Amulet Blessed and Cursed Cover#throwbackthursday. Kleine Zeitreise gefällig? Dieses Interview wurde am 11. August 2007, also morgen vor genau zehn Jahren, und einen Tag vor dem Abschiedskonzert der legendären norwegischen Hardcore-Band AMULET im Middelalderparken in Oslo geführt. (Das komplette Konzert ist auf Youtube zu sehen) Ich bekam seinerzeit die Gelegenheit mit Sänger Torgny Amdam, Gitarrist Lars Rasmussen, Drummer Jonas Thire und Bassist Rasmus Nord ein gemütliches Schätzchen vor dem Garage-Rockclub, den es heute auch nicht mehr gibt, zu führen. Das Interview wurde ursprünglich bei Vainstream Music veröffentlicht, die Wiederveröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung.

Manu: Wie fühlt ihr euch einen Tag bevor ihr für immer aufhört?

Torgny: Total merkwürdig. Ich glaube wir haben alle noch nicht wirklich realisiert was los ist. Gleichzeitig sind wir sehr glücklich und fokussiert. Zumindest bin ich das.

Lars: Ich freue mich sehr darauf zu spielen. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so aufgeregt war.

Torgny: Da ist auch das Gefühl, dass wir fünf das wirklich verdient haben, die Zeit auf der Bühne zu genießen. Wir haben so viel für die Band getan, jeder einzelne von uns hat sehr hart gearbeitet, also haben wir es verdient Spaß zu haben und hoffentlich wird das auch aufs Publikum abfärben.

Manu: Warum habt ihr denn so viele „letzte Shows“ gespielt, wie „die letzte Club-Show“, „die letzte Show überhaupt“, ... ?

Torgny: Ach, ich weiß nicht, vielleicht wollten wir sanfter landen.

Lars: Nach 14 Jahren!

Torgny: Wir hatten noch ein bisschen mehr Benzin in uns, weißt du. Wir sind aus Oslo, es ist eine schöne Jahreszeit, wir haben vorher schon mal auf dem Øyafestivalen gespielt, deshalb fühlt es sich gut an das hier zu beenden und es zu zelebrieren, statt es zu verstecken. Manche Bands machen Schluss und verstecken das.

Manu: Das klingt nach einem guten Zeichen, dass die Harmonie in der Band nach wie vor stimmt und ihr nicht im Streit auseinander geht, weil dann wäre es vermutlich nicht noch ein Jahr weitergegangen?

Torgny: Ganz genau!

Jonas: Dann hätte es vielleicht noch ein Konzert hier in Oslo gegeben, weil man das eben machen muss.

Lars: Wenn wir uns hassen würden, dann wäre das alles nicht möglich.

Torgny: Wir hatten ein paar Mal die Entscheidung getroffen aufzuhören. Aber ich denke es ist psychologisch wichtig für uns, dass wir aus dieser Beziehung, diesem Erlebnis, positiv herausgehen und das nicht negativ beenden.

Jonas: Die Festivals haben wir gar nicht geplant. Als wir das erste Mal gesprochen haben, wollten wir eigentlich nur noch paar Konzerte spielen, vielleicht eine Tour machen und dann haben wir diese Möglichkeit bekommen ein Album zu veröffentlichen, die Sammlung, und dann kamen die Festivals als eine Art Bonus. In einem norwegischen Interview haben wir gesagt, dass es cool wäre unser allerletztes Konzert auf einem Festival zu spielen, dem Øya, mit Oslo im Hintergrund. Tja, und dann ist es passiert.

Manu: Wie haben die Fans in Norwegen denn auf euren Abschied reagiert?

Jonas: Es gab verschiedenste Reaktionen. Alles von „Okay, bis zum nächsten Mal“ – „Nein, wir hören auf“ – „Wirklich?“, bis zu Menschen, die geweint haben. Es war sehr unterschiedlich. Viele Leute wissen das bis heute nicht.

Lars: Manche, die die Band in den letzten Jahren nicht so verfolgt haben, sagten Dinge wie „Habt ihr euch nicht längst aufgelöst?“

Torgny: Es gab eine Menge merkwürdiger Reaktionen.

