Ein Wahnsinnspaket hat sich zu den Icebreaker Festivals 2005 zusammengefunden - viermal Metal vom Feinsten soll die Turbinenhalle erschüttern - und dem Ruf sind viele gefolgt, denn mit knapp 2000 Zuschauern dürfte die Halle an der Kapazitätsgrenze sein - mit anderen Worten: gerappelt voll war's.

Den Anfang durften die Kostümfreunde von LORDI machen - und die liessen sich erst einmal richtig Zeit - satte 20 Minuten später als erwartet gingen erstmals die Lichter an diesem Abend aus und ein Bandmitglied nach dem anderen betrat unter tosendem Jubel die Bühne - bis nach den ersten Takten von "Get Heavy" der Meister selbst auftrat. Ein Wunder, wie LORDI auf den sicher 20 cm hohen Plateustiefeln über die Bühne stakst - jedenfalls hatte er stimmgewaltig und mit markanten Posen sofort alles im Griff und feuerte mit Songs wie "Blood Red Sandman" oder "Devil Is A Loser" von den bislang zwei Studioalben ein "best-of" ins Publikum, das sich gewaschen hat. Und der gute alte Rock'n'Rolf von RUNNING WILD muss sich umschauen - denn LORDI zieht sich ungelogen nach JEDEM Song um - Mal als Sandmann mit Schlafmütze, mal als Metzger (zu "Pet, The Destroyer") oder auch als Fledermaus bei "Devil Is A Loser".
Mit ihrem Durchbruchs-hit "Would You Love A Monsterman" ist die Show nach genau 30 Minuten auch schon wieder vorbei - Fazit: die Show sollte man mal gesehen haben, die Songs selber ziehen live nur bedingt - auch wenn die Band durchaus ambitioniert und freudig bei der Sache war.

Setlist Lordi:

Get Heavy
My Heaven Is Your Hell
Blood Red Sandman
Children Of The Night
Pet The Destroyer
Devil Is A Loser
Would You Love A Monsterman



Nachdem die Bühnencrew ungefähr den Inhalt von zehn Übersee-Containern an LORDI-Equipment in Rekordzeit von der Bühne geschafft hatte, betraten die Griechen von FIREWIND die Halle. Die Power Metaller hinter dem jungen Gitarrenhexer Gus G. brillieren regelrecht an Frische, Spielfreude und fettem Sound - einzig Sänger Chity wirkt etwas zu bemüht im Kontakt mit dem Publikum und macht etwas zu oft Werbung für das aktuelle Album "Forged In Fire" - aber die Songs können für sich überzeugen.
Keyboarder Bob filmt zwischenzeitlich begeistert "seine Jungs" und spielt ausgiebig Luftgitarre neben einem über die Saiten flitzenden Gus G. - dass eine Band am Auftritt und an der Reaktion des Publikums so viel Spass hat, sieht man selten - dass FIREWIND vor 2000 Leuten spielt, ist vermutlich noch ähnlich selten - und auch hier ist nach genau einer halben Stunde bereits wieder Schluss - die applaudierende Menge hätte aber durchaus Lust auf mehr gehabt. Merken sollte man sich die Jungs mit diesem Potential auf alle Fälle.

Setlist Firewind:

Beware The Beast
Kill To Live
The Forgotten Memory
Instrumental / Between Heaven And Hell
I Am The Anger
Tyranny


Um den Auftritt der Finnen von THUNDERSTONE vorzubereiten, hat die Bühnencrew diesmal erheblich weniger zu tun - trotzdem dauert es auch hier genau die Viertelstunde, bis alles parat steht - und das Quintett um Shouter Pasi Rantanen ihren straighten Power Metal und vor allem ihr frisch aus der CD-Presse stammendes Album "Tools Of Destruction" vorstellen kann.
Was hat der Kerl für eine Energie und Bühnenpräsenz! Kaum eine Sekunde steht Pasi an einem Fleck - ist immer in Bewegung und legt eine Spielfreude an den Tag, dass er alleine schon das Publikum mitreißen würde - zudem stimmt größtenteils die Stimmgewalt - und auch das Songmaterial kann sich ebenfalls sehen, pardon: hören lassen - da stört es nicht, dass die Ansagen zwischen den Songs kaum bis gar nicht vorhanden sind - einzig Gitarrist Nino Laurenne kann es sich zwischendurch nicht verkneifen, auch ein wenig Werbung für besagtes Album zu machen.
Das Material vom aktuellen Output bildet den deutlichen Schwerpunkt in der Setlist, aber auch die etwas älteren Stücke wie "Forth Into The Black" und vor allem "Until We Touch The Burning Sun", mit dem sich die Band nach einer Dreiviertelstunde unter tosendem Applaus verabschiedet, gehören zur Oberklasse.
THUNDERSTONE sind definitiv eine Band, die man im Auge behalten sollte - wer dem bereits stark nach HAMMERFALL-lechzenden Publikum derartige Begeisterungsstürme zu entlocken kann, spricht für sich!

