz eine kleine Zumutung, ich möchte nicht wissen, wie viel dB an diesem Abend drin waren, kein Wunder, dass kurz vor Beginn der Show in den ersten Reihen von einem Stagehand noch schnell ein paar Ohrstöpsel verteilt werden. Songtechnisch zaubern AIRBOURNE an diesem Abend ein gutes Best-Of-Programm, überwiegend werden aber Stücke des Debütalbums gespielt. Lediglich zwei Songs von „No Guts No Glory" haben es ins Programm geschafft, was mich eigentlich ein wenig wundert, da gerade dies nach wie vor mein Favorit unter den dreien ist. Zwischendurch gibt es immer mal wieder kleinere Soloeinlagen, durch welche die anderen Bandmitglieder mal ein wenig verschnaufen können. Eigentlich eine gute Sache, wenn diese aber ein wenig reduziert werden würde, hätte man mit Sicherheit drei bis vier Songs mehr spielen können. Beim Abschluss mit „Running Wild" zelebrieren AIRBOURNE noch ein Tribut an ihre Vorbilder. So werden neben den Riffs von „Dog Eat Dog" auch „Paranoid" eingeworfen und das Publikum hat seine Freude an dem kurzen Intermezzo.

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Nach knapp einer Stunde und 15 Minuten werden die Fans aus dem fast luftleeren Club in die angenehm kühle Sommernacht entlassen. Kaum einer dürfte hier ohne ein Lächeln die Rockhal verlassen haben. Ein wirklich gutes Konzert; bleibt abzuwarten, welchen Schritt AIRBOURNE als Nächstes gehen, denn langsam aber sicher habe ich das Gefühl, dass für die Band das Interesse verloren gehen könnte. (Pascal)

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Setlist AIRBOURNE:

Ready To Rock
Too Much, Too Young, Too Fast
No One Fits Me (Better Than You)
Diamond In the Rough
Blond, Bad And Beautiful
Girls In Black
Cheap Wine And Cheaper Women
Black Dog Barking
No Way But The Hard Way
Stand Up For Rock'N'Roll
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Live It Up
Runnin' Wild

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