Jonas: Meine Gedanken über das Ende der Band waren, dass wir kein neues Album machen wollten, ein Jahr lang Songs schreiben, aufnehmen und dann vielleicht einundeinhalb Jahre bis zum nächsten Album. Wir wollten die verbleibende Energie in der Band nutzen und es wäre falsch gewesen direkt aufzuhören, als wir das erste Mal davon sprachen. Weil wir lieben es nach wie vor zu spielen und es macht uns Spaß. Die Norwegen-Tour hat richtig viel Spaß gemacht.

Torgny: Ich bin in einem Rausch. In einem guten Rausch in Bezug auf morgen. Es wird das letzte Mal sein, dass wir fünf zusammen sind. Das ist sehr bedeutsam (alle lachen). Denn jede Konstellation ist besonders. Wenn du in einer Konstellation so lange zusammen warst wie wir, dann noch mehr. Weißt du, Jazzmusiker, die wechseln ständig durch und ich bin mir sicher, dass die merken, dass es jedes Mal anders ist. Und wir, wir waren die ganze Zeit zusammen, deshalb ist es etwas Besonders diesen letzten Gig zusammen zu spielen. Und wir werden das sehr genießen, weil wir wissen das wird nie wieder passieren. Ich werde nie wieder in dieser Konstellation spielen, mit exakt diesen Typen von Musikern

AmuletPromo

Manu: Im letzten Interview mit Jonas, sagte der ihr kommt vielleicht zurück, wenn die Nachfrage groß genug ist. Würdest du dem zustimmen?

Jonas (lacht): Hab ich das gesagt? Nein, hab ich nicht!

Manu: Doch, das hast du!

Jonas: Ich hab gesagt, dass ich nicht glaube, dass das passieren würde, aber wenn eine Menge Geld im Spiel wäre in zehn Jahren oder so, und eine Nachfrage von vielen Menschen, …

Torgny: Es gibt zwei Faktoren: Nachfrage von vielen Menschen, und noch wichtiger, viel Geld. Wenn du das nur machst, um eine lahme Entschuldigung zu haben um weit weg von deiner Frau zu sein und mit 17-jährigen Mädchen rumzumachen, dann geht’s nicht mehr um die Musik, sondern dann bist du mit 40 Jahren in der Midlife-Crisis, und damit will ich nichts zu tun haben.

Lars: Also, ich mein, ich hab ja die Rechte an dem Namen, ich spiel dann einfach alleine (lacht), jedes Jahr mit einem anderen Line-Up. Oder einfach nur ich mit einem Drum-Computer.

Manu: Also würdet ihr nicht sagen, dass ihr niemals wieder kommen werdet? Es könnte Gründe geben?

Lars: Sag niemals nie!

Torgny: Sag niemals nie, aber wir haben darüber nicht wirklich nachgedacht. Ich möchte nicht in der Versenkung enden, nur um spielen zu können. Es muss eine Herzensangelegenheit für die Leute sein. Es muss einen Wert haben. Ich habe viele Reunions gesehen, und viele davon haben einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen.


"Wenn du das nur machst, um eine lahme Entschuldigung zu haben um weit weg von deiner Frau zu sein und mit 17-jährigen Mädchen rumzumachen, dann geht’s nicht mehr um die Musik, sondern dann bist du mit 40 Jahren in der Midlife-Crisis, und damit will ich nichts zu tun haben."

Torgny Amdam auf die Frage nach einer möglichen Reunion


Manu: Hier ist eine schwere Frage für euch. Wenn ihr nur ein einziges Wort hättet um die letzten 15 Jahre zusammenzufassen, welches Wort wäre das?

Torgny: Jesus!

Jonas: Ich würde „Danke“ nehmen.

Lars: Aber das ist doch nicht deine Erfahrung.

Jonas: Ich würde sagen, Danke für diese Jahre und ich bin froh, dass ich Teil davon sein durfte. Wir alle hatten den gleichen Traum davon in einer Band zu sein und auf Tour zu gehen, Alben zu veröffentlichen, auch in anderen Ländern, in den Staaten zu touren und in England zu spielen. Wir haben glaube ich viel von diesem „in einer Band sein“ mitgenommen, wir waren eine Band in Norwegen, haben in Norwegen getourt und haben darüber hinaus noch sehr viel mehr bekommen, weißt du?

