Eternity Magazin

Im Zuge ihrer ersten großen Headliner Europa Tour machten die Senkrechtstarter von TRIVIUM auch Station im Wiesbadener Schlachthof. Mit dem Package des Jahrhunderts, ANNIHILATOR und die Newcomer Band des Jahres SANCTITY, bebte die gut gefüllte Halle und die Jungspunde bewiesen, dass sie ihren schnellen Erfolg durchaus verdient haben. Den Konzertbericht inklusive Galerie mit vielen bunten Bildern findet ihr hier. Wie Basser Paolo zu dem rasanten Aufstieg steht und warum er Deutschland besonders mag, lest selbst:

Bernie: Hi Paolo, wie läuft die Tour bisher? Man konnte ja lesen, dass ihr in England vor 4000 Fans gespielt habt.

Paolo: Ja in London, das war super, England war toll, aber Europa läuft auch gut, es ist das erste Mal, dass wir hier überall headlinen. Es ist cool zu sehen, dass wir nicht nur Fans in England habe
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Bernie: Ein paar Dinge noch zu eurem letzten Album „The crusade“. Ich schätze mal, dass die meisten Reaktionen überwiegend gut ausgefallen sind, aber gab es auch Kritik?

Paolo: Es gibt immer negative Reaktionen zu allem, was wir tun. Kommt drauf an, von wem es kommt, es gibt natürlich Leute, die alles kacke finden, was wir tun. Von Fanseite her war es wohl hauptsächlich der veränderte Gesang. Einige Leute haben wohl das fehlende Screaming nicht erwartet, das ist aber auch wohl das einzig negative. Bernie: Lustigerweise wollte ich dir die Frage über die Reaktionen zu dem veränderten Gesang eh noch stellen, das hat sich ja jetzt erledigt, hehe Paolo: Haha Bernie: Wie kam es zu der Entwicklung hin zum eher klassischen Heavy Metal zwischen „Ascendancy“ und „The crusade“? War das Roadrunner United Project vielleicht eine Art Wendepunkt für Matt in dieser Hinsicht? Paolo: Hm, ich denke klassischer Heavy Metal kam auch schon auf „Ascendancy“ raus, „Gunshot“ zum Beispiel hat viele solcher Elemente. Ich denke, der eigentliche Grund zu dieser Entwicklung liegt darin, dass wir diesmal individuell Songs geschrieben haben, also einige Songs wurden komplett von Matt, Corey oder eben mir geschrieben, da kommen unsere persönlichen Einflüsse viel stärker heraus. Ich denke, deshalb sind hier mehr thrashige Elemente drin, alles etwas direkter auf den Punkt eben.
Vom Gesang waren wir einfach gelangweilt mit der Zeit. Als wir Matt bei einem Song komplett „singen“ hörten, dachten wir uns, das könnten wir weiter so machen, ein bisschen mehr Melodie in den Gesang bringen. Auf den letzten Alben hat er ja auch schon gesungen, aber wir wollten einfach ein bisschen mehr in diese Richtung gehen. Bernie: Die Hardcore - Vocals waren auch wohl immer der Grund, warum man euch als Metalcore Band bezeichnet hat, dabei ist es vollkommen lächerlich, euch mit der letzten Platte noch in diese Schublade zu stecken. Ich habe gelesen, dass ihr es auch so überhaupt nicht leiden könnt, als Metalcore bezeichnet zu werden?

Paolo: Yeah, ich denke wir haben es auch live eindeutig bewiesen, dass wir keine Metalcore Show machen, sondern einfach eine geile Rockshow auf die Bretter bringen (DAS ist allerdings wahr!! Anm. Verfasser) Das ist das Fundament von allem, was wir tun! Der Grund, warum die Leute diesen klassischen Metal Vibe bei uns bekommen, ist, weil wir einfach eine Riesenshow auffahren, so groß, wie es uns eben möglich ist. Darüber wollen wir uns auch irgendwo definieren.

Bernie: Denkst du, ihr könntet trotzdem eine Art Brücke sein für junge Fans, die durch euch vom Metalcore zu en alten 80er Heavy Metal Bands kommen? Paolo: Ja vielleicht, unsere Fans sind sehr gemixt, zu Anfang waren es fast nur junge Leute, aber man liest über uns in Magazinen und wir touren sehr viel, dadurch erreichen wir eine ganz andere Schicht, junge und ältere Leute. Vielleicht können wir für die Kids eine Brücke schlagen, um in den Metal einzusteigen, ja.

Bernie: Ihr habt in einer recht kurzen Zeit sehr viel erreicht, was glaubst du ist der Schlüssel zu eurem Erfolg?

 


    Ja, es funktioniert, was auch immer es ist (lacht)

 

                                Das Erfolgsgeheimnis  



Paolo: Nun, ich weiß nicht, was es genau ist, aber ich denke Touren ist ein großer Bestandteil davon, wir sind seit 2004 fast ständig auf Achse und haben zwischen 450 und 500 Shows gespielt. Das ist wohl der Hauptgrund. Unsere Musik spielt wohl auch eine Rolle, man kann es nicht wirklich greifen, aber es ist einfach da.

 

Bernie: Es passiert einfach

Paolo: Ja, es funktioniert, was auch immer es ist (lacht)

Bernie: Habt ihr ANNIHILATOR persönlich für diese Tour angefragt und wie ist es für euch, von einer Metal Legende supportet zu werden und nach ihnen zu spielen?

