Persistence2014Nochmal Glück gehabt! Eigentlich hatte unsere gute, alte Garage in Saarbrücken gar nicht auf dem ursprünglichen Tourplan der PERSISTENCE TOUR gestanden (warum eigentlich nicht??), wurde aber nach Absage einer Tour-Station "nachnominiert".
Das wäre aber auch wirklich zu schade gewesen: Mit den Zugpferden SUICIDAL TENDENCIES, TERROR, den Altmeistern STRIFE sowie RAMALLAH, EVERGREEN TERRACE, NASTY und THE ARRS in der Hinterhand konnte dieser Freitag Abend auch wirklich nur einmal mehr ein optimaler Einstieg ins Wochenende werden!
Also: Bierchen zocken, Anlauf, Absprung und mitten rein ins Getümmel!

THE ARRS
Überpünktlich wie eh und je ging es in der Saarbrücker Garage los. Als ich, wie eigentlich jedes Jahr, zu spät in der Garage eintraf, um den Opener THE ARRS, eine Pariser Hardcore-Band von Anfang zu sehen, wurde ich das erste Mal an diesem Abend enorm überrascht: Zu dieser extrem frühen Uhrzeit war die Garage schon recht gut besucht, es gab sogar schon die erste kleine, aber feine Schar von Tanzwütigen vor der Bühne. Und die feierte die Franzosen, die mir bis dato völlig unbekannt waren. Da ich erst mal ankommen musste und auch nur noch die letzten 1 1/2 Lieder mitverfolgen konnte, fällt mein Urteil dementsprechend sehr nüchtern aus: Schlecht war das sicherlich nicht, aber das war von der Sorte Hardcore/Metalcore, die man nun wirklich zu genüge kennt. Die Fans der Band schienen aber recht zufrieden. (Katha)

NASTY
NASTY, so so! Recherchiert man im englischen Wörterbuch die Bedeutung des Bandnamens, so passen meiner Meinung nach etliche Adjektive zu den Belgiern, die eine sehr eigenwillige Version von Hardcore fabrizieren. Fiese Band, fiese Mucke und noch fiesere, meist minderjährige Fans mit (lächerlichem) Violent Dancing-Tanzstil: Dies umschreibt NASTY meiner Meinung nach am besten.
Hardcore mit extrem vielen Beat- und Breakdowns, aber für meine Begriffe überhaupt nicht rund. Ein Sänger, der sich, auch wenn das normalerweise nix zur Sache tut, allein schon durch seine Optik lächerlich macht (Plümmelmütze allez! Anm. Brix).
Nein nein, das ist einfach nix für mich, auch wenn ich sonst ohne musikalischen Scheuklappen durch die Welt laufe. Für mich eine Band, die man sich absolut hätte sparen können. (Katha)

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RAMALLAH
Das Side-Project von Rob Lind (BLOOD FOR BLOOD) hatte danach einen richtig schweren Stand. Mr. "White Trash" kämpfte fast das gesamte Set über mit den verhaltenen Publikumsreaktionen ("Is anyone awake? I Don´t Think so!" oder die resignierte Aussage "All Fucked Up" sprechen Bände) und kann unter diesen Gig lediglich ein "Mund abwischen, weitermachen" setzen. Dafür unterscheidet sich der Sound RAMALLAHs wohl doch zu sehr von seiner (ehemaligen?) Hauptband: Statt mitgröhlbarem Strassen-Core fischen RAMALLAH eher in melodischen und mitunter metallischen Gewässern und trafen einfach nicht den Geschmack der Crowd in der Garage.
Dabei konnten RAMALLAH durchaus einige gute Akzente setzen: Gerade "The Horror And The Gag"und am Ende des Sets der "Hit" "Days Of Revenge" löste dann doch nicht nur beim Rezensenten eifriges Mitnicken aus. RAMALLAH wurden defintiv unter Wert geschlagen! (Brix)

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EVERGREEN TERRACE
EVERGREEN TERRACE, eine Band, die sich langsam, aber absolut gerechtfertigt einen Stammplatz beim PERSISTENCE-Billing erspielt hat - es war das vierte Mal - sollte nun endlich mal ein bisschen Freude in die Bude bringen. Ich war sehr gespannt auf die Präsentation der neuen Platte „Dead Horses“, die mich erst mal nicht ganz sooo vom Hocker gerissen hat. Live ist das natürlich eine ganz andere Hausnummer, denn wer sich bei dem melodischen Hardcore der Jungs aus Florida nicht zum Abgehen animieren lässt hat irgendwas falsch gemacht.
Eine bunte Mischung als älteren Songs, den üblichen „Klassikern“ wie „Chaney Can‘t Quite Riff Like Helmet‘s Page Hamilton“ und „New Friend Request“ sowie ein paar neuen Songs, die wie immer sehr gelungen war. Zusätzlich ziehen die Jungs um die beiden Frontmänner Drew Carey und Craig Chaney eine souveräne und motivierende Show ab, genau so wie man es die letzten drei Male hatte. Von mir aus kann EVERGREEN TERRACE jedes Jahr spielen, langweilig wird es schließlich nie. (Katha)