Lars: Mein Wort wäre „stolz“. Ich bin stolz auf alles, was ich gelernt habe, was ich getan habe und alles was ich in den 15 Jahren erleben durfte.

Jonas: Das ist auch gut.

Torgny: Das Wort, das mir in den Kopf kommt ist „Intensität“. Die ganze Bandbreite von der harten Arbeit hin zu dem Extrem auf der Bühne zu stehen, bis hin zum Lachen, alles. Insentität!

Lars: Rasmus hat Schiss bekommen und ist weggelaufen. Ich wette er hätte „Geld“ gesagt oder sowas.

Amulet Torgny AmdamManu: Das macht nichts, wir fragen ihn später. Es ist gar nicht so schlimm, dass er nicht weiß was ihr gesagt habt.

Jonas: Rasmus, ein Wort für deine Zeit in der Band

Rasmus: Ich würde „großartig“ sagen. Es war großartig. Manche Dinge waren cool, manche nicht so. Aber alles in allem war das eine fantastische Zeit.

Jonas: Wie lange warst du jetzt in der Band?

Rasmus: Drei Jahre.

Jonas: Nur drei Jahre? Es fühlt sich an wie fünf.

Rasmus: Es fühlt sich an wie eine Ewigkeit.

Manu: Gibt es eine besondere Show an die ihr euch erinnert?

Torgny: Ich habe alle unsere Shows in Berlin, seit wir das erste Mal 1998 dort gespielt haben, geliebt. Wir hatten doch immer gute Shows in Berlin, oder? Hatten wir jemals eine schlechte?

Jonas: Ja, letztes Jahr, oder vor zwei Jahren im Sommer, nach dem Full Force Festival, mit STRUNG OUT oder TERROR.

Torgny: Ach ja stimmt, das war ziemlich schwach. Aber wir haben für GUNS’N’ROSES eröffnet. Wir haben große Festivals gespielt, das morgen wird für Norwegen richtig groß und wir haben wirklich alles gemacht, von richtig kleinen Clubs bis hin zu großen Arenen. Wir haben überall gespielt.

Manu: Lustig, dass ihr als erstes eine deutsche Stadt erwähnt habt.

Torgny: Ja, aber es ist wahr. Deutschland war sehr gut zu uns.

Jonas: Ich kann mich noch an das Quart Festival 2001 erinnern. Da war ich das erste Mal richtig nervös und dachte mir „Jetzt starten wir durch“. Das war das erste Mal, dass wir, sagen wir ein wenig „Mainstream“ waren in Norwegen, und nicht nur in der Szene wahrgenommen wurden, sondern Songs von uns im Radio gespielt wurden und wir mehr Menschen erreicht haben. Das gleiche gilt für die TURBONEGRO Reunion-Show. Deren erstes Konzert.

Lars: Eigentlich war es das zweite, die haben vorher in Schweden gespielt, 2002. Und wir haben im darauffolgenden Jahr mit TURBONEGRO auf dem Øya gespielt.

Jonas: Ich erinnere mich so gut. Ich habe gezittert und geschwitzt.

Lars: Ich erinnere mich an mein erstes Konzert. Ich hatte richtig Angst.

Torgny: Ja, du hast damit gedroht heim zu gehen.

Lars: Ja und ihr habt euch gefragt „Meint der das ernst?“. Ich war siebzehn!

Torgny: Nee, damit hast beim zweiten Konzert gedroht. Die erste Show, die wir jemals gespielt haben, war die mit BIG BANG

Amulet Wiesbaden

Manu: Wie kam es denn zu dem Konzert mit GUNS’N’ROSES?

Lars: Der Veranstalter hat uns gefragt.

Rasmus: Weil die Support-Band abgesagt hatte.

Lars: Das waren BULLET FOR MY VALENTINE. Die haben abgesagt. Sie konnten nicht spielen. Also haben die uns gefragt. Aber GUNS’N’ROSES musste die Band absegnen, oder Axl musste die Band absegnen, und er hat gesagt das geht klar. Also haben wir mit GUNS’N’ROSES gespielt, da liegen schon Welten dazwischen. Wir haben es den „Battle of Bandanas“ getauft.

