vorbericht_rageWeil ich, wie mittlerweile hinlänglich bekannt sein dürfte, ziemlich bekloppt bin – und natürlich weil sowohl RAGE, als auch TÝR und COMMUNIC einfach nur unglaublich gut sind – sehe ich mir das Package heuer bereits zum dritten Mal an. Dieses Mal hat es uns ins schöne Franken, genauer nach Aschaffenburg (Insidern auch als assmonkeycastle ;-) bekannt), verschlagen. Dabei hoffen wir, daß auch dieses Mal so lustig und gut wie die letzten beiden Male wird.





SCAR OF THE SUN

SCAR OF THE SUN konnten mich in Speyer nicht wirklich überzeugen. Sie wirkten auf der Bühne einfach zu statisch und zu unengagiert. In Andernach habe ich mir die Band daher komplett geschenkt, heute muß ich sie mir ja ansehen. Und was soll ich sagen? Offenbar hatten die Griechen bloß Anlaufschwierigkeiten oder waren in Speyer einfach noch von der langen Anreise (Griechenland – Deutschland im Camper) geschlaucht. Heute jedenfalls ist die Band wesentlich agiler als zuvor. So erhalten SCAR OF THE SUN auch nach den einzelnen Songs, die allesamt vom bisher einzigen Album „A Series Of Unfortunate Concurrencies“ stammen, mehr als nur Höflichkeitsapplaus, während der Songs jedoch geht kaum einer mit. Die Band scheint allerdings trotzdem begeistert zu sein und Drummer Thanos Pappas macht während des letzten Songs ein Foto vom Publikum.


live_20120330_0102_kleinlive_20120330_0104_klein


COMMUNIC
Um den Auftritt von COMMUNIC zu beschreiben, würde eigentlich ein einziges Wort genügen: Mächtig. Es ist einfach unglaublich, was diese 3 Männlein auf der Bühne abziehen. Schon beim Opener „A Wayward Soul“ herrscht gleich eine ganz andere Stimmung als bei  SCAR OF THE SUN und es sind deutlich mehr Leute anwesend. Und obwohl die Stimmung schon bei den ersten, neueren, Songs gut ist, wird die Ankündigung von “Communication Sublime“ nochmal besonders bejubelt. Und das zu Recht. Der Song ist einfach der Hammer. Und mit unserem tollen Schild machen wir auch Drummer Tor Atle Andersen eine Freude. Mit „Raven’s Cry“ gibt es anschließend den einzigen Song von „Payment Of Existence“, dem einzigen COMMUNIC-Album, das mir nicht so zusagt. Dafür gibt es mit „Destroyer Of Bloodlines“ zum Abschluß einen der stärksten  Songs von „The Bottom Deep“. Leider, leider ist der Auftritt der Norweger damit auch schon viel zu früh zu Ende und es ist klar: COMMUNIC pissen heute mal wieder über alles.

Setlist COMMUNIC:
A Wayward Soul
Facing Tomorrow
Communication Sublime
Raven’s Cry
Destroyer Of Bloodlines
Flood River Blood

live_20120330_0203_kleinlive_20120330_0209_klein


TÝR
Auch über meine Helden TÝR. Das muß man einfach mal so sagen. Die sind zwar auch sehr gut, aber die Setlist ist mal wieder nicht wirklich nach meinem Geschmack (tja, persönliches Pech). Zwar steigt man mit „The Lay Of Thrym“ stark ein, aber schon „Shadow Of The Swastika“ brauche ich nicht wirklich. Dafür gibt es aber mit „Sinklars Visa“ im Anschluß den besten Song des Sets (auch wenn der leichte Ladehemmungen hat, was für Lacher bei Band und Publikum sorgt). Und auch TÝR kommen in den Genuß eines Insiderschildes von uns, was Sänger Heri erstmal sehr verwirrt bis er dann doch noch die Kurve kriegt und eine assmonkeycastle-Ansage macht. Mit „Hail To The Hammer“ gibt es den einzigen Song der ersten drei Alben, ansonsten stehen nur noch neue Songs der Alben „By The Light Of The Northern Star“ und „The Lay Of Thrym“ auf dem Programm. Das kann ich auf der einen Seite verstehen, da diese Songs live einfach besser umzusetzen sind und die meisten Fans eben diese Songs kennen, auf der anderen Seite finde ich es sehr schade, daß es kein einziger Song der beiden starken Alben „Eric The Red“ und „Ragnarok“ auf die Setlist geschafft hat und mein Fanherz blutet ein bißchen (aber wirklich nur ein bißchen). Insbesondere „Ramund Hin Unge“ würde live auch gut funktionieren. Aber es hat nicht sollen sein.

