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AnthraxWohl kaum eine Band dürfte in den letzten Jahren so viele Veränderungen durchlebt haben wie ANTHRAX. Zuerst die Trennung von John Bush nach der Reunion Tour 2005. Anschließend wurde das aktuelle Album „Worship Music" zuerst mit Dan Nelson aufgenommen und anschließend noch einmal mit Joey Belladonna, nachdem dieser Dan Nelson wieder ersetzte. John Bush kümmerte sich in der Zwischenzeit um ARMORED SAINT und scheint damit ganz gut zu fahren. ANTHRAX spielten gemeinsam mit METALLICA, MEGADETH und SLAYER die Big-4 Shows und wurden dadurch (laut eigener Aussage) dank METALLICA wieder eine richtige Band. Einige Videos und Berichte lassen da zwar anderes vermuten, doch ich möchte hier nicht weiter auf diese Seifenoper eingehen. Am 24.11 hat die Band eine exklusive Headlinershow in der Garage in Saarbrücken gespielt und alle das traurige Hin und Her für knapp anderthalb Stunden vergessen lassen.

GODSLAVE
Bevor ANTHRAX auf die Bretter stiegen, wurde der Abend von den saarländischen Thrashern GODSLAVE eröffnet. Zu meiner eigenen Schande muss ich gestehen, dass es sich hierbei um mein erstes GODLSAVE-Konzert handelte. Pünktlich um 20 Uhr stiegen die Herren nach und nach auf die Bühne und eröffneten die Show mit „Scholar Eclipse". Anfangs wirkte das Publikum noch etwas zurückhaltend, doch spätestens beim dritten Song waren alle Barrieren gebrochen. Auch GODLSAVE selbst merkte man an, dass sie ihren Spaß hatten. „Unleash The Slaves" wurde den Fans gewidmet, bei denen sich Sänger Tommy für die jahrelange Unterstützung bedankte. Mit „Our School" wurde das 30 minütige Set, nachdem das Publikum gut angeheizt wurde, bereits beendet. Neben den netten und teilweise sehr lustigen Ansagen von Tommy, zeigte sich die Band sehr spielfreudig und bildete auf der Bühne eine geschlossene Einheit. Damit haben GODSLAVE den Job als Vorband super hinbekommen und werden mit Sicherheit noch einige Fans hinzugewonnen haben. (unter anderem mich).

Setlist GODSLAVE:

Scholar Eclipse
Anvilised
Insomniaddict
Unleash The Slaves
Wings Of Wrath
Our School

Godlsave Godslave

ANTHRAX
Um 20:50 ertönte das Intro „Worship" vom aktuellen Album „Worship Music". Die Stimmung welche nun bereits fast ins Unermessliche gestiegen war, entlud sich auf einen Schlag, als beim schnellen Opener „Earth On Hell" ANTHRAX die Bühne betraten. Nach kurzer Begrüßung wurde mit „Fight 'Em Till You Can´t" gezeigt, wie man sich bei einer Zombieapokalypse verhalten soll. Der erste Klassiker des Abends folgte mit „Caught In A Mosh", welcher mit einem riesigen Mosh-Pit dankend vom Publikum angenommen wurde. Beim darauf folgenden „Anti-Social" war Mitsingen angesagt, und den alt bekannten War Dance gab es anschließend bei „Indians".