Manu: Eure schlechteste Show war vielleicht die zweitletzte in Wiesbaden?

Lars: Die war eigentlich toll.

Torgny: Aber das Publikum war eine Katastrophe. Was ich von diesem Konzert noch in Erinnerung habe, dass die von BUBONIX diesen Masseur dabei hatten, der uns Rückenmassagen gegeben hat, von daher fand ich das ok. Aber das Publikum … Naja, aber wenn das Publikum mich hasst, dann lass ich die sitzen.

Jonas: Ich hab mich am nächsten Tag vom Sänger [von BUBONIX] tätowieren lassen. Das war lustig.

Manu: Wer zeichnet sich denn verantwortlich für das Artwork auf den CDs, wie zum Beispiel bei „Danger! Danger“ oder „Blessed And Cursed“? Ist das jeweils der gleiche Künstler?

Lars: Nein, bei „Danger! Danger!“ waren das Jonas und Robin, unser alter Bassist.

Manu: Oh, ihr habt das selbst gemacht?

Jonas: Robin war derjenige, der sich mit all dem technischen Kram auskannte. Ich bin nur der Typ mit den Ideen.

Lars: Deshalb hat Robin die Band auch verlassen. Das macht er heute, darin ist er besser.

Jonas: Das Artwork für das „Solid“-Album hat ein guter Freund von uns gemacht, Are Kleivan. Der macht auch das ganze Artwork für das Øyafestivalen. Da haben wir auch unsere Ideen reingebracht.

Lars: Der war auch bei „Blessed And Cursed“ dabei, zusammen mit Jonas. Jonas ist immer der künstlerische Leiter.

Manu: Ich sehe ihr habt da schon die Setlist für morgen. Wie habt ihr die Songs denn ausgesucht?

Torgny: Wir dachten es sei gut die Songs zu wählen, die den Leuten am meisten bedeuten, und die Songs, die uns am meisten bedeuten.

Lars: Auch wollen wir die gesamte Karriere abdecken. Ich denke das tut sie auch.

AmuletSolidManu: Ich hätte jetzt gedacht ihr würdet vielleicht mit „Remember“ aufhören…

Torgny: Nein, wir hören mit „Naked Eye“ auf. Natürlich tun wir das!

Lars: Es ist unsere gesamte Karriere. Jedes einzelne Album.

Manu: Also habt ihr zusammen gesessen und die Songs gemeinsam ausgewählt?

Torgny: Ja, genau das.

Manu: Vor ein paar Wochen habe ich DEATH IS NOT GLAMOROUS gesehen und dachte, dass die ziemlich von euch beeinflusst sind. Seht ihr das auch so?

Rasmus: Ich hab alle Alben von denen aufgenommen. Das erklärt das. Das ist die Antwort.

Lars: Die mochten alle Bands, die ich auch mochte, als ich anfing Gitarre zu spielen, als ich AMULET mit Torgny zusammen gegründet habe. Insofern weiß ich nicht ob sie von uns inspiriert sind.

Rasmus: Die haben dieselbe melodische Kante in ihrem Hardcore.

Lars: Die sind gut!

Rasmus: Wir kennen diese Jungs sehr gut, was soll ich sagen?

Lars: Deren Schlagzeuger hat mit Espen bei DAMAGE CONTROL gespielt. Sonst gibt es keine Verbindung.

Manu: Jonas spielt ja jetzt bei SILVER. Was ist mit dir, Torgny. Er hat mir was von THE DEMAGOGS erzählt?

Torgny: Ja, das ist mein neues Projekt.

Rasmus: Ich spiele zusammen mit Espen bei THE ANCHORS.

Lars: Und ich hab noch keinen Namen für mein neues Projekt.

Manu: Aber du planst etwas?

Lars: Ja. Ich schreibe und so. Ich muss irgendwas machen. Niemand von uns wird mit der Musik aufhören. Soviel ist sicher.

Torgny: Soviel ist sicher!

Manu: Dieses Ding mit der BLACK DIAMOND BRIGADE, war das nur für ein Lied?

