| Skeletonwitch + Warbringer + Angelus Apatrida (29.08.2010 - Saarbrücken) |
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Den Startschuss des Abends gaben allerdings ANGELUS APATRIDA. Die spanische Jungformation veröffentlichte im Juni ihr bereits drittes Werk „Clockwork“, welches bei mir gut abschneiden konnte (Bericht hier), weshalb ich mich auch sehr auf diesen Einstieg in den Abend freute. Leider hatten es die Jungs in dem kleinen Club der Saarbrücker Garage nicht gerade leicht. Während ihrer Spielzeit füllte sich die Location erst langsam mit Besuchern und vor der Bühne herrschte gähnende Leere. Den Besuchern war anzusehen, dass ANGELUS APATRIDA überwiegend Unbekannte waren und das dargebotene Material erst einmal ausgetestet wurde. Doch gleich nach dem Opener des aktuellen Albums „Blast Off“, welches mit pfeilschnellen Riffs auftrumpft, stellte sich bei den meisten ein synchrones Kopfnicken ein. Die Jungs haben einen ordentlichen Einstieg gefeiert und konnten mit ihrem TESTAMENT und MEGADETH inspirierten Material durchaus überzeugen. Immer wieder versuchte Frontmann Guillermo Izquierdo das Publikum zu animieren näher zur Bühne zu kommen und sich etwas zu bewegen, doch leider hatte er damit recht wenig Erfolg. Dabei hatte es das dargebotene Material wirklich in sich. Routiniert spielten sich die Spanier durch ihre Setlist und konnten sich mit Songs wie „Of Men And Tyrants“ oder „Clockwork“ von ihrem neuen Output sicherlich den ein oder anderen neuen Fan erspielen. Bei dem letzten Song des Abends ließen sich aber wenigstens noch zwei junge Männer hinreißen sich vor die Bühne zu stellen und ein wenig die Matte zu schwingen. Musikalisch empfand ich die Herren als perfekten Einstieg. Das Publikum war leider noch sehr verhalten, was sich bei den mittlerweile etablierten WARBRINGER aber sehr schnell ändern sollte. (Sebastian)
Nach dem spanischen Anheizer wird’s gleich um weitere 10 Grad wärmer, denn jetzt kommt Bewegung in die Bude! WARBRINGER betreten innerhalb eines halben Jahres zum zweiten Mal die Bühne des kleinen Clubs und die Fans erinnern sich! Jetzt geht nämlich so richtig die Post ab. Was die Amis hier auf die Bretter bringen ist nicht weniger als ein pures Inferno, man sieht selten Bands, die den Großteil des Jahres auf Tour sind und sich trotzdem bei jedem einzelnen Gig den Arsch so aufreißen! Sänger John Kevill ist bis kurz vor knapp noch am Merchstand, um mit den Fans zu plaudern, nur um eine Minute später die Tore der Hölle zu öffnen und die 100 Anwesenden mit brutaler Gewalt in den Schlund zu prügeln. „Total war“, „Combat shock“, „Severed reality“, das gottgleiche „Jackal“, „Living in a whirlwind“ und der ganze verdammte Rest könnte man als Kriegswaffen einsetzen und jeder Konflikt hätte sich schnell erledigt!
Die Reihen sind schwer gelichtet, als SKELETONWITCH auf die Bühne treten. Das ist allerdings niemand so egal, wie der Band selbst, denn vom ersten Ton an wird geholzt, was das Zeug hält und man merkt schnell, wie gut die Kombination WARBRINGER und SKELETONWITCH funktioniert! Die zwei Bands nehmen sich nämlich gar nichts in Sachen aggressiver Show, die Ärsche der Jungs müssen nach dem Gig sicher eine Weile auf Eis ruhen, so sehr wurden sie aufgerissen.
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