anathema_band.jpgEs gibt sicherlich einige gute Gründe, an einem Samstag vom Saarland aus nach Köln zu fahren. Aber wenn er besonderer musikalischer Natur ist, gibt es kein Halten! Und im Falle von ANATHEMA ist diese Gegebenheit sicherlich vollends erfüllt - das frisch gepresste, neue Meisterwerk "We´re Here Because We´re Here" erfreute auch im Gros die NECKBREAKER-Redaktion und lässt wie im Review bereits angesprochen, große Live-Taten erwarten.

Also: Auf ins gemütliche Luxor in Erwartung eines XXL-Auftritts (da ohne Vorband) der Liverpooler Melancholie-Rocker - und Leute, es sollte ganz Großes geschehen...

Denn das nahezu ausverkaufte Luxor bot den perfekten Rahmen für ein Konzerterlebnis oberster Kajüte! Selten habe ich so viele Leute auf einem Haufen gesehen, die mindestens die gleiche Vorfreude auf einen Gig hatte, wie ich.

So wurde so ziemlich JEDER Song bei den ersten Tönen bejubelt, beklatscht, mitgesungen - Wahnsinn!  Egal ob der Opener "Thin Air" (auch Opener vom neuen Album), "Deep", "Forgotten Hopes" (beide vom ´99er "Judgement"-Album) oder das wunderbare "Dreaming Light": Es wäre wurschdegal gewesen, was die sechs Liverpooler gespielt hätten, obiges Szenario wiederholte sich ein ums andere Mal.
Klar, dass auch die "Alternative 4"-Hits da nicht fehlen durften; "Inner Silence", "Lost Control" und "Empty" wurden in der Mitte des Gigs verbraten; bei Letzterem konnte sich Vinnie einen Kommentar in Richtung seiner "Three Lions" nicht verkneifen und klagte in gebrochenem Deutsch "Warum kannst du so schlecht spielen Fussball?" - es war also auch Platz für spontane Spässe und Huldigungen an die "Überfans", die sich die Band mittlerweile zum 44. Mal anschauten.

Selbstverständlich durfte auch die wunderbare Lee nicht fehlen, die bei "Angels Walk Among Us", "Temporary Peace" und natürlich dem höchst intensiven "A Natural Disaster" ihre tolle Stimme einfließen lassen durfte - Einmal mehr ist "Gänsehaut" kein Begriff, für das, was mich überkam.

Das magische "Closer", das mit wirrem Blick Vinnie´s vorgetragene "A Simple Mistake" und das von vielen hundert Kehlen mitgesungene "Flying" waren weitere Höhepunkte der Show; ach, was sag ich: Die gesamten 120 Minuten waren ein einziger Höhepunkt!!

Auch die Überbrückung zur ersten Zugabe, "Are You There", die von Danny (übrigens mittlerweile kurz geschoren!) solo in der "Hindsight"-Version vorgetragen wurde, das epische "Universal" und das "Alternative 4"-Doppel "Shroud Of False" mit anschließendem "Fragile Dreams" machten den mehr als besonderen Status dieser Band klar - dabei läuft es für ANATHEMA gerade in Deutschland so gut wie nie zuvor, ein fettes Dankeschön ans Publikum und als Überraschung noch eine hart rockende Version von LED ZEPPELIN´s "Kashmir" - damit hatte NIEMAND gerechnet - es sei denn, man konnte dem Soundcheck beiwohnen Zwinkernd.

Was bleibt dem noch hinzuzufügen? Eigentlich nichts! Eine großartige Band, die nun endlich auf ihre späten Tage die verdienten Lorbeeren einheimst, sollten alle Freunde der melancholischen und ungewöhnlichen Rockmusik einmal live gesehen haben - die nächsten Chancen hierzu gibt´s auf dem SUMMER BREEZE (Yeah!) und der frisch ausgeschriebenen Herbst-Tour. Und was soll ich sagen? Saarbrücken ist mit dabei im Tourplan! (DOPPEL-YEAH!!) (Brix)

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Weitere Bilder wie immer in der Galerie

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