Anthrax - Joey Belladonna Anthrax - Scott Ian Anthrax - Rob Caggiano

Mit „The Devil You Know" wurde dann wieder ein aktueller Song präsentiert, welcher beim Publikum genau wie die beiden vorherigen sehr gut ankam. „In The End" widmete die Band Ronnie James Dio und Dimebag Darrel, hierzu wurden zwei spezielle Banner über die Verstärkertürme geworfen und Joey stimmte beim Intro des Songs „Heaven & Hell" Chöre an. Obwohl es sich hierbei wohl um den langsamsten Song des Abends handelte, brachte es keinen Stimmungsabbruch. Wohl auch weil die Band das Publikum unwahrscheinlich im Griff hatte. Scott Ian überzeugte anschließend mit seinen Deutschkenntnissen: „Ein Bier bitte", „Zwei Bier bitte" (Wobei er sich selbst sicher war, dass Letzteres die bessere Wahl ist) und kündigte mit „Deathrider" den Nackenbrecher des Abends an. Spätestens hier sollte jedem klar gewesen sein, dass Nackenschmerzen für den nächsten Tag so gut wie sicher waren. Erneut öffnete sich der riesige Mosh-Pit, welcher noch bis zum Ende des Konzertes bestehen sollte. Nun folgte ein Klassiker dem Nächsten, und den Fans wurde kaum eine Verschnaufpause gegönnt. „Be All, End All", „Among The Living", der Besuch im Irrenhaus mit „Madhouse", das zum Tanzen anregende „Got The Time" (selten so einen Mosh-Pit gesehen) und das eher selten gespielte "N.F.L.". Mit „I Am The Law" beendeten ANTHRAX nach knapp 90 Minuten ein Konzert, welches fast keine Wünsche offen ließ.   

Irgendwie schade, dass durch die vielen negativen Meldungen die Band vor den „Big 4" Shows fast dem Untergang geweiht gewesen wäre. Umso schöner zu sehen, wie gut ANTHRAX diese Krise hinter sich gebracht haben und mit neuer Stärke wieder da sind. Auch wenn an diesem Abend Charlie Benante durch Ex-SLAYER/TESTAMENT Drummer Jon Dette ersetzt wurde, hatte die Band keinerlei Ausfallerscheinungen und zeigte sich bereit für die kommende Tour im Vorprogramm von MOTÖRHEAD. (Laut Scott Ian ist Charlie aktuell verhindert, da er sich um einige persönliche Dinge kümmern muss. Erst im Juli dieses Jahres verstarb Charlies Mutter.)

Anthrax - Joey Belladonna Anthrax - Frank Bello

ANTHRAX ist in jedem Fall eine Liveband, welche leider immer noch stark unterschätzt wird. Ich habe selten ein so intensives Hallenkonzert erlebt, bei dem die Stimmung geradezu explodiert. Ein großer Grund hierfür wird wohl der sein, dass die Band nach wie vor in relativ kleinen Konzertsälen spielt und dadurch die Nähe zu den Fans nicht verliert. Ähnlich intensiv müssen wohl die ersten METALLICA Shows gewesen sein. Abgesehen davon ist Joey Belladonna, zumindest in meinen Augen, wohl einer der unterbewertetsten Sänger der Szene. Nach wie vor klingt der Gute genauso wie früher und schwächelt stimmlich kein bisschen. Lediglich die Bühnenperformance ist nicht mehr so wild wie früher. Damit reiht er sich in die relativ kurze Liste von Sängern ein, welche auch in hohem Alter ihr Niveau von früheren Zeiten halten können. Zusätzlich dazu zeigt er sich sehr fanfreudig und begeistert das Publikum mit angetäuschten Crowdsurfingsprüngen, verschenkt ein gerissenes Drumfell von der Bühne aus an einen jungen Fan und fotografiert mit den Smartphones aus der ersten Reihe die Band, bevor er diese wieder zurück an deren Besitzer reicht. Auch der Rest der Band strahlt pure Energie und Spielfreude aus. ANTHRAX sind endlich wieder das, was man sich als Fan wünscht. Eine Band.

Neben der erstklassigen Setlist, der wahnsinnigen Stimmung und dem riesigen Mosh-Pit, könnte man lediglich die etwas kurze Spielzeit bemängeln. Ansonsten bleibt nur eines zu dieser genialen Show zu sagen: MOSH IT UP! (Pascal)

Setlist ANTHRAX :
Worship (Intro)
Earth On Hell
Fight Em Till You Can´t
Caught in a Mosh
Anti-Social (Ende mit Creeping Death Einlage)
Indians
The Devil You Know
In The End (Dimebag Dio Banner)
Deathrider
Be All, End All
Among The Living
Madhouse
Got The Time
N.F.L.
I Am The Law

 


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