interview midnightrider 01Kein Vorwort, direkt die erste Frage an Blumi, den einige auch von METAL INQUISITOR kennen werden.

Ralf: Hi, hier der Ralf vom Neckbreaker Magazin. Hoffe es ist alles gut im MIDNIGHT RIDER-Camp?

Blumi: In den letzten Jahren war es nicht immer einfach MIDNIGHT RIDER am Leben zu erhalten. Es ist daher eine gewisse Genugtuung zu sehen, dass das ganze Durchhalten der vergangenen Jahre zu einer richtigen Band am Ende führte. Es scheint ganz gut zu sein nicht alles so verbissen zu sehen, sondern immer schön gelassen zu bleiben. Gut Ding will ja Weile haben...

Ralf: Nach einer EP liegt nun das erste volle MIDNIGHT RIDER Album vor. Seid ihr zufrieden mit den bisherigen Resonanzen?

Blumi: Dass die Scheibe auch allgemein gut angenommen wird freut mich natürlich sehr. Es ist bei all den monatlichen Veröffentlichungen schon schwer sich Gehör bei den Leuten zu verschaffen. Außerdem sind kürzlich recht starke Sachen von z.B. NIGHT DEMON und HORISONT veröffentlicht worden. Da bin ich erst mal froh, dass wir da nicht irgendwo untergegangen sind.

Ralf: Wie kam es zur Gründung von MIDNIGHT RIDER. Was war der Anlass oder wie seid ihr darauf gekommen eine Band im