ARCH ENEMY auf Tour! Pflichttermin!! Die Speerspitze des melodischen Schwedentods der Moderne gastierte Sonntag, den 10.Dezember in der Straßburger Laiterie und es stellte sich heraus, dass die Schweden in Frankreich einen ganz besonderen Status inne haben, denn die Laiterie war nicht nur zum Bersten gefüllt, die Franzmänner ließen auch verdammt bös die Sau fliegen. Vor Ort war Bernie, um in den kurzen Wachphasen (Ohnmachtsanfälle gab’s im Minutentakt, dazu später mehr) zu berichten und vor dem Konzert noch einen netten Plausch mit Basser Sharlee D’Angelo zu halten, der Anfang nächstes Jahr veröffentlicht wird, Stay tuned. Ein Wort geht zu Beginn an die Security der Laiterie: DANKE!!!!
In vielen Jahren, nach etlichen besuchten Konzerten habe ich noch nie eine so gut gelaunte, freundliche und aufmerksame Mannschaft bestaunen können! Immer ein Lächeln auf den Lippen, immer hilfsbereit und verständnisvoll, da können sich so einige Firmen mal eine ganz dicke Scheibe abschneiden!!

Zum Anheizen betraten erst einmal die Holländer von TEXTURES die Bretter (MAROON waren nur in Deutschland dabei). Auf Platte geben sich die Jungspunde gleichsam hart und ultra progressiv. Siehe dazu das Review der letzten Platte „Drawing circles“ hier, wo es heißt „TEXTURES haben wohl einfach keinen Bock, richtige Songs zu schreiben und bei aller Anerkennung der fulminanten Leistung der Musiker, besonders viel Spaß bringt „Drawing circles“ nicht, eher Kopfschmerzen. Zweifelsohne gut umgesetzt aber tierisch anstrengend“. Das ist natürlich alles subjektiv einzuschätzen, aber genau so wird es wohl einigen in der Laiterie gegangen sein. Auf der Bühne tobt die Band ordentlich und spielt schon fast beängstigend tight und sauber.
Die Menge ist an diesem Abend schon wahnsinnig aufgekratzt und feiert die Holländer ordentlich ab, schmeißt sich selbst im Pit durch die Gegend und besonders Crowdsurfen hat es den vielen Franzosen und paar Deutschen an diesem Abend angetan. Die Laiterie war eh immer für ihre euphorischen Reaktionen bekannt und toppen es an diesem Abend sogar noch, was später beim Headliner besonders deutlich wurde.
TEXTURES geben sich alle Mühe (besonders der Herr am Keyboard übertreibt es etwas, da er zwischen den paar Tasten, die er für Samples drücken muss, genug Zeit zum „extrem Hampeling“ hat *g* alles nur positiv gemeint ;-)) und werden dementsprechend auch belohnt, aber nicht wenige werden froh gewesen sein, als der Schlusspfiff ertönte, denn mit der Zeit ist die ultrakomplexe Mucke der Jungs einfach nur noch anstrengend.



„AKEMY“, „AKEMY“, „AKEMY“ hört man Hunderte Franzosen plärren, die sehnsüchtig auf Angela Gossow und ihre Mannen von ARCH ENEMY warteten. Dementsprechend laut fällt der Jubel aus, als die Bühne von 4 finsteren Gestalten und einem Sonnenschein bevölkert wird, die gleich mit dem Knaller „Nemesis“ losbrechen. Da kommt Bewegung in die Bude!
Was hat diese Band einen Aufstieg erlebt, seit die schöne, blonde Frau ins Mikro grunzt. Wenn man die Qualität von Songs wie „Ravenous“ oder „we will rise“ betrachtet, dürfte der Kiefer regelmäßig gen Boden stürzen. Wenn man ihre Live Umsetzung mit einbezieht geht der Kiefer auch leicht mal im tobenden Mob verloren. „Neu“ Gitarrist Fredrik Akesson steht seinem Kollegen Michael Amott in rein gar nichts nach und über die Rhythmusgruppe mit Drummer Erlandsson und Kult Basser Sharlee D’Angelo brauch man nicht wirklich viele Worte zu verlieren. Die völlige Perfektion, da sitzt jeder Ton, die Soli pfeifen durchs Ohr und treiben die Glückstränchen in die Äuglein.
Pures Glück strahlt auch der zierliche Mittelpunkt der Band aus, Deutschlands Exportschlager Nummer Eins nach Schweden, eine der schönsten Frauen, die den Heavy Metal je beglückt hat, Angela Gossow! Wer an dieser Frau noch zweifelt, dem fehlen eindeutig ein paar Tassen im Schrank. Wie eine Furie bangt und grunzt das kleine blonde Glück über die Bühne und heizt die Fans zu immer lauteren Reaktionen an. Wer könnte dieser Frau widersprechen, die Menge rastet völlig aus. Immer wieder nett an zu schauen in ihren selbst designten Bühnenklamotten ist Frau Gossow fantastisch bei Stimme und kreischt wie eine Bestie. Dass sich natürlich nicht alles anhört wie auf CD, sollte jedem klar sein, der schon mal auf einem Live Konzert war ;-) Fakt ist, dass Angela ihre Stimme so langsam wirklich gut im Griff hat und damit auch gut und gerne mit den oberen männlichen Vertreter ihres Fachs mithalten kann.
Die Bühnenaufbauten und die Lightshow traten vor allem bei den Soloeinlagen zum Vorschein, wo ARCH ENEMY bewiesen, was sie zu einer der besten Metal Bands überhaupt macht. Soloeinlagen sind nicht von allen geliebt, aber an diesem Abend sollte sich keiner beschweren können. Ein kleines, knackiges Drumsolo von Meister Erlandsson und jeweils ein mit Hintergrundmusik unterlegtes Solo von Akesson und Amott. Besonders letzterer zeigte an diesem Abend wieder seine Spitzenklasse mit gefühlvollen, technisch hochwertigen Soli, die zum staunen und träumen einladen. Dieser Mann hat so viel Gefühl in seinen Händen, wie zig andere zusammen nie erreichen könnten.
Mit „The immortal“ und „Bury me an angel” gab es auch noch ein paar olle Kamellen zu Besten und nach ca. 1,5 Stunden war dieses Hammer Konzert auch leider vorbei. ARCH ENEMY stehen ganz oben, weil sie es verdient haben und es ist noch Luft am oberen Ende, da geht noch was! Mit dieser Band und dieser Frau am Mikro sind die Schweden unaufhaltsam! Mit einem entzückenden und sehr zufriedenen Lächeln im Gesicht verabschiedete sich Frau Gossow und Band in den wohlverdienten Urlaub, danke für diesen Abend!

Setlist: Arch Enemy:
Nemesis
Enemy within
Dead eyes see no future
My Apocalypse
I am legend/Out for blood
Silent wars
Skeleton dance
Drum Solo
Burning angel
The immortal
Hybrids of steel
Fredrik Solo
Bury me an angel
Ravenous
--------------
Michael Solo
Dead bury their dead
We will rise
Outro




ARCH ENEMY in der Laiterie, mit EXODUS in Saarbrücken Anwärter und Gewinner des „Konzert des Jahres 2006“!!!
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