Eternity Magazin
Das "Stoneage" in Saarbrücken hat sich in den letztes paar Monaten über seine Funktion als Diskothek hinaus einen guten Namen in Sachen Rock Konzerten gemacht. Unter anderem waren schon Bands wie DRY KILL LOGIC und EKTOMORF zu Besuch in Saarbrücken.
Zum Ostermontag nun lud das "Stoneage" zum gar unchristlich Fest im Zeichen des Metalcore mit FIRE ACROSS TROY, HALF PAST DEAD, ENRAGED BY BEAUTY und NEAERA. Der Termin selbst erwies sich als nicht ganz so günstig gewählt, denn die Disse war mit ca. 170 meist jungen Fans gerade mal knapp zur Hälfte gefüllt. Fast pünktlich um 20:40 entern die Jungs von FIRE ACROSS TROY die kleine Bühne. Zu genau dieser Zeit wurde ich allerdings auch schon in den verzweigten Backstage Raum des "Stoneage" geführt, in dem ich einen netten Plausch mit Stefan und Tobias von NEAERA geführt habe. Somit habe ich leider den kompletten Auftritt der saarländischen Newcomer verpasst. Eine Homepage scheint es auch nicht zu geben, deshalb gibt's hier auch keiner weiteren Infos. Einigen Zuschauern zu Folge wurde moderner Hardcore geboten, den man schon in besserer Form gesehen hätte. Das waren selbstverständlich Zuschauer Meinungen, ich selbst konnte mir leider keine Meinung bilden, das nächste Mal werde ich mir die Band mal genauer anschauen.



Dann betraten die Lokalmatadoren von HALF PAST DEAD die Bretter, für die alleine schon einige Fans gekommen waren. Der Funke brauchte diesen Abend ein wenig länger, um über zu springen, was wohl daran liegen mag, dass die sympathischen Deathcoreler vor kurzem ihren Drummer verloren haben und mit ihrem neuen Mann hinter der Bude erst eine recht kurze Zeit proben konnten. Unter den Umständen gaben die Jungs aus St.Ingbert allerdings alles und knüppelten ihr komplettes "All My Rage Will Rise Today" Album (Review bei Neckbreaker) ins Publikum. Der Dank kam prompt durch ein feines Moshpit in der ersten Reihe. Guter Auftritt mit ordentlich Power und neuerdings schönen Background Shouts, die wieder einmal deutlich machen, dass HALF PAST DEAD noch zu mehr bestimmt sind.



Aus Pirmasens kam die dritte Band des Abends. ENRAGED BY BEAUTY sprangen für die abgesprungenen ESTATE ein und erwiesen sich schon nach den ersten Tönen als würdigen Ersatz. Zurzeit scheint wohl der Drummerschwund zu grassieren, denn auch die Pfälzer standen noch vor kurzem vor einem leeren Drum-Hocker. Der neue Mann ließ aber nichts anbrennen und knüppelte ein ordentliches Set durch. Das Publikum taute auch immer mehr auf und der Pit wurde größer. Sauber gespielt und geil umgesetzt und das mit einem sehr geilen, transparentem Sound, der übrigens bei allen Bands durchweg gut war.



NEAERA werden allerorts von Medien und Presse als DIE Newcomer schlechthin gepriesen. Nun lag es an ihnen, dem saarländischen Publikum zu beweisen, dass sie den Anforderungen auch gerecht werden können. Und das können sie. Schon zu Beginn des Konzerts geht’s rund auf der Bühne und davor. Sänger Benjamin kommt dem Publikum so nah wie möglich und lässt bei jeder Gelegenheit auch mal das Mikro rundgehen und freut sich sichtlich, dass so viele die Songs mitsingen können. Der Gesang, der auf Platte manchmal etwas anstrengend ist, kommt live um einiges besser rüber. NEAERA lassen den Fuß konstant auf dem Gaspedal und dementsprechend viel Bewegung kann man im Pit ausmachen. Hier stimmt alles, gute Liveband und ordentlich Kommunikation mit den Fans.



Es ist erfrischend, zu sehen, dass die meist jungen Fans mit vollem Enthusiasmus dabei sind und sich auch nicht lange bitten lassen, die ersten Reihen voll zu machen. Manchmal wäre man froh, wenn so viel Action auch auf eingesessenen, reinen Metal Konzerten zu sehen wäre.
Auf jeden Fall ein geiles Konzert und es wird nicht das letzte dieser Art gewesen sein. Es geht rund im Saarland. (Bernie)

Alle Bilder von Max (gesichterparty.de)
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