Blackbird Interview 00Zum aktuellen Album "Of Heroes And Enemies" haben wir Fritzi und Angus von BLACKBIRD per E-Mail mit ein paar Fragen bombardiert. Dabei ging es ums aktuelle Album, vor allem aber auch um Rock 'n' Roll!

Pascal: Erst einmal ein paar Fragen zum neuen Album „Of Heroes And Enemies". Wie lange haben die Produktion und die Aufnahmen gedauert?


Fritzi: Mit dem Songwriting haben wir schon währen der "On A Mission Tour" 2012 angefangen und sind Anfang 2013 zur Preproduction ins Studio. Die Instrumentalspuren haben wir Mitte 2013 fertiggestellt, und der Gesang war ab Herbst dran. Also ein langer Prozess, aber es hat sich gelohnt.

Pascal: Wo wurde das Album aufgenommen?

Fritzi: Das Album haben wir in den „Sureshot Studios" aufgenommen, produziert wurde es von Daniel Keller und als Co-Producer hat Peter Metzinger uns geholfen.

Pascal: Wer von euch schreibt die Texte und woher zieht ihr eure Inspiration für die Texte?

Angus: Um die Texte kümmert sich eigentlich (was sehr untypisch in einer Band ist) Fritzi. Weiterhin hat Lars Lunova (SIN CITY-Drummer) bei drei Songs an den Lyrics mitgewirkt.

Fritzi: Genau! Also an erster Stelle steht der fertige instrumentale Song, auf den dann der Text kommt. Inspiration ist vielleicht das falsche Wort, weil wir die Texte nicht überbewerten wollen. Wie z.B. mit politischer Message oder Rumgeheule oder solchem Quatsch. Unsre Musik ist in erster Linie für gute Laune zuständig, und das sollen die Texte auch rüberbringen. Im Prinzip sind es einfach nur Ausschnitte aus unserem Leben: Partyerfahrungen, Frauengeschichten, Leute, die man trifft, und, und, und.. Wenn man auf die Texte achtet, kann sich da jeder seine Story zu denken.

Pascal: Findet das Songwriting bei euch im Team statt? Oder schreibt jeder für sich zuhause einen Titel und präsentiert diesen dann der Band?

Fritzi: Auf Tour hat jeder Ideen und sammelt diese. Wenn es dann ans Songwriting geht, checken wir ab, welche Riffs man zu einem Song ausbaut und welche nicht. Hauptsächlich kommen die Riffs natürlich von Angus, die Ausarbeitung des Songs machen dann Angus und ich zusammen. Dass wir uns im Proberaum zusammensetzen und einen Song schreiben kommt sehr sehr selten vor, das geht meistens über den digitalen Weg. Da werden 1000 verschiedene Versionen hin und her geschickt, das kann teilweise echt kompliziert werden, haha.

Pascal: Angus, wie kam es zur Zusammenarbeit mit Porty von SIN CITY? Ihr seid schon lange befreundet, oder?

Angus: Porty gehört zu den besten Sängern die ich kenne! Er singt hoch und kratzig, und das mit einer sehr gelassenen Art. Er quält sich also nicht, um so zu singen. Ich wollte schon immer mal mit diesem Kerl irgendwie musikalisch enger zusammenarbeiten. Porty kenne ich nun seit meinem 13. Lebensjahr und war viel mit den SIN CITY-Boys unterwegs. Ich absolvierte sozusagen eine Rock 'n' Roll Ausbildung , welche ich ja offensichtlich mit Bravur bestanden habe (lacht).
Als wir den Song ''Of Heroes And Enemies'' aufnehmen wollten , war ich der Meinung, dass dem Song noch etwas fehlt. Und einen Special Guest wollten wir sowieso auf dem Album haben. Da war Porty natürlich die erste Wahl!
Ich rief also Porty an, fragte, ob er Bock hat und schwups (lacht). Er kam ins Studio und war nach drei Minuten fertig (lacht).

