dorolosheim.jpg„25 Years In Rock“! Unter diesem passenden Motto stand das am 19.05. von Rock Im Dorf veranstaltete Konzert in der Losheimer Eisenbahnhalle. Denn nicht nur der Headliner des Abends, oder soll ich besser sagen die Headlinerin, Doro Pesch, sondern auch die als Special Guest angekündigten RAGE feierten vor nicht allzu langer Zeit ihr 25-jähriges Bühnenjubiläum; DORO bei einer groß angelegten Show in Düsseldorf und RAGE eine Nummer kleiner in Oberhausen. Als Opening Act waren die Franken von SILVERLANE mit von der Partie, die vor kurzem mit ihrem Debütalbum „My Inner Demon“ zu begeistern wussten. Drei tolle Bands an einem Abend, das versprach ein Fest zu werden!

Nach einigen Verzögerungen beim Einlass, der gut eine halbe Stunde später als geplant (und extrem langsam) von Statten ging, betraten SILVERLANE überpünktlich um kurz vor 20 Uhr die Bühne und stiegen mit „The Dark Storm“ in ihr kurzes, dafür aber auch kurzweiliges Set ein. War's zu Beginn aufgrund der Einlassproblematik noch überschaubar vor der Bühne, konnten SILVERLANE mit ihrer engagierten Performance und den tollen Songs im Laufe der Zeit mehr und mehr Leute nach vorne locken, und sich mit Sicherheit einige neue Fans erspielen. Der süddeutsche Sechser um SUBWAY TO SALLY Schlagwerker Simon Michael präsentierte sich selbstbewusst und gut eingespielt, die ausgedehnte Tour im Vorprogramm von LORDI hat in positiver Art und Weise Spuren hinterlassen. Allen voran Sänger Ecki Singer, der eine astreine Performance ablieferte, was Gesang und Posing angeht, zog die Blicke auf sich; wenn nur nicht diese fürchterliche Emo-Frisur wäre ;). Leider reichte die begrenzte Spielzeit nur für fünf Songs, die logischerweise alle vom Debüt stammten, doch die einsetzenden Zugaberufe waren ein deutlicher Beweis dafür, dass SILVERLANE an diesem Abend zu den Gewinnern zählten. 

Setlist:
The Dark Storm
Kingdom Of Sand
Full Moon
My Inner Demon
Flight Of Icarus

live_20090519_01.jpglive_20090519_02.jpg




















Dann war es Zeit für den Special Guest des Abends, von dem man einiges erwarten konnte, schließlich zählen RAGE zu den besten Livebands des Landes, und die schwachen Shows der letzten Jahre kann man sicherlich an einer Hand abzählen. Wie zu erwarten, legten RAGE gleich mit dem Titelsong ihres nach wie vor aktuellen Albums „Carved In Stone“ los, doch was anschließend kam, sollte ganz schön überraschen. Sagen wir es mal so, die Setlist an diesem Abend war in Sachen Inhalt und Abfolge nicht gerade optimal (um das Modewort suboptimal an dieser Stelle zu vermeiden). Gleich nach „Carved In Stone“ legten RAGE das Medley aus ihren beiden größten Hits „Higher Than The Sky“ und „Don't Fear The Winter“ nach, das man eigentlich ganz zum Schluss erwartet hatte, und das seine Wirkung zu diesem frühen Zeitpunkt verfehlte. Mal davon abgesehen, dass Medleys eh ganz großer Mist sind! Anstatt einer ausgewogenen Best Of Show, gab's in der Folge eine ganze Menge von den beiden Alben „Unity“ und „Soundchaser“ zu hören („War Of The Worlds“, „Set This World On Fire“, „Down“, „All I Want“, „Soundchaser“), was nicht nur für meinen Geschmack viel zu viel des Guten war. Auch der „Speak Of The Dead“ Klassikausflug „Innocent“/“No Regret“, hätten sich RAGE getrost sparen könne, das Orchester vom Band war sowieso kaum zu hören. Stattdessen „Kill Your Gods“ und „Speak Of The Dead“, und es wäre vor der Bühne richtig abgegangen. Die Spitze der Peinlichkeit wurde dann beim deutschen Schlager „Gib Dich Nicht Auf“, dem schlechtesten RAGE Song aller Zeiten, erreicht. Wann merken die drei RAGE'er eigentlich endlich, dass dieser Song der totale Müll ist, den kein Mensch hören will? Was sich jetzt wie ein total mieser Auftritt ließt, hat im Großen und Ganzen zwar dennoch Spaß gemacht, zum einen weil Band und Publikum gut drauf waren und zum anderen weil die abschließende Hammerversion von „Straight To Hell“ sehr positiv in Erinnerung geblieben ist, eine Sternstunde in Sachen RAGE war dieser 1-stündige Gig aber definitiv nicht.

