Eternity Magazin
Nachdem ihr Konzert im Dezember letzten Jahres glücklicherweise doch nicht das letzte war, luden die saarländischen Metal „Veteranen“ MEMORIAL PARK am 4.Juni zum metallischen Stelldichein ins Saarbrücker Stoneage. Doch die Freude auf den nächsten Gig wich dann doch etwas der Trauer um den LETZEN Gig, denn MEMORIAL PARK gaben nun doch offiziell ihre Auflösung bekannt. Aus überwiegend logistischen Problemen (weit entfernte Wohn- und Arbeitsorte) entschloss sich die Band, die 11 Jahren eine Größe der saarländischen Szene darstellte, dass dies ihr Abschiedskonzert sein wird. Nicht zum Trauern, sondern eher zum ordentlich Abrocken, kamen dann ca. 150 Musikbegeisterte, um ihre Helden zünftig zu verabschieden. Unterstützung bekamen die Alteingesessenen von den Jungspunden DAWN AFTER DEATH, die ihren ersten Auftritt zelebrierten, sowie von BAD IDEA, die zumindest das erste Mal in der Landeshauptstadt spielten.

Los ging’s leider viel zu früh (der Location Inhaber setzte den Konzertbeginn früher an, als zuvor angegeben) mit DAWN AFTER DEATH, weshalb ich nur noch in den Genuss des halben Sets der jungen Truppe kam. Allerdings reichten die paar Songs völlig aus, um mit aufgerissenen Augen die Underground Newcomer des Jahres zu bewundern. Die Band, die witzigerweise sehr stark an TRIVIUM erinnerte (junge Kerle, kurze Haare und mächtig Feuer im Arsch) boten melodischen Death Metal mit modernen Einflüssen. Technisch versiert zockte man sich durch abwechslungsreiche Songs zwischen pfeilschnellem Thrash Metal und groovendem Death Metal. Der harte Gesang von Sänger und Gitarrist Fabian wechselt sich gekonnt mit dem cleanen Gesang des Leadgitarristen ab. Von daher kann man durchaus auch eine musikalische Ähnlichkeit mit den Aufsteigern TRIVIUM erkennen. Auf jeden Fall hat hier eine sehr hoffnungsvolle Band ihren Einstand gegeben, die als junge Band zweifelsfrei noch viel lernen muss, von denen man aber noch viel hören wird!
Und dass sie ordentlich Spaß inne Backen haben, bewiesen die Jungs, als sie als Zugabe den Jingle zu „Happy tree friends“ mehrstimmig zum Besten gaben, bevor zum Abschied eine speedige Version von METALLICA’s „Fight fire with fire“ die letzten Zweifler überzeugte.
Den Namen DAWN AFTER DEATH sollte man sich merken!



Weiter ging’s eher rockig mit BAD IDEA, die ihren ersten Gig in der Landeshauptstadt Saarbrücken bestritten. Die ebenfalls recht junge Truppe rockte ganz im Zeichen der NWOBH und Bay Area zwischen IRON MAIDEN und alten METALLICA. Begonnen mit dem Bandhit „The sin“ feuerten BAD IDEA die über hundert Fans mit rockigem, melodischem Heavy Metal zum Headbangen an. Sänger Schmiddi erinnert mit seiner Reibeisenstimme und der durchsichtigen Explorer nicht wenig an James Hetfield. Um den Helden zu huldigen schmetterten BAD IDEA dann auch gleich noch „The trooper“ und „Seek and destroy“ in die Meute.
Etwas erfahrener als der Opener, waren hier auch die Bühnenpräsenz und die Kommunikation mit dem Publikum besser, dass sich immer mehr aufwärmte.



Gegen 21:30 war es dann soweit… sollte man also tatsächlich das letzte Mal in den Genuss eines MEMORIAL PARK Auftritts kommen? Gerade jetzt, wo die Band mit Sänger Freddy einen super Fronter gefunden hatte, der perfekt mit Sängerin Annika zusammen funktioniert?
Traurig, aber wahr, am 4.Juni wurden MEMORIAL PARK zu Grabe getragen. Dafür gab es aber zum Abschluss noch einmal 1,5 Stunden was auf die Ohren mit melodiösem Death Metal der schwedischen Sorte. In 11 Jahren Bestehen spielten die Saarländer leider nur wenige Gigs, somit wurde aber jeder einzelne genossen und auch im Stoneage wurde die Band zünftig abgefeiert. Songs vom letzten Album „Skies beyond“ als auch vom neuen, noch nicht, aber auf jeden Fall erscheinenden Album wurden zum Besten gegeben. Die neuen Songs überraschen mit einer Stoner Rock Kante, die den Sound der ABnd um einiges erweitert. Bleibt informiert über den Stand des neuen Albums auf www.rockyourass.de.
Dass es das letzte Mal sein würde, spornte die Jungs auf der Bühne besonders an, alles aus sich raus zu holen und noch einmal Gas zu geben. Von Trauer war nichts zu sehn, die komplette Band hatte ordentlich Spaß am Spielen und machten auch untereinander einen fast geschwisterlichen Eindruck, in dem sie sich immer wieder über kleine Späße kaputt lachten. Dass hier nicht immer alles perfekt lief, sondern oft etwas chaotisch, macht die Band nur noch sympathischer.
Der Wechselgesang von Freddy und Annika gehört zu den besten Duetten, die man seit langem hören durfte. Weder weinerliches Gothic Tralala, noch Walküren Geschmetter, Annika überzeugt mit kräftiger Rockstimme und ihr Kollege Freddy wechselt gekonnt zwischen Death Metal Grunts und sauberem Gesang.
Songs wie „Flames of infinity“, „To love is to die“, „Non-Existence” oder das kultige EDGE OF SANITY Cover “Black Tears” wird man schmerzlich vermissen. Eine Schande, dass solch eine Klasse-Band wegen den Widrigkeiten des “Daily Life” aufgeben muss. Bleibt zu hoffen, dass man die Jungs und das Mädel vielleicht in anderen Projekten wieder sehen wird.
Der Weg von MEMORIAL PARK endete also am 4.uni 2006 im Saarbrücker Stoneage… aber mit einem geilen Konzert, dass den 11 Jahren Bandbestehen würdig war.
Von mir und dem Neckbreaker Team ein großes Dankeschön und viel Glück für die Zukunft. Wir sehn uns!!

In Remembrance... R.I.P. (Bernie)



Mehr Bilder sind wie immer in unserer Gallerie zu finden. (Bilder von Max, www.gesichterparty.de, vielen Dank!)
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