Eternity Magazin
Das JUZ Illingen mausert sich so langsam zur gut besuchten Location für das ein oder andere Heavy Metal Konzert. Der immer noch bestehende Besucher Rekord von knapp 130 Leuten im Januar bei der ICON CD-Release Party konnte zwar nicht gebrochen werden (das musste ich einfach erwähnen…;-)) aber trotz allem fanden sich knapp 100 Leute im gemütlichen JUZ ein, um eine zünftige Party mit drei Bands zu feiern, die unterschiedlicher kaum sein konnten. Den Anfang machten die melodischen Death Metaller von BERSERK INC. Selbstbetitelt als „Space Metal“ dreht sich hier alles um Science Fiction und Reisen durch das Universum. Gleich zu Beginn überraschte der Vierer mit dem sehr melodischen, eingängigen Song „No remorse“, dass sich als neuester Track heraus stellte. Das lässt auf die nächste Platte hoffen, die zum ersten Mal von der ganzen Band eingespielt wird, nachdem bisher Bandkopf Billy Berserker alles selbst übernahm. Nur an den Drums kam ihm dabei immer Wunderdrummer Angelo Sasso zu Hilfe *zwinker*
Der Sound spielte den Berserkern heute leider einen Streich, sodass die Timingschwankungen nicht zwingend auf die Kappe der Band gehen. Vielleicht lag es auch an der unfassbaren Hitze, die im JUZ herrschte, die auf Saunaniveau das Durchhaltevermögen der Zuschauer herausforderte. Soll mal einer sagen, es gäbe in Deutschland einen heißeren Club, Papperlapapp!
Die Hitze kümmerte allerdings die meisten nicht wirklich, die Stimmung war durchweg gut, auch wenn das Publikum in den Pausen lieber verschnaufte als wild Beifall zu grölen. Sänger Billy wusste aber durchaus, wie er die tropfnassen Headbanger noch zum Brüllen brachte. Wieder mal ein sehr schöner Gig von BERSERK INC, der immer mehr auf die erste Bandplatte hoffen lässt, genug Perlen verstecken sich auf jeden Fall im Backkatalog, allen voran die Kracher „Love is a widow“ und „Black embrace“. Da schwitzt man doch gern!

Setlist BERSERK INC.:
Intro: Mars, the bringer of war
No remorse
Gods’ epitaph
Love is a widow
The quest
Black embrace
World of flowers
Fallen heaven
The escape
Sea food
Entering hyperspace



CHEENO spielen nach eigener Aussage “Alternative Power Rock”. Das könnte man durchaus so unterstreichen. Heavy Metal ist allenfalls in kleinen Teilen im Sound des Fünfers erkennbar, das macht aber auch nichts, dieser Abend stand ganz im Zeichen der Abwechslung, und die brachten CHEENO auf sehr angenehme Art und Weise. Angeführt von Power Röhre Jennie, die nicht nur wegen ihres Gesangs wohlwollende Blicke auf sich zog, rockten die Saarländer ordentlich drauf los. Mit ihrer Ex-Band AUTUMNBLAZE haben CHEENO musikalisch gar nichts mehr zu tun. Catchy Melodien mit rockigen und teils hart groovenden Gitarren („Writings on the wall“) sind das Markenzeichen von CHEENO, die beim international bekannten „Emergenza“ Wettbewerb schon einige Erfolge einstreichen konnten.
Ganz im Zeichen der Abwechslung durfte man hier auch ruhig mal ein wenig mit den Hüften wackeln anstatt das Haupthaar in Kreis zu schwingen. Höhepunkte der recht kurzen Show (die Band besteht erst ein Jahr und hat somit noch kein langes Programm) waren zum einen der fast schon opereske Gesang von Jennie bei „Silithium“, der nicht wenige Kiefer gen Boden knallen ließ. Was Jennie hier zeigt ist mehr als beeindruckend, in welche Höhen die Stimme dieser hübsche Dame geht… WOW. Zum anderen überzeugten CHEENO auch noch die letzten Anwesenden, die sich trotz brütender Hitze noch tapfer hielten, mit dem Bandhit „The ruler“, der mit einem sehr eingängigen Lick und Refrain aufwartet. Wer mal ein wenig über den Metal Tellerrand schauen möchte, dem sei CHEENO wärmstens empfohlen!



KARKADAN aus dem Raum Stuttgart drehten dann mal wieder musikalisch alles auf den Kopf, Black/Heavy Metal war nun angesagt. Kein wildes Black Metal Gescheppere, sondern eher groovender, melodischer Schwarzmetall holte auch noch die letzten Reserven aus dem von innen durchnässten Publikum. Die teils flotten, teils ruhigen Songs überzeugten dann auch tatsächlich noch einen Großteil der Leute. Höhepunkt der etwa einstündigen Show war das MEGADETH Cover „Symphony of Destruction“, zu dem dann auch noch der halbe Flur in den frisch gestrichenen Konzertraum flitzte.
Danach wurden die Reihen allerdings leider immer lichter, was eher an der allgemeinen Erschöpfung als an der Qualität von KARKADAN lag, über die man am Ende des Abends nur Gutes hörte. Somit können auch die Stuttgarter diesen Gig als Erfolg abhaken.



Wieder einmal ein sehr schöner Konzertabend, der von Saarländischen Bands angeführt wurde, in einer kultigen, wenn auch anstrengenden Location. Dem JUZ würde eine kleine Belüftungsmöglichkeit ganz gut tun, ansonsten macht es immer wieder Spaß, einen Abend in Illingen zu verbringen. Geile Bands, geiler Abend! Immer wieder gerne! (Bernie)

Mehr Bilder findet ihr natürlich wie immer in unserer Gallerie.
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