Setlist:
Carved In Stone
Higher Than The Sky/Don't Fear The Winter
War Of The Worlds
Set This World On Fire
Down
Innocent
No Regret
All I Want
Gib Dich Nicht Auf
Soundchaser
Straight To Hell

live_20090519_03.jpglive_20090519_04.jpg




















Nach dieser Portion RAGE wurde die Bühne erneut zu einer Großbaustelle umfunktioniert, und für die Besucher bedeutete das eine halbe Stunde lang AEROSMITH aus der Konserve zu lauschen, außer irgendeinem Best-Of Sampler der Luftschmiede schien den ganzen Abend über nichts anderes verfügbar zu sein, aber das nur am Rande. Aber irgendwann hat jede Umbaupause ein Ende, und irgendwann nach 22 Uhr legte DORO gemeinsam mit ihrer Band mit dem furiosen Doppel „Earthshaker Rock“ und „I Rule The Ruins“ los, um in den folgenden knapp 2 Stunden ein Hitfeuerwerk abzuliefern, das sich gewaschen hat, und das man in ähnlicher Form eigentlich auch von RAGE erwartet hatte. Klar, das das Stimmungspegel bei diesen beiden Krachern zu Beginn gleich einen ersten Höhepunkt erreichte, dem einige weitere folgen sollten. Es ist immer wieder erstaunlich, wie mitreißend DORO Konzerte sind, auch wenn Frau Pesch im Grunde genommen immer nur die selben Klassiker wie“True As Steel“, „Für Immer“, „All We Are“ oder „Love Me In Black“ spielt, um nur mal die Bekanntesten zu nennen. Überraschungen gab's so gut wie keine, vielleicht war „Fight For Rock“ nicht unbedingt zu erwarten. Auch die drei gespielten Songs des neuen Albums „Fear No Evil“ („Night Of The Warlock“,  „Herzblut“, „On The Run“) fügten sich gut ins Programm ein; zusätzlich hätte ich von den neuen Songs auch noch mit „Celebrate“ gerechnet. Jeder Song ein Treffer, wenn nur nicht das mal wieder stinklangweilige Drumsolo gewesen wäre. Auch sonst (Ansagen, Posen etc.) war alles wie immer, zwei Stunden DORO machen einfach Spaß, und dass sich Fräulein Pesch unmittelbar nach dem Konzert für Autogramm- und Fotowünsche zur Verfügung stellte, ist der beste Beweis dafür, dass das platte Gerede von „You're My Family“, ihr tatsächlich wichtig ist. Von daher schließe ich mit folgender Feststellung: DORO Shows waren gut, sind gut und werden es immer bleiben, solange die kleine Dame mit der großen Stimme dieses charismatisches Auftreten beibehält. (Maik)

Setlist:
Earthshaker Rock
I Rule The Ruins
Hellbound
You're My Family
Night Of The Warlock
Burning The Witches
Metal Racer
Herzblut
True As Steel
Above The Ashes
On The Run
Drumsolo
Hellraiser
Burn It Up
Für Immer
Breaking The Law
All We Are
Fight For Rock
Always Live To Win
Love Me In Black
Metal Tango
Fight

live_20090519_05.jpglive_20090519_06.jpg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
Weitere Bilder findet ihr wie immer in unserer Galerie!

 

Submit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to Twitter
Anmelden

Neckbreaker präsentiert

Neckbreaker auf Facebook

nb recruiting 2015

nb forum 2015

nb gallery 2015