Pascal: Fritzi, welcher Song auf der neuen Platte gefällt dir am Besten oder liegt dir persönlich besonders am Herzen?
Fritzi: Neben den Brettern "Fire Your Guns" und "Not About You" gehört der Geheimfavorit "Deuce" absolut dazu. Auch "Devil´s Soul" hat einen ganz eigenen Charakter und sticht vom Stil her etwas raus - was sehr geil kommt. Aber eigentlich finden wir alle Songs geil, weil sich jeder seinen Platz auf dem Album erkämpft hat und für sich steht.

Pascal: Gefällt dir die Studioarbeit?

Fritzi: Schon, auch wenn es eine sehr mühsame Arbeit ist, natürlich spielt man lieber live. Aber der Prozess an sich macht schon Spaß. Man sieht, wie sich die Songs nach und nach entwickeln, und wenn man am Ende die fertige Platte in der Hand hält, ist man mächtig stolz!!

Pascal: Angus, bevor du mit BLACKBIRD nun „Of Heroes And Enemies" veröffentlicht hast, hast du bereits ein Soloalbum veröffentlicht. Wirst du auch zukünftig Soloalben aufnehmen?

Angus: Gute Frage ... Ich weiß es aber nicht. Ich mag es nicht, mehrere Projekte zu haben. Mir schwebt zwar schon seit Längerem die Idee vor, ein paar Songs meiner Solo CD und ein paar der BLACKBIRD-CD raus zu picken und rock'n'rollige Country-Versionen draus zu zaubern (lacht). Da wäre Bora zum Beispiel auch direkt dabei (lacht). Dass es dann aber speziell eine Solo-CD wird, denke ich eher nicht.. aber mal sehn (lacht).

Pascal: Fritzi, was macht deiner Meinung nach eine typische BLACKBIRD-Liveshow aus?

Fritzi: It´s all about Blood, Rock, Sweat and Beers! Bei uns steht der Spaß im Vordergrund, weil wir versuchen, nicht für die Leute zu spielen, sondern mit ihnen eine Rock 'n' Roll Party zu feiern. Dazu gehört Action, Mädels, Lautstärke und das ein oder andere alkoholische Getränk! Aber was hilft schon das Beschreiben, kommt einfach vorbei und trinkt einen mit uns!

Pascal: Angus, gibt es ein spezielles Land oder eine spezielle Location, wo du gerne mal spielen würdet?

Angus: Eigentlich ist mir sowas egal. Hauptsache es sind genug Menschen da, die mit uns zu unserer Musik trinken und feiern!

Pascal: Wer sind deine musikalischen Vorbilder? Von welchen Bands wurdest du maßgeblich beeinflusst?

Angus: Dass AC/DC und AIRBOURNE unsere Heroes sind, können wir ja nicht abstreiten (lacht). Ich habe auf meinem Arm ganz groß den Schriftzug der BACKYARD BABIES als Tattoo. Diese Band ist die einzige Band , die ich zuerst live gesehen habe, bevor ich jemals was von ihnen gehört habe . Ich war direkt von Nicke Borgs Coolness und Aura geflasht! Mir gefällt die rotzige und verpeilte Art von DREGEN!
Pascal: Da ich selbst Gitarrist bin, bin ich immer sehr an der Technik hinter dem Ganzen interessiert. Daher nun ein paar Fragen über dein Equipment, Angus. Welche Gitarren bevorzugst du? Gibt es ein spezielles Modell oder einen speziellen Hersteller, der es dir angetan hat?

Angus: Eigentlich bin ich ein großer SG Fan! Gibson hat einfach die besseren SGs .Im Studio habe ich meine Parts auch mit einer SG eingespielt, aber live kann ich mit der Klampfe leider nichts anfangen. Ich benutze 12er Saiten und spiele damit auch die Soli. Man kann also sagen, dass ich meine Klampfe live verkloppe (lacht). Die SG ist dafür viel zu leicht, dünn und empfindlich ...
Meine Gibson Explorer 76 Reissue ist mein absoluter Favorit. Die Gitarre ist nicht zu leicht, nicht zu schwer, nicht zu schmal oder zu dick, zu klein oder zu groß ... einfach nur perfekt. Der Neck Pickup ist bei mir tot, ich benutze nur den Bridge Pickup. ( Gibson '57 Classic ) .

