Der Wahnsinn, was einen Aufstieg TRIVIUM seit ihrem ersten Album hingelegt haben. Von einer guten Band zu DEM Aushängerschild einer ganz neuen Metalbewegung, die Heerscharen von jungen Fans für die beste Musik der Welt begeistert. Nach ihrem Killeralbum „The crusade“ waren dann auch alle Hardcore Elemente geschasst und der Metal regiert!
Die Band setzte sich eine Tour zusammen, die besser nicht hätte sein können. Die von TRIVIUM selbst entdeckten jungen Durchstarter SANCTITY gemeinsam mit der Thrash Legende ANNIHILATOR, auf die man seit Jahren vergeblich gewartet hatte. Ein Package, das unglaubliches verspricht und noch viel mehr einhielt! Schon um 15:30 kamen wir vor Ort in Wiesbaden an, um ein Interview mit TRIVIUM Basser Paolo zu machen (folgt). Nach getaner Arbeit war dann erstmal Rückbesinnung zu den Urinstinkten angesagt: Futtersuche. Ein lecker Schnitzel (ätsch Paolo, sorry, Insider) und ein Bummel durch die schöne Wiesbadener Innenstadt später ging’s dann auf in den Schlachthof, um sich die Birne wegfegen zu lassen.

SANCTITY lieferten kürzlich auf ihrem Debütalbum auf Roadrunner Records, „Road to bloodshed“ ein Feuerwerk an Musikalität, Thrash, Power und Dynamik ab! (Nachzulesen hier). Was auf CD schon überzeugt, knallt einen live völlig um! Diese jungen Purschen (ja, da steht ein P) rocken wie die Wildsau über die Bühne des Schlachthofs und lassen so manchen alten Hasen sehr blass aussehen. Dies Band wird’s weit hinaus schaffen, das ist sicher!
Die Songs der Platte kommen live sehr gut an, die Masse von geschätzten Tausend nimmt SANCTITY vom ersten Ton an fantastisch auf, als wäre bereist der Headliner auf den Brettern. Die Jungs haben sich das fette Grinsen im Gesicht redlich verdient! Hier merkt man einfach in jeder Sekunde, was in ihrem Leben Priorität hat: der Metal! Es wird gebangt, dass die Fetzen fliegen und Leadgitarrist Zeff post mit Sänger Jared um die Wette, ein Sieger ist nicht aus zu machen. Leute, legt euch das Album dieser Newcomer zu und geht zu einer Liveshow, hier wird euch das Hirn weg geblasen! GENIAL!



Wie lange musste man vergeblich auf eine Tour der Legende warten. Jeff Waters endlich wieder auf deutschen Brettern mit einem genialen Album im Gepäck und rund erneuerter Hintermannschaft. Die zweite Klampfe übernimmt von nun an Sänger Dave Padden und am Bass kurbelt sich ein 17 jähriger Bursche die Rübe vom Rumpf, in dem Jungspund steckt eine Power, meine Güte. Hinter den Drums sitzt ein Heimkehrer, Saarländer Alexander Landenburg, der nun souverän mit einem frechen Grinsen im Gesicht die Songs einer Legende trommelt!
Der Beginn wurde mit dem neuen Song „Operation Annihilation“ als bestem der neuen CD „Metal“ gemacht, gesungen von Mr. Waters persönlich! Es folgte „Clowns parade“ und das war’s auch schon mit neuen Tracks. Neben „Lunatic asylum“ (oder war es "Blackest day"? *schäm*), das live um so vieles mehr krachte als auf „Waking the fury“, kommen noch „Set the world on fire“, das großartige "Refresh the demon", „The fun palace“, „Never neverland“, das übermächtige, mit Unterstützung von Corey Beaulieu gezockte „King of the kill“ und zum grandiosen Abschluss der Hit schlechthin „Alison Hell“, mit Extra Backup Chor der SANCTITY Jungs. Padden am Mikro scheint nun endgültig etabliert zu sein, leistete er sowohl am Gesang als auch an der Gitarre vorzügliche Arbeit. Auch wenn man das typische Fünfergespann irgendwie vermissen mag, so geht’s auch, und alle Augen richten sich eh stets auf Meister Waters ;-).
Dem war die Freude an zu sehen, endlich wieder auf Tour zu sein, Die Gelegenheit, mit der Band der Stunde, TRIVIUM, auf Europatour zu gehen, könnte für ANNIHILATOR ein Schritt zurück zu alter Größe bedeuten, die Musik dafür war immer da. Mr. Waters Kraft scheint wie Samson mit seinen Haaren zu wachsen, glänzt der Gitarrengott doch wieder mit Schulterlangem Haar. Der Ausfall einer Gitarre während des Sets tat nicht weiter was zur Sache, die Menge ging steil und bangte sich, ob jung oder alt die Rübe zum höllischen Groove der Band in medizinisch bedenkliche Verfassung. Einfach genial, einfach göttlich, einfach perfekt! ANNIHILATOR is on the rise again!!