Torgny: Ja, nur für ein Lied.

Lars: Diese Band würde ich sehr gerne wieder zusammen sehen.

Torgny: Das könnte passieren. Wir haben das mal versucht, aber Knut von TURBONEGRO ist einfach zu beschäftigt.


"Danke für diese Jahre. Ich bin froh, dass ich Teil davon sein durfte. Wir alle hatten den gleichen Traum davon in einer Band zu sein und auf Tour zu gehen. [...] Wir haben glaube ich viel von diesem „in einer Band sein“ mitgenommen, wir waren eine Band in Norwegen, haben in Norwegen getourt und haben darüber hinaus noch sehr viel mehr bekommen"

Jonas Thire rückblickend über die Zeit in der Band


Manu: Jonas hat auch erzählt, dass ihr versucht habt noch einen letzten Deutschland-Gig zu organisieren, warum kam es dazu nicht mehr?

Torgny: Das hatte mit Zeit und mit Geld zu tun. Jede und jeder Deutsche hätte so klug wie du sein sollen, die Konsequenzen ziehen und hier nach Oslo kommen sollen.

Jonas: Wir wollten das wirklich machen, eine Show in Hamburg und eine in Berlin.

Amulet Jonas ThireRasmus: Aber das hätte uns viel Geld gekostet, und das hatten wir einfach nicht. Das war der Grund

Torgny: Und das ist wirklich scheiße, das muss ich schon sagen.

Jonas: Ja, ist es. Eigentlich waren wir Deutschland das schuldig. Du kannst Deutschland sagen, dass wir das wirklich wollten. Ich hab das Gefühl, dass ich der einzige war, der den Leuten auf Myspace geantwortet hat. So viele Leute haben gefragt. Und jedes Mal hab ich gesagt „Ja, vielleicht im Mai“. Und dann „vielleicht im Juni“ und dann wusste ich nicht mehr was ich noch antworten soll. Es ist auch eine Schande, dass das „Danger“-Album in Deutschland nie erschienen ist, sondern nur in Skandinavien. Wie viele Exemplare haben die verkauft? Drei?

Lars: Vielleicht ein paar mehr als drei…

Manu: Ich muss noch was fragen: Erinnert ihr euch noch an das Poster, was ihr aus Wiesbaden mitgenommen habt, vom diesem Senioren-Hippie Dieter Thomas? Was ist mit dem eigentlich passiert?

Torgny: Ach ja, der Dieter Thomas. Frag Lars!

Jonas: Der ist mit unserem Proberaum untergegangen. Erinnerst du dich noch an das Poster, das wir hatten? Seniorenhippe Dieter Thomas?

Lars: Oh ja! Der ist mit untergegangen, als die unseren Proberaum abgerissen haben.

Manu: Aber ihr hattet den die ganze Zeit da hängen? Hammer!

Rasmus: Ja, der war die ganze Zeit da.

Lars: Aber natürlich!

Manu: Gibt es noch irgendetwas, das ihr euren deutschen Fans mitteilen wollt?

Jonas: Es tut uns echt leid, dass es keine letzten Shows gegeben hat bei euch. Fangt an Geld zu sammeln und sprecht uns in fünf Jahren an. Ihr könnt einen Amulet-Fond starten. Nein quatsch, danke für all die gute Zeit, dass ihr da wart und ich hoffe ihr könnt unsere letzte Show auf Youtube sehen.

Lars: Ich kann nicht mehr sagen als „Danke euch“, hört bei den neuen Projekten rein, die werden sehr interessant, sehr unterschiedliche Sachen, so viel kann ich sagen.

(Fotos: Promo und Manu, Wiesbaden 2007)

 


Amulet Blessed and Cursed Cover#throwbackthursday. Wanna do a little time travel? I did this interview on the 11th of August 2007, exactly tomorrow ten years ago, one day before the farewell concert of the legendary Hardcore-Band AMULET at Middelalderparken in Oslo. (You can watch the whole show on Youtube) I got the chance to talk to singer Torgny Amdam, guitar player Lars Rasmussen, drummer Jonas Thire and bassplayer Rasmus in front of Garage-Rockclub, that does not exist by now anymore as well. The interview was originally published at Vainstream Music, re-issue by courtesy of Vainstream.