Pascal: Welche Amps verwendest du?

Angus: Live spiele ich einen Marshall JCM800. Im Studio war ein 1959er HW im Einsatz. Wir probieren aber immer wieder mal neue, alte Amps aus.

Pascal: Verwendest du Effektgeräte?

Angus: No Way! Niemals! Braucht kein Mensch bei unsrer Mucke!

Pascal: Wann hast du angefangen Gitarre zu spielen, und was war der Auslöser dafür?

Angus: Ich glaub mit 7-8 wurde mein Interesse dafür geweckt . Mein Dad hatte eine Kopie einer Les Paul immer im Schlafzimmer liegen und hörte damals schon gerne AC/DC ...
Wie es weiter geht, kannst du wohl erahnen (lacht). Der Tennisschläger, mit dem ich vorm Spiegel abrockte, wurde durch die Les Paul ausgetauscht, und ich habe angefangen, mir das Gitarrespielen bei zu bringen.
Ich möchte an dieser Stelle aber auch betonen , dass ich kein guter Gitarrist bin. Mein Talent, Riffs und Soli zu spielen, reicht auch wirklich nur für die Musik aus, die ich mache... wobei das viele unterschätzen. Auch Hardrock muss erstmal gelernt werden, viele Metalschrammler können das nämlich nicht. Im Gegenzug kann ich z.B. keine METALLICA-Songs gut spielen (lacht).

Pascal: Irgendwelche Tipps für Gitarristen, die in der Musikszene durchstarten wollen?

Angus: Geht nicht mit der Zeit! Spielt die Musik, die Ihr liebt! Ich kenne viele Gitarristen, die alle 3 Monate für einen neuen Musikstil leben und neue Bands gründen, um neue Styles zu spielen. Vielleicht bin ich aber auch einfach in der falschen Zeit geboren (lacht).

Pascal: Wie waren die Konzerte mit RHINO BUCKET für euch?

Angus: Geil! Mittlerweile sind wir gut mit den LA-Boys befreundet und freuen uns immer wieder, wenn sie nach Europa kommen! Georg und Dave trugen während der 2013er Tour öfter BLACKBIRD-T-Shirts auf ihren Gigs (lacht).
Uns macht es natürlich besonders stolz, wenn wir dann diese Bilder zufällig auf Facebook o.ä. finden. Aber abgesehen von allem: Die RHINOs sind normale und coole Leute . So wie auch wir es sind (lacht).
Pascal: Welcher Gig gefiel dir bisher am Besten?

Angus: Stadtfest Hanau. Einfach nur geil! Wir wurden mit einer Polizei-Eskorte inkl. Blaulicht bis zur Backstage Area begleitet, hatten klasse Roadies, genialen Sound und Licht vor Ort und jeeeeede Menge Rock'n'Roll-hungriges Publikum!

Pascal: Gibt es auch irgendein Konzert, wo alles schief lief? Sozusagen eine Spinal-Tap Show?

Angus: Ja, das gab es in Düsseldorf bzw. eigentlich dann doch nicht. Denn wir haben gar nicht erst gespielt. Der Veranstalter war viel zu besoffen war und die andern Bands den Zeitplan teilweise überzogen oder ignoriert haben. Wir hatten dann 4 Stunden nach der geplanten Showtime einfach keinen Bock mehr. Auf der Rückfahrt ging unser Bandauto dann auch kaputt, und wir mussten sieben Stunden auf der Autobahn in der Kälte im Auto schlafen (lacht). Nicht cool, aber gehört zum Rock 'n' Roll auch dazu.
Pascal: Hast du sonst vielleicht noch irgendeine lustige Anekdote, welche du unseren Lesern erzählen möchtest?

Angus: Wir erzählen doch keine Märchen (lacht).

Pascal: Vielen Dank für eure Zeit und eure Antworten. Demnächst werde ich mir mit Sicherheit auch mal eine BLACKBIRD-Show ansehen!

interview blackbird 20140311

 

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