Eternity Magazin
Oh, da bin ich aber etwas zu spät in der Zeche Carl angekommen. Die Belgier PREJUDICE habe ich leider verpasst. Leider weil ich die Band bereits vor einigen Monaten in Bonn gesehen und dort waren sie wahrlich nicht übel. Technisch sind die nämlich voll auf der Höhe.

War aber nicht zu ändern. Weiter ging es dann mit den Tschechen INTERVALLE BIZARRE. Tschechische Bands scheinen ein Faible für progressiven Sound zu haben. Auf dem letztjährigen Fuck The Commerce konnte die Band mich nur bedingt vom Hocker hauen. Nun gut, an dem Abend gefielen sie mir immerhin einen Tick besser. Die Bewegungen vom Sänger sind aber auch interessant anzuschauen. Nicht weniger interessant war übrigens das TERRORIZER-Cover.

Dann war es an HOUWITSER eine echte Duftmarke in Sachen Death Metal zu setzen. Und die holländische Kriegsmaschine enttäuschte nicht. Sänger Stan setzte mit Sturmmaske bekleidet auch optische gleich das Zeichen in welche Richtung es gehen würde :-) Klassischer Death Metal halt. Weder besonders originell noch besonders schlecht :-) Ein guter Gig und die Erfahrungen aus der SINISTER Vergangenheit waren deutlich zu erkennen.

Die Polen DECAPITATED machten im Grunde da weiter wo Hollands finest aufgehört haben. Auch hier stimmte weitestgehend alles. Komisch, ich habe die noch nie live gesehen und trotzdem machten sie einen bühnenerfahrenen Eindruck. Wie kann das denn? Wo habe ich gefehlt? ;-) So richtig Stimmung kam aber trotzdem nur beim NAPALM DEATH Cover "Suffer The Children" auf. Egal, hat gefallen.

Yeah, MONSTROSITY live. Also nochmal das "Imperial Doom" Shirt zurechtgerückt und ab in die Halle. Und dann? Ja dann schien mir der Sound nicht allerbestens zu sein. Jedenfalls kam Sänger Jason Avery alles andere als wuchtig rüber. Als allerfeinste Entschädigung gab es aber das SLAYER-Cover "Angel Of Death" und beim Klassiker "Final Cremation" ging in der Halle sowieso die Post ab. Na das ging ja gerade nochmal gut.

Dann war aber Schluss mit lustig. Die brasilianische Abrissbirne KRISIUN schickte sich an um die Zeche Carl zu zerlegen. Allen voran natürlich der fleischgewordene Drumcomputer Max Kolesne (muss der eigentlich vor jedem Auftritt hochgebootet werden?). Ich glaube alleine sein Drumsolo war ein Großteil des Eintrittspreises von 18 Euro (Abendkasse) wert. Einfach unglaublich. Das Gitarrensolo konnte da natürlich nicht ganz mithalten. Ansonsten gab es natürlich die übliche Hochgeschwindigkeits-Death Metal-Vorstellung. Das war dann nicht mehr zu überbieten...

Dementsprechend schwer hatten es dann DYING FETUS ... zumindest bei mir irgendeine Wirkung zu erzielen. Ein nicht unerheblicher Teil des Publikums feierte die Band aber ganz gut ab und die Bühne verwandelte sich zum Flugplatz für Stagediver. So ganz habe ich die Setlist natürlich nicht gepeilt. Aber groß vom Gig in Wacken sollte der sich nicht unterschieden haben.

Die nachfolgenden VADER habe ich mir dann verkniffen, weil zu oft gesehen und weil der Wecker immer so unverschämt pünktlich am Morgen ist. (Tutti)

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