Paolo: Well, wir trafen Jeff bei der Roadrunner United Show in New York City. Corey ist ein großer Fan, die beiden hielten Kontakt über viele Monate und Jeff fragte Corey irgendwann, ob er für die neue ANNIHILATOR Scheibe ein Gastsolo einspielen wollte. Wir planten diese Tour letzten Sommer und dachte daran, dass ANNIHILATOR dann auch ne CD draußen haben werden und Corey fragte Jeff, ob er Interesse hätte. Es ist einfach großartig, diese klassischen Songs jeden Abend zu hören. Bernie: Ich fand es sehr cool, als ich gelesen habe, dass ihr die größte Metal Band der Welt werden wollt, weil es gerade heutzutage irgendwie problematisch geworden ist, zu seinem selbst erarbeiteten Erfolg zu stehen, weil viele Angst davor haben, was irgendwelche Leute denken könnten. (Paolo lacht verschmitzt) Wie nah seid ihr eurem Ziel?

Paolo: Naja, wir haben auf jeden Fall noch einen langen Weg vor uns! Wir haben mit einigen der coolsten und besten Bands aller Zeiten getourt und es hat sie viel Zeit gekostet, dahin zu kommen, wo sie jetzt sind. Wir sind hoffentlich auf einem guten Weg.
Weißt du, viele Bands haben Angst, so etwas zu sagen. Wir sagen das ja nicht auf arrogante Art und Weise, dass wir besser sind als andere. Wir wollen einfach unser Ding durchziehen und Großes erreichen. Für einige Leute und wohl in einigen Teilen der Welt ist es nicht cool, das zu sagen (lacht), aber da scheißen wir drauf (lacht), das ist eben das, was wir wollen.

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Bernie: Nun, ich denke, ohne im Kopf zu haben, dass man etwas erreichen möchte und das man einfach der Beste sein könnte, wird man eh nie etwas erreichen! Paolo: Richtig, dann kommst du eh nicht weiter im Leben, egal, was du tust, hehe. Bernie: Deshalb könnt ihr es auch mitteilen, finde ich Paolo: Yeah, so lange du nicht kommst und alle anderen runter machst, sollte das kein Problem sein.

Bernie: Wenn man oben ist, dann ist es auch verdient

Paolo: Ganz genau, das ist der Punkt. Wir touren eben verdammt viel, andere, die nicht so viel arbeiten wie wir, finden solche Sprüche vielleicht doof, aber na ja, wie gesagt… Bernie: Gibt es eine Frage, die du nicht mehr hören kannst? Paolo: hm, weiß nicht, ich beantworte eigentlich alle Fragen, auch um Dinge klären zu können, deshalb hab ich auch keine Probleme damit, manche Antworten immer und immer wieder zu geben Das ist eben „part of the show“ (lacht)

Bernie: Prima. Nun ein kleines Assoziationsspielchen, gib einfach einen Kommentar zu den folgenden Aussagen:


                    „I love Schnitzel“

                               Paolo tourt gern in Deutschland


 

TRIVIUM sind die neuen METALLICA

Paolo: aaahm, das ist echt seltsam, als wir das gesagt haben, hätten wir vielleicht klären sollen, was wir damit meinten. Wir wollen keine Kopie oder ein Klon von ihnen sein, ihr Einfluss wird immer in unserer Musik zu hören sein, genau wie die Bands, die sie beeinflusst haben in ihrer Musik zu hören sind. Es ist ein großes Kompliment, aber wir leben nicht danach, und tun alles, was METALLICA getan haben, wir wollen einfach irgendwann in die Riege solcher Bands aufsteigen, das wäre toll.

TRIVIUM in 10 Jahren

Paolo: In 10 Jahren (grübelt)… wir sind dann älter (lacht). Hoffentlich werden wir auf dem nächsten Level sein, größere Shows spielen, weiter die Welt betouren und CDs raus bringen.

Bernie: ist eine Chartposition wichtig für dich?

Paolo: hm, ich weiß nicht, das ist alles relativ, du kannst auf Nummer 1 einsteigen und danach wieder bös abfallen oder wie bei „Ascendancy“ langsam aber stetig wachsen. Ich denke, das ist alles relativ, es ist ganz cool, bedeutet aber nicht wirklich etwas.

Ok, Party hard auf Tour Paolo: Nicht mehr wirklich, wir haben viel getrunken und das war schon deprimierend irgendwie. Jetzt ist es interessanter für uns, Schlaf zu bekommen, wo wir so viele Shows spielen (lacht) Bernie: Es ist also alles auf einem professionellerem Level jetzt? interview_trivium_04.jpg

Paolo: Ja, irgendwie schon. Ich meine, wir haben immer noch viel Spaß, das ist klar, Aber es ist nicht mehr so ganz verrückt wie vorher.

Deutschland

Paolo: Es ist großartig, hier zu touren, ich liebe das Essen (lacht fröhlich)

Bernie: Was ist dein Favorit? Paolo: (kommt aus dem Grinsen nicht mehr raus) „I love Schnitzel“, hehe. Man hat uns versprochen, dass wir morgen Schnitzel bekommen, wir haben die ganze Tour über schon danach gefragt. Bernie: Viel Glück. Ihr lebt einen Traum, den viele sich nicht mal zu träumen wagen, was wäre dein Rat für all die Bands, die sich wagen?

Paolo: Einfach weitermachen und hart arbeiten, auch wenn es mal richtig mies aussieht. Es ist schwer, da was zu sagen, es gibt nicht eine spezielle Sache, die man raten könnte. Es ist immer alles unterschiedlich. Das Hauptding ist einfach, hart zu arbeiten und zu tun, was man eben kann, ein bisschen Glück gehört natürlich auch einfach auch dazu.

Bernie: So, das war’s eigentlich schon, die letzten Worte sind dir: Paolo: Die letzten Worte, hm… Ich kann nur immer wieder unseren Fans danken, die das alles hier möglich machen und wir kommen immer wieder zurück, wenn ihr uns treu bleibt!

(Bernie) 

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