live_20110207_1sodomtour2Ende letzten Jahres verzückten uns SODOM mit ihrem neuen Album "In War And Pieces", dann kam plötzlich die Nachricht vom Ausstieg Ihres Drummers Bobby Schottkowski...das hat sicherlich nicht nur mich überrascht. Doch die Tourdates standen schon und so musste ein neuer Schlagwerker her. Dieser hört auf den Namen Markus "Makka" Freiwald (u.a. VOODOOCULT, DESPAIR).
Als Vorgruppe hat die deutsche Thrash - Legende die Schweden DIE HARD dabei. Doch da SODOM Ihre Wurzeln kennen und immer noch den Kontakt zum Underground pflegen, gaben Sie dem Nachwuchs eine Chance und wählten aus unzähligen Bewerbern eine lokale Vorband aus. In diesem Fall fiel die Wahl auf die saarländischen Thrasher GODSLAVE. Neues Jahr, neues Album, neuer Schlagzeuger - nix wie auf in die Garage nach Saarbrücken!

 

Als GODSLAVE um 19:05 Uhr die Bühne entern ist die Garage noch ziemlich leer. Doch die saarländischen Vorzeigethrasher lassen sich durch nichts beirren und starten direkt mit "Thrashed", dem Opener ihres am 18.03. erscheinenden Albums "Into The Black". Das Teil ist schnell und geht gut ins Ohr. Auch die restlichen neuen Stücke wie "Scholar Eclipse", "Uncut, Unseen, Unrated" und "Insomniaddict" machen Bock auf mehr. Zum Abschluss gibt´s den partytauglichsten und gleichzeitig punkigsten aller Göttersklaven - Songs "Our School" - zu dem dann noch mal die Hüften geschwungen werden.

Genau das Gegenteil stellen DIE HARD dar. Die ultratruen Schweden beginnen mit einem Intro, das aus stumpfsinnigen "Hail Satan!" - Chören besteht. Die rechts und links am Bühnenrand aufgestellten, mit Sensenmännern und umgedrehten Kreuzen verzierten Banner, tun ihr Restliches. Alles halt ziemlich klischeebeladen...musikalisch sind die Burschen aber nicht ganz so garstig, sondern spielen räudigen Black/Thrash Metal mit einer Prise Rock´n´Roll. Ihr Sound erinnert insgesamt etwas an MOTÖRHEAD - rumpelig und dreckig - doch meistens räudiger angeschwärzter Thrash Metal der alten Schule. Ab und an kommen auch schwere, langsame Riffs zum Einsatz, was die Musik ganz stimmungsvoll macht, doch das größte Manko dürfte der Gesang sein. Der erinnert stellenweise schon ein wenig an eine härtere Version von Herrn Kilmister, doch wenn er in Black Metal - Kreischvocals übergeht, nervt er schon. Dann ist es nämlich nur noch ein schwaches, heiseres Krächzen. Insgesamt haben die Stücke gute Parts, können aber nur selten ganz überzeugen. Viele Besucher sehen das scheinbar ähnlich und so gehen auch nur wenige Leute zu der gebotenen Kost ab.

live_20110207_1sodom1Zu Beginn des Sets von SODOM hat sich die Halle dann endlich etwas besser gefüllt. Die Urgesteine eröffnen das Thrash-Feuerwerk mit dem namengebenden Opener des neuen Albums "In War And Pieces". Die Eingängigkeit spricht für das Stück und so schallt es bereits am Anfang aus vielen Kehlen: "...i´m leaving you...in war..and pieces!"

Dem aktuellen Material folgen sogleich Klassiker der Marke "Sodomy & Lust" und "M-16". Sänger/Bassist Tom Angelripper hat die Meute von Anfang an fest im Griff und punktet mit Ansagen wie: "Es könnten mehr Leute sein, aber Ihr seid gut drauf, also machen wir ne kleine Party". Genau diese Lockerheit, die ungekünstelte, natürliche Art, macht diesen Mann so sympathisch.

live_20110207_1sodom3Songs wie "Outbreak Of Evil", "The Saw Is The Law", "The Art Of Killing Poetry" und "City Of God" killen wie die Sau. Die Stimmung ist super, der Moshpit tobt und den drei Herren ist der Spaß am Spielen zu jeder Sekunde ins Gesicht geschrieben. So enthusiastisch und energiegeladen habe ich SODOM noch nicht erlebt. Auch Neuling Markus Freiwald scheint sich gut ins Bandgefüge integriert zu haben und so spielt das Trio einige Stücke schneller als gewöhnlich. Es folgen Hits wie "Der Wachturm", "The Vice Of Killing", die Ohrwürmer "Eat Me" und "Code Red", sowie "Blasphemer" und das punkige "Ausgebombt". Besonders das schwarzmetallische "Blasphemer" vom Debütalbum schraubt der Meute den Kopf ab. Bevor SODOM die Bühne endgültig verlassen, knallen Sie noch die drei Gassenhauer "Remember The Fallen", "Bombenhagel" und "Napalm In The Morning" raus. So findet ein schönes Konzert sein Ende. Mission fulfilled! (Kevin)

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