Setlist Thunderstone:

Tool Of The Devil
Without Wings
Forth Into The Black
Liquid Of The Kings
Let The Demons Free
I Will Come Again
Eyes Of A Stranger
Until We Touch The Burning Sun



Für den Headliner wird die Bühne einfach nur leer geräumt - doch halt - die Monitorboxen am vorderen Bühnenrand werden mit Pappmaché in Eisblöcke verwandelt - und als um Punkt 22 Uhr das Licht ausgeht und sich der bislang die Bühne abschließende Vorhang lüftet, wird eine imposante Eislandschaft analog dem aktuellen Albumcover sichtbar. Auf der nun mehr als doppelt so großen Bühne ist viel Platz für die fünf Nordlichter - und den nutzen Sänger Joachim und seine Musiker reichlich aus - gerade die beiden Gitarristen Oscar und Stefan nehmen jede sich bietende Gelegenheit zum ausgiebigen Posen und gemeinschaftlichen Headbangen wahr. Die Setlist ist wirklich ordentlich geraten und erstreckt sich über alle bisherigen Werke - Abgesehen vom Opener "Secrets" heizen HAMMERFALL dem Publikum dann erst mit älteren Krachern in Form von "Renegade" und "Let The Hammer Fall" ordentlich ein - was allerdings gar nicht nötig gewesen wäre - das Publikum ist ohnehin bereits außer Rand und Band.
Leider meinen die Jungs es auch ein bischen zu gut und haben die Lautstärke so weit aufgedreht, dass nicht mehr alles wirklich klar rüberkommt - zudem darf man sicher geteilter Meinung über das "metallische Outfit" (besonders hervorstechend Bassist Magnus Rosén) sein. Auch das etwas zu lang geratene Drumsolo gehört bei den "kleinen Mängeln" erwähnt - auch wenn Drummer Anders durchaus eine Menge auf dem Kasten hat, was die kurze Einlage von JUDAS PRIEST's "Painkiller" während des Drumsolos beweist.
Ohne Unterlass feuern HAMMERFALL danach wieder die Klassiker in die Menge - "Glory To The Brave" (leicht übersteuert) oder "Hammerfall" verfehlen ihre Wirkung nicht.
Auch wenn Joachim zwischendurch gern die Interaktion mit dem Publikum sucht (Stichwort: "Mitsingspielchen") oder mit Gitarrist Stefan seine Scherzchen treibt - das Ganze wirkt nach der überragenden Spielfreude von THUNDERSTONE leider etwas aufgesetzt. Und auch Oscar läuft des öfteren mit DigiCam über die Bühne um Fotos (vornehmlich vom Drummer) zu machen.
Aber dafür entschädigen die hochwertigen Songs - und da können durchaus auch die neuen Tracks "Knights Of The 21st Century" und "Hammer Of Justice" mithalten.
Zwei Zugabenblöcke gewähren HAMMERFALL - und haben sich beim zweiten ein "besonderes Schmankerl" aufgehoben - die Gewinnerin eines Karaokewettbewerbs, die sich zu "Blood Bound" ebenfalls hinters Mikro stellen darf - das man aber (wohlweislich?) kaum aufgedreht hat, so dass von ihrer Performance außer ein wenig rhythmischem Mitwippen nicht viel zu merken ist.
Mit "Hearts On Fire" sind HAMMERFALL dann gegen 23:50 Uhr auch am Ende des Auftritts angekommen, haben alles in allem eine solide Show abgeliefert, die aber ohne den HAMMERFALL-Bonus beim Publikum objektiv verglichen nur knapp vor den Vorbands gelandet ist.

Setlist Hammerfall:

Secrets
?
Renegade
Let The Hammer Fall
Living In Victory
The Templar Flame
Drum Solo
Riders Of The Storm
Glory To The Brave
Hammerfall
Destined For Glory
Knights Of The 21st Century
Hammer Of Justice
Crimson Thunder
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Templars Of Steel
Heeding The Call
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Blood Bound
Hearts On Fire

(Naglagor)









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