Setlist TÝR:
The Lay Of Thrym
Shadow Of The Swastika
Sinklars Visa
Flames Of The Free
Hail To The Hammer
Take Your Tyrant
Hold The Heathen Hammer High
By The Sword In My Hand

live_20120330_0310_kleinlive_20120330_0301_klein


RAGE
Zeit für den Headliner. RAGE beginnen ihren Auftritt nach dem Intro „House Wins“ von „21“ (was nach drei Konzerten live genauso nervig ist wie nach dreimaligen Hören der CD) mit dem Titelsong „Twenty One“. Nach „Forever Dead“ und „Paint The Devil On The Wall“ begeistert Peavy mit einer langen Ansage, während der er sich immer mehr in Details verstrickt um sich dann schließlich laut zu fragen “Was erzähle ich hier eigentlich für einen Scheiß?” Mit „Feel My Pain“ und „Serial Killer“ gibt es anschließend wieder zwei neue Songs, letzterer ist der erste Song in der Geschichte von RAGE mit Growls. Da fällt dann auch auf, daß Peavy bei jedem Konzert genau die gleichen Ansagen macht; da könnte er ruhig mal etwas variieren. Immerhin macht auch Victor Smolski relativ viele Ansagen, und der schafft es auch, da etwas Abwechslung reinzubringen. Mit „The Crawling Chaos“ gibt es den einzigen Song von „Black In Mind“. Es ist einerseits ja schön, daß RAGE nicht immer die gleichen Songs spielen, andererseits sind Songs wie “Black In Mind”, „Alive But Dead“, „Sent By The Devil“ „In A Nameless Time“ oder auch “All This Time” eigentlich unverzichtbar. Bei „Eternally“ gibt es dann für das Publikum eine Überraschung, denn für diesen Song betritt COMMUNIC-Sänger Oddleif Stensland nochmal die Bühne und performt den Song mit der Band. Dumm nur, daß er Peavy dabei ein kleines bißchen an die Wand singt. Wobei man Peavy aber zugute halten muß, daß er mit dem Alter eigentlich immer besser wird. Mit „The Fuge“ und „Great Old Ones“ geht der Auftritt von RAGE dann leider schon zu Ende. Aber RAGE wären nicht RAGE, wenn sie nicht noch für eine Zugabe zurückkämen. Da wird dann auch schonmal „We’re Not Gonna Take It“ angestimmt, das vom Publikum extrem laut und langanhaltend mitgesungen wird. Mit „Don’t You Fear The Winter“ gibt es den einzigen echten Klassiker auf der Setlist, denn mit „Soundchaser“ (das man wirklich nicht gebraucht hätte) ist der Auftritt schon zu Ende. Es gibt kein „Higher Than The Sky“, kein „Straight To Hell“, kein „Black In Mind“, kein „Days Of December“ und damit viel zu wenig Klassiker. Dafür aber mit 6 von 11 Songs sehr viele vom neuen Album (wobei das im Vergleich zum Beginn der Tour auch schon etwas zurückgefahren wurde). „21“ ist zwar nicht schlecht, aber weniger ist manchmal mehr.

Setlist RAGE:
House Wins (Intro)
Twenty One
Forever Dead
Paint The Devil On The Wall
Feel My Pain
Serial Killer
The Crawling Chaos
No Regrets
Unity
Eternally
Refuge
Great Old Ones
--------------------------------------------
Empty Hollow
Don’t You Fear The Winter
Soundchaser

live_20120330_0403_kleinlive_20120330_0401_kleinlive_20120330_0409_klein


Der Weg nach Aschaffenburg hat sich auf jeden Fall gelohnt. Zwar habe ich einiges an lustigen Gesprächen verpaßt, da ich pflichtbewußt im Dienste des Neckbreakers unterwegs war, aber es gab auch so wieder viel zu lachen. Das Package RAGE, TÝR, COMMUNIC ist einfach eine großartige Zusammenstellung und es ist echt schade, daß diese Tour nur so kurz ist und hauptsächlich in Deutschland stattfindet. Einen Kritikpunkt habe ich aber noch: Und zwar das Getöse, mit dem deutsche Headliner sich immer aufführen müssen und den Vorbands deutlich schlechteres Licht und oft auch schlechteren Sound (hier zum Glück nicht) zur Verfügung stellen. Gerade heute war das Licht bei den Vorbands extrem viel schlechter als bei den Hauptbands. Außerdem waren die Preise, die RAGE verlangen, teilweise schon hart an der Grenze zu unverschämt. 20 € für eine Soloscheibe von Victor Smolski zu verlangen, die man bei den meisten Händlern für 4,99 € (oder so um den Dreh) nachgeschmissen bekommt läßt einen schon schlucken. (Anne)

Submit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to Twitter
Anmelden

Neckbreaker präsentiert

Neckbreaker auf Facebook

nb recruiting 2015

nb forum 2015

nb gallery 2015