live_20110714_0001Im letzten Jahr feierte das DONG OPEN AIR seinen 10. Geburtstag. Doch auch im 11. Jahr seines Bestehens, wird nicht gekleckert, sondern geklotzt, und so ist das diesjährige Festival das Dong der Superlative: Es ist das bisher längste Dong mit dem internationalsten Programm (Bands aus 9 verschiedenen Nationen treten auf), den meisten Bands und den hochkarätigsten Headlinern seiner Geschichte. Außerdem hat man auch die Örtlichkeiten verfeinert und kann mit der größten Bühne und dem größten Zelt (oder ist es tatsächlich nur breiter geworden?) seiner Geschichte glänzen. Daneben gehört das Dong vermutlich bundesweit zu den günstigsten Festivals und ist auf jeden Fall eines der Festivals mit der schönsten Aussicht und der familiärsten Atmosphäre. Zudem ist es wohl eines der ganz wenigen Festivals, die einen Bildband über sich herausgebracht haben (gibt es überhaupt ein anderes Festival, das das gemacht hat? Vermutlich Wacken…von denen gibt es sicher auch Klopapier und Antibabypillen mit Wacken-Logo…). Und nicht zuletzt war die 11. Ausgabe des sympathischen Festivals auch die mit Abstand nasseste.

 

 

Zum ersten Mal in seiner Geschichte findet das Dong Open Air als dreitägiges Festival statt. Dies war wohl von vielen Fans gewünscht worden, wird von einigen aber auch kritisch gesehen. Ich persönlich verspüre vor allem Unbehagen beim Gedanken an 3 Tage ohne Dusche. Nunja. Ich bin halt nicht wirklich Metal.

Einen Vorteil hat das ganze aber: Da die Bands am Donnerstag erst abends um 18:00 anfangen, muß man nicht so früh aufstehen, um noch einen guten Platz zu bekommen. Und so können wir nach gemütlicher Fahrt auf einem Parkplatz so weit vorne wie seit Jahren nicht mehr parken. Einziger Kritikpunkt hier: Warum wird der Parkplatz entlang der Zufahrt von hinten aufgefüllt? So müssen die zuerst gekommenen am weitesten Schleppen. Denn die wunderbare neue Einrichtung auf dem Dongberg, die allseits beliebte Treppe, kann in diesem Jahr nicht benutzt werden. Aufgrund der Love Parade-Tragödie im letzten Jahr gilt die Treppe als zu eng und als Fluchtweg ungeeignet und muß daher bei Großveranstaltungen gesperrt werden. Das ist zwar leicht sinnfrei, da die Treppe weder der einzige, noch der naheliegenste (tatsächlich ist sie der am weitesten entfernte) Fluchtweg ist, aber Auflagen sind Auflagen, an die sich auch die Organisatoren des Dong halten müssen.

So geht es denn nach alter Väter Sitte den Serpentinenweg hinauf. Da der seit letztem Jahr asphaltiert ist und wir mit Sackkarre ausgestattet sind, ist das raufschleppen der Habseligkeiten auch kein großes Problem. Das erwartet uns dann aber auf dem Gipfel des Dongberges in Form einer sehr steifen Brise, die das Zeltaufbauen zum Kraftakt macht. Zusätzlich ist der Boden auf der Halde in diesem Jahr so hart, dass man die Heringe kaum in den Boden bekommt (und das, obwohl man sie dort sonst mit der Hand hineindrücken konnte). Selbst mit Gummihammer erreicht man nicht viel. Da muß schon richtig hartes Metall ran. Rundherum beginnt das große Fluchen. Nachdem wir mit dem Aufbau fertig sind, beginnt es auch noch zu regnen. Zusammen mit dem kalten Wind ergibt das ein extrem ungemütliches Klima, das sich nur im Zelt aushalten lässt. Während also die ersten Pavillons und Zelte ihren Weg in die ewigen Festivalcampinggelände antreten, wartet alles nur auf den Einlaß, um im großen Zelt vor Wind, Regen und Kälte geschützt die ersten Bands abzufeiern.

 

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