 

Manu: How do you feel one day before quitting forever?

Torgny: Very weird. I don’t think anyone has realized what we’re going into. At the same time on the other hand we are very happy and focused. At least I am.

Lars: I’m really looking forward to play. I can’t remember the last time I was so excited.

Torgny: And there is also the sense that we really deserve enjoying it on stage, the five of us. We have done so much for this band, every individual member has worked so hard, so we really deserve to have a good time and hopefully it will rub off to the audience.

Manu: Why did you have so many shows, like the „last club show“, the „last show ever“, …?

Torgny: I don’t know, maybe we went for an easier landing.
Lars: After fourteen years.

Torgny: We had a little more gas in us, you know. We are a band from Oslo and it’s a nice time in Oslo, we played the Øya-Festival before, so it feels good to end it here and celebrate it instead of hiding it. Some bands break up and hide it.

Manu: So it’s a good sign for you are not fighting in the band, because then it wouldn’t have been possible to go on for one more year?

Torgny: Exactly!

Jonas: Then it would probably been one more show here in Oslo, because we had to do it.

Lars: If we hated each others guts, that wouldn’t be possible.

Torgny: We had some times when we decided to break up. I think it’s very important to us psychologically to go out of this relation, this experience, with a positive edge and not end it in a negative edge.

Jonas: These festivals were not planned at all. When we had the first talk, we just wanted to do some last shows, maybe do a tour and then we got the opportunity to release the record, the collection thing, and then these festivals were like a bonus. That was pretty cool. We actually said in an norwegian interview, that it would be cool to play the last show ever at a festival, the Øya-Festival, with Oslo in the background. And then it happened.

Manu: How did the norwegian people react on the split?

Jonas: It has been different reactions. Everyting from „Okay, then see you next time“ - „No, we are splitting up!“ - „Really?“ to people crying. So it has been really different. A lot of people don’t know it.

Lars: Some people that hasn’t followed the band for the past years ask „Haven’t you guys split up already?“

Torgny: There has been a lot of weird reactions.

Jonas: My thoughts about splitting the band was that we didn’t want to do another record, making songs for a year, recording and maybe a year and a half to the next record. We just wanted to use the last of the energy that was in the band and it would be wrong just to quit when we first talked. Because we still love to play and have fun. The tour in Norway was so much fun.

Torgny: I got a rush, I got a good rush for tomorrow. It will be the last time of the five of us to be together. That’s very important (Everyone laughs) Cause every constellation is special. If you have been in a constellation for so long it’s even more special. You know Jazz musicians, they switch all the time and I’m sure they notice that it’s very different each time. And for us, we have been so together all the time, so it’s very special to play this last gig. And I will really enjoy, cause I know it’s never gonna happen again, I will never play with this constellation again, with these exact type of musicians.

AmuletPromo

Manu: At the last interview I did with Jonas he said you’d probably come back if there is big demand. Would you agree on this?

Jonas [laughs]: Did I say that? No I didn’t!

Manu: Yes, you did!

Jonas: I said it might never ever happen, at least I don’t think so, but if there would be a huge amount of money involved in ten years, a really huge demand of people, …

Torgny: These are the two factors: huge demand of people, most important, and huge demand of money. If you only do it to have a sorry excuse to be away from your wife and to make out with 17-year-old girls, it’s not about music anymore, it’s about fucking fourty-year-old crisis, and I don’t wanna be a part of it.

Lars: I mean me personally, I have the copyright of the name, so I will play alone, [laughing] different line-ups every year. Or maybe I’ll end up alone with a drum-machine.

Manu: But you would never say you are never coming back again? There could be some reasons?

Lars: Never say never!

Torgny: Never say never, but we haven’t really thought about it. I just don’t want to end up underground just to play. I want to be very heartfelt by the people. It’s gonna be something worthy. I have seen a lot of reunions, that has left a not good taste in my mouth.


"If you only do it to have a sorry excuse to be away from your wife and to make out with 17-year-old girls, it’s not about music anymore, it’s about fucking fourty-year-old crisis, and I don’t wanna be a part of it."