Die Band der Stunde, ach, was hat man alles über TRIVIUM gehört. „Die beste Metalband der Welt“; 2kleine Möchtegern Metalcore Kiddies“; „fantastische Musiker, die den Metal wieder an die Spitze bringen“; „gehypte Nichtskönner, die gegen alles anstinken, was mehr als 5 Jahre auf dem Buckel hat“ und so weiter und so fort.
Als die jungen Purschen (ja, an diesem Abend wimmelte es auf der Bühne nur so vor jungen Musikern, oder ich werd einfach nur alt…) die Bretter entern, dachte ich erst, ich wär im falschen Jahrzehnt. Sowohl Sänger Matt Heafy, als auch Basser Paolo, der beim Interview schon mit ultra kultigen Schlangenleder Cowboy Stiefeln glänzte, trugen hautenge Stretch Jeans und sahen aus wie Kinder der 80er. Das ist ein gutes Zeichen!!
Los gings gleich mit ein paar Songs der letzten Scheibe „The crusade“, darunter die Hits „Ignition“ und „Entrance of the conflagration“. Ganz schnell wurde klar, dass die Band jeglichen Ruhm verdient, den sie in letzter Zeit im Affenzahn sammeln. Natürlich steckt auch verdammt viel Hype in der Geschichte, aber es wären keine Tausend Menschen nach Wiesbaden gekommen für eine miese Band, nur weil sie in allen Gazetten steht, nicht für den Eintrittspreis von stolzen 28 Euro!
Ich gebe zu, mit den alten Songs nicht wirklich vertraut zu sein, man merkt aber ganz deutlich den Wandel, den TRIVIUM zum letzten Album hin gemacht haben. Gitarrist Corey übernahm die übrig gebliebenen Hardcore Shouts der älteren Songs, was die Fans in Verzückung trieb, die mit der neuen, an METALLICA angelehnten Singweise von Fronter Matt Heafy nicht so klar kommen. Unterstützt wurde Heafy bei den cleanen Parts von Basser Paolo, was nach einem Jahr fast durchgehend auf Tour über die ganze Welt durchaus zu verschmerzen war. Die Tour Routine hat aber auch sein Gutes, die Soli des Gespanns knallten versiert und technisch perfekt durch die Boxen.
Humor bewiesen die Jungs bei der Zugabe, als Fronter Heafy mit gereckten Armen zum MANOWAR Gruß ansetzte und die Band ein paar Zeilen von „Fighting the world“ schmetterte, durchaus amüsant, bedenkt man den Stand der Metal „Könige“ in Deutschland zurzeit.
Viel geredet, wenig gesagt, Fazit: TRIVIUM sind eine fantastische Metalband und haben ihren Stand in der Szene durchaus verdient, nicht zu letzt durch solche Auftritte wie der in Wiesbaden. Super!




Ein genialer Abend voll gigantischem Metal ging zu Ende mit einem ganz breiten Grinsen in den Gesichtern der Bands und Zuschauer in einer sehr geilen Location. MacDoof in der Nähe (in dem Jeff Waters nach dem Konzert für über 30 Euro einkaufte ;-)) und direkt am Bahnhof gelegen, was will man mehr?
Ausgeklungen war der Abend für uns in der kleinen Disko im Schlachthof auf einer 80er Party voll stranger Musik und noch seltsameren Menschen, unter denen die Musiker der drei Bands, die nach dem Konzert noch ein wenig Spaß haben wollten, sichtlich auffielen. Herrlich, was ein Spaß!

Mehr Bilder findet ihr wie immer in unserer Galerie. (Bernie)
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