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STRIFE
Und dann zum zweiten Mal für diesen Abend ein erstes Aufeinandertreffen zwischen einer Band und mir. Aber mit viel weitreichenderen Folgen als zuvor bei den Franzosen. Wie konnte man denn bitteschön diese geniale Band so lange vor mir verstecken? Was ist da schief gelaufen? Eine so geniale californische Hardcore-Band die seit nun mehr 23 Jahren mit kurzen Ausnahmen existiert und ich hab sie noch nie gesehen, geschweige denn gehört - das muss ein schlechter Scherz sein. Aber was soll´s: Liebe auf den ersten Blick beziehungsweise den ersten Takt. Eine dieser Bands, die die Bühne betrifft und du bist einfach direkt dabei und integriert, auch wenn man, wie ich, die Band und die Musik gar nicht kennt. So muss Hardcore sein. Außer mir schienen auch die meisten Besucher der mittlerweile proppenvollen Garage der gleichen Meinung und STRIFE wurden gebührend gefeiert. (Katha)

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TERROR
Es sollte sich mittlerweile dann doch schon rumgesprochen haben: TERROR ist eine der heißesten Bands unserer Zeit und macht mit ihrer Energie-Walze alles platt, was ihr vor den Latz gerät. Und das ist auch gut so. Egal wie gut die anderen Bands bisher auch waren, TERROR kann das toppen. Wie immer ein reges Stage-Acting, das, sehr zur Unfreude der Security-Jungs beinhaltet, dass sich wirklich sehr viele TERROR-Fans auf der Bühne befinden und gemeinsam mit der Band abgehen. Scott Vogel animiert aber auch wirklich jede und jeden zum Ausrasten.
Ein musikalischer Streifzug durch sämtliche Werke der letzten Jahre ist hierfür der perfekte Soundtrack. Angefangen von den Über-Songs „Always The Hard Way“ und „Keepers Of The Faith“ wurde natürlich auch was vom aktuellen Album „Live By The Code“ gespielt, welches für mich immer noch eines der Alben aus 2013 ist. Was bleibt hier zu sagen? Die Garage bebt, wie immer, wenn der TERROR hier Station macht. Es gibt kaum eine bessere und mitreißendere Live-Band und absolut nix zu Meckern an diesem Auftritt. (Katha)

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SUICIDAL TENDENCIES
So nahm nach diesem Pfund die Bandana-Dichte im Publikum wieder zu und zwei Jahre nach dem letzten ST-Fest an gleicher Stelle nahm die Party einmal mehr ihren Lauf. Von den Schoten aus den Anfangstagen bis zu den krachneuen Tracks ließen die Cycos einmal mehr keinerlei Wünsche offen.
Wie immer startete man mit "You Can´t Bring Me Down" energetisch ins Set, gefolgt vom pfeilschnellen "Freedumb" und den Klassikern "Possessed To Skate" und "I Saw Your Mommy" - wer jetzt immer noch nicht auf Betriebstemperatur war, dem war einfach nicht mehr zu helfen! Das traditionelle Bühnen-Entern seitens der Fans bei "We Are Family" gehört standardmäßig in jedes ST-Set sowie natürlich "War Inside My Head" und "Subliminal" und "How Will I Laugh Tomorrow" am Ende des Gigs.
Das Publikum war einmal mehr dankbar und schleuderte die Energie von der Bühne dementsprechend mit wüstem Pogo und massig Crowdsurfern zur Band zurück - da gab´s überhaupt nix zu meckern! 
Ein äusserst befriedigendes Ende eines gelungenen Abends - und ich sage es ganz deutlich: Ein Jahr ohne PERSISTENCE TOUR in der Garage zu Saarbrücken ist ein verlorenes Jahr! (Brix)

Dem kann ich mich nur anschließen: Im Januar MUSS man zur Persistence-Tour, denn nur so fängt das musikalische Jahr gut an. Es war durchweg was los in der Garage, was mich vor allem auch für die ersten Bands freute, denn das ist nicht die Regel wenn Konzerte schon am Nachmittag beginnen. Außerdem eine Stimmung, die sich gewaschen hatte. Man konnte allen Bands anmerken, dass sie sich freuten, vor so einem motivierten Publikum zu spielen. (Katha)
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