Torgny Amdam about a possible reunion


Manu: This is a pretty hard one: If you had just one word to describe the last 15 years in the band, what would it be?

Torgny: Jesus!

Jonas: I would say thanks.

Lars: But thats not your experience though.

Jonas: I would say thanks for all these years and I’m glad to be a part of this. All of us had the same dream of being in a band and go on tour, releasing records, releasing in other countries, going to the states and play in England. I think we got a really huge part of the whole being a band thing and we have been a band in Norway, touring Norway and we got even more than that, you know?

Lars: My word would be proud. Proud of everything I learned, I’ve done and everything I’ve experienced during the 15 years.

Jonas: That’s good as well.

Torgny: The word that popped into my mind would probably be intensity. Everything from the hard work to the extreme being on stage, to the laughs, everything. Intensity!

Lars: Rasmus is too scary and he went away. I bet he would have said money or something like that.

Amulet Torgny AmdamManu: We’ll ask him later. It’s not too bad cause he doesn’t know what you said.

Jonas: Rasmus, one word, for the time in the band.

Rasmus: I would say great. It’s been great. Some very cool things. Some not so cool. All in all it has been a fantastic time.

Jonas: How many years has it been for you?

Rasmus: Three.

Jonas: Three years only? It seems like five.

Rasmus: It seems like forever.

Manu: Was there a special show somewhere?

Torgny: I loved our Berlin shows since at the first time we played in 98. Almost all the time we had good shows in Berlin, haven’t we? Did we ever have a bad show there?

Jonas: Yeah, last year, or summer two years ago, after the Full Force Festival. With STRUNG OUT or TERROR.

Torgny: Oh yeah. That was kinda lame. And we have warmed up for GUNS'N'ROSES. We played huge festival shows, in Norway it’s gonna be pretty big tomorrow and we have done everything between playing really small clubs and playing huge arena. We played everywhere.

Manu: Funny you mentioned a german city first.

Torgny: Yeah, but it’s true. Germany has been good for us.

Jonas: I remember the Quart Festival in 2001. That was the first time I really got nervous and I thought „Now we are getting there“. That was the first time that we, lets say it that way, were a bit mainstream in Norway, not only getting the scene, but also songs on the radio and get music out to more people. And that was the TURBONEGRO-Reunion-Show as well. Their first show.

Lars: That was actually the second. They played Sweden first. 2002. And we played Øya the following year with TURBONEGRO

Jonas: I remember that very well. I was sweating and shaking.

Lars: I remember my first show. I was so scared.

Torgny: Yeah, you threatened to go home.

Lars: Yeah and you worried „Is he serious?“ I was seventeen.

Torgny: Now, that was the second show you threatened. The first show we ever did was with BIG BANG.

Amulet Wiesbaden

Manu: How come you played with GUNS'N'ROSES?

Lars: The promoter of the show asked us.

Rasmus: Because the support band cancelled.

Lars: That was BULLET FOR MY VALENTINE. They cancelled. They couldn’t play. So they asked us. And GUNS'N'ROSES had to OK the band, or Axl had to okay the band, and he said it was okay. So we played with GUNS'N'ROSES which is pretty far out. We just called it the "Battle of Bandanas".

Manu: Maybe the worst show was the second-to-last Wiesbaden show?

Lars: It was actually great.

Torgny: But the crowd sucked. The thing I remember from that show was the BUBONIX people had that massage dude and he gave us back massages, so I thought that one was okay. But the crowd… But I’m always like if the crowd hates me I just walk them out.

Jonas: I got a tattoo from the singer the next day. Thats funny.

Manu: Who did the artworks for your CD’s, like „Danger! Danger!“ or „Blessed and Cursed“? Is it the same artist?

Lars: No, „Danger! Danger!“ was Jonas and Robin, our old bass player.

Manu: Oh, you did it by yourselves?

Jonas: Robin was the guy who knew all the technical stuff, I was just the guy with the ideas.

Lars: That’s actually why Robin left the Band. Thats what he does now. He is better at that.

Jonas: And the „Solid“ Album was a good friend of us, called Are Kleivan. He is also the guy who is doing all the artwork for the Oya Festival. And there as well we had our ideas.

