20160921 interview dean slydigs 00Wir haben uns mit Dean von den SLYDIGS über ihre neue EP und die gemeinsame Tournee mit den legendären THE WHO unterhalten. Lest hier was die Briten zu berichten haben.

Pascal: Wie habt ihr es geschafft einen Support-Slot für die legendären THE WHO zu ergattern?

Dean: Unsere erste Show mit THE WHO war 2014 in der “Liverpool Echo Arena”. Wenn ich mich richtig erinnere, schien es zunächst über Twitter so, als sei das Management von THE WHO an uns interessiert. Ich glaube sie hatten ein oder zwei Videos von uns gesehen, und kamen anschließend auf eines unserer Konzerte in London. Daraufhin spielten wir als Support bei den zwei THE WHO-Konzerten in der „O2-Arena“ in London und ihrer großen „Hyde-Park“-Show. Nach dem Erfolg dieser Konzerte_ wurden wir eingeladen, die Band bei ihrer Nord-Amerika Tournee für zwei Wochen im Mai dieses Jahres zu begleiten.

Pascal: Wie fühlt es sich an mit einer solchen Legende auf Tour zu sein?

Dean: Die Reise über die letzten beiden Jahre war gewaltig. Wägst du das Ganze auf die Stellung eines THE WHO-Gigs ab, wir spielten in Hallen mit einem Fassungsvermögen von 500 bis 1000 Menschen, dann verstehst du das ungeheure Ausmaß unserer Situation. Was natürlich auch schon bei den ersten Shows 2014 der Fall war. Aber ich denke weniger, dass dies so eine Situation ist, wo man sagen würde „Man gewöhnt sich an solche Gigs.“, sondern eher, dass man sich bewusst wird was einen erwartet. Was dir wiederum die Möglichkeit gibt an deiner Performance zu arbeiten und sich auf das zu konzentrieren was wichtig ist. Du sorgst dich nicht mehr darum, von 20.000 Leuten angestarrt zu werden.

Es hat uns die Augen geöffnet. Die Erfahrung auf solchen Bühnen zu spielen zeigt, dass es dort keinen Ort zum Verstecken gibt. Ich denke es drängt dich dazu, ein besserer Performer und Musiker zu werden. Wenn du dann noch solche Reaktionen wie wir bekommst, bist du voller Zuversicht und lässt die Maschine weiterlaufen.

Du musst dir immer vor Augen halten, dass du für eine der großartigsten Live-Acts in der Musikgeschichte eröffnest. Schon allein das gibt dir einen „Schlag ins Gesicht“. Die Aufwärmband für eine solche Band zu sein ist nicht gerade einfach, und man muss sich was einfallen lassen um wahrgenommen zu werden. THE WHO-Fans sind, wie du dir vorstellen kannst, nicht einfach zu beeindrucken. Wenn du für sie spielst, musst du ihnen etwas geben, woran sie sich erinnern. Es ist merkwürdig darüber nachzudenken, aber THE WHO, sowohl als Live- als auch Studio-Band, waren eine große Inspiration für die SLYDIGS. Ihnen jeden Abend dabei zuzusehen, wie sie ihr Ding machen, ist etwas Sehenswertes, gerade als Fan.

Pascal: Hattet ihr die Gelegenheit, die Band zu treffen, und wurdet ihr auf Tour gut behandelt?

Dean: THE WHO und die Leute um sie herum waren immer sehr nett und zuvorkommend zu uns. Du solltest allerdings bedenken, dass viele der Roadies mit THE WHO schon seit ihren Anfängen unterwegs sind, daher sind sie genauso legendär wie THE WHO selbst. Und es ist nur logisch, dass sie die besten Geschichten kennen. Wir sind sehr gut miteinander zurechtgekommen und wir hatten immer viel zu lachen, wenn sie von früher erzählt haben.

THE WHO haben dafür gesorgt, dass wir uns von Anfang an willkommen fühlten. Pete kam am ersten Abend der US-Tour zu uns in die Umkleide, was großartig war. Ein Klassiker eben. Jeden von ihnen umgibt eine Aura. Etwas das sie zu dem macht, was sie sind, wie ich finde. Da ist ein gewisses Charisma in Bands wie dieser, und es spielt keine Rolle ob Sie auf der Bühne sind oder nicht, du weißt es wenn sie im Raum sind.

Pascal: Plant ihr für die kommenden Shows etwas Besonders?

Dean: Wir haben an etwas Material gearbeitet, das wir live spielen werden. Ein oder zwei Songs, die für die Live-Situation überdacht werden mussten. Die Songs, die eine starke Produktion haben neigen oft dazu, live etwas schwierig zu sein. Aber ich bin sehr auf die Reaktionen gespannt. Die neuen Songs sind hymnisch und sollten bei solchen Shows sehr gut funktionieren. Es geht uns immer um die Energie auf der Bühne. Wir sind nicht der Typ Band, der nur die Songs runterspielt. Es geht mehr um die Performance auf der Bühne_ als um die Songs an sich. Wir sind der Meinung, dass die Leute zum „Ausgehen“ kommen, daher ist eine starke Interaktion mit dem Publikum ein Muss. Am Ende kommt es auf beide an, Publikum und Band!

Pascal: Was kannst du mir über eure neue EP “Suburban Confinement” erzählen?

Dean: Der Titel leitet sich von etwas ab, das Louis Bruder über uns geschrieben hat. Adam ist ein angehender Schriftsteller, den wir bewundern. Er hat für uns vor einer Weile was zusammengestellt, das gut passt. Er war von Anfang an dabei und hat all unsere harte Arbeit mitbekommen, außerdem hat er den ursprünglichen Spirit gut eingefangen. Für uns war es immer „Alles oder nichts.“. Ich denke es ist immer wichtig sich daran zu erinnern woher man kommt. Deine Erfahrungen und deine Herkunft formen letzten Endes dein Schicksal. Die EP gibt dir einen Eindruck davon. Es ist eine Vielzahl von Tracks enthalten, die dir einen Blick auf unsere Dynamik als Künstler und Songwriter ermöglichen. 

20160921 interview dean slydigs 01

Die SLYDIGS können aktuell noch live bestaunt werden:

Tourdates:
21.09.16 DE- Köln - MTC
22.09.16 DE- Berlin - Maze
23.09.16 DE- Hamburg - Reeperbahn Festival

Und so war es auf dem Konzert in Oberhausen:

(Quelle Fotos: Pirate-Smile, Konzertfotos: Pascal)

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