Lars: „Blessed and Cursed“ is the same guy, and Jonas. Jonas is always the art director.

Manu: I see you have the setlist for tomorrow. How did you decide on the songs?

Torgny: We thought it had to be the songs that meant the most to the people, and the songs that meant the most for us.

Lars: And to get a good spread of our whole career. And I think thats it.

AmuletSolidManu: I thought you would end with „Remember“.

Torgny: No, we are ending with „Naked Eye“. Of course!

Lars: It is just the whole career. Every record.

Manu: So you were sitting together, deciding on the songs?

Torgny: Yeah, pretty much.

Manu: Some weeks ago I saw DEATH IS NOT GLAMOROUS and I thought they were very influenced by you. Do you think so, too?

Rasmus: I recorded all of their albums. That explains it. That was the answer.

Lars: They kind of liked the same bands I liked, when I started playing guitar, when I started Amulet with Torgny. So I don’t know if they are inspired by us.

Rasmus: It’s the same melodic edge to Hardcore.

Lars: They’re good.

Rasmus: We know those guys very well, what can I say?

Lars: The drummer has played in DAMAGE CONTROL, with Espen. Other than that there is no connection.

Manu: Jonas is playing with SILVER now. What about you? He told something about THE DEMAGOGS.

Torgny: Yeah thats my new project.

Rasmus: I’m playing with Espen in THE ANCHORS.

Lars: And I don’t have a name for mine yet.

Manu: But you are planning on something?

Lars: Yeah. Writing and stuff. I have to do something. Nobody is gonna quit music. That is for sure.

Torgny: That’s for sure!

Manu: The thing with BLACK DIAMOND BRIGADE, was this just for the one song?

Torgny: That was just for the one song.

Lars: I would really like to see that band together again.

Torgny: It could be. We tried to get it together once, but Knut from TURBONEGRO is too busy.


"Thanks for all these years and I’m glad to be a part of this. All of us had the same dream of being in a band [...] I think we got a really huge part of the whole being a band thing and we have been a band in Norway, touring Norway and we got even more than that"

Jonas Thire about his time in the band


Manu: Jonas also told me that you were trying to get a last show in Germany, so why did it not happen?

Torgny: That was a thing between money and time. Every german should be as smart as you and take the consequence of this and come to Oslo.

Jonas: We really wanted to do it, one last show in Berlin and one in Hamburg.

Amulet Jonas ThireRasmus: But that would have costed us a lot of money, so we just didn’t have the money to do it. That was the reason.

Torgny: That sucks, I have to say it.

Jonas: Yeah it sucks. We owed Germany that. You can tell Germany that we really wanted to. I felt like I was the only one that answered people on Myspace. There were so many people asking. And all the time I said „Yeah, we will maybe in May“ And then it was „Maybe June“ and then I didn’t know what to answer anymore. It’s also a shame that the Danger album never got out in Germany. It only got out in Scandinavia. How many records did they sell? Three?

Lars: Maybe more than three…

Manu: I got to ask this: Remember the poster you took with you from Wiesbaden, the „Seniorenhippie Dieter Thomas“. What happened to him?

Torgny: Ah yeah, Dieter Thomas, ask Lars!

Jonas: He went down with our old rehearsal space . Remember the poster we had? Senior Hippie Dieter Thomas?

Lars: Oh yeah. That went down when they tore down our rehearsal space.

Manu: But you had it hanging there? Thats sweet.

Rasmus: Yeah, it was there all the time.

Lars: Of course!

Manu: Is there anything you wanna say to the German fans?

Jonas: Sorry for not coming during our last shows. Start collecting those money and talk to you in five years. You could start an Amulet-Fond. No, thanks for all the good times and thanks for sticking around and you can see the last show on Youtube probably.

Lars: I can’t say anymore than thank you, check out all the projects, it will be really interesting, a lot of different stuff I can tell you.

(Pictures: Promo and Manu, Wiesbaden 2007)

 

Submit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to Twitter
Anmelden

Verwandte Artikel

Neckbreaker präsentiert

Neckbreaker auf Facebook

nb recruiting 2015

nb forum 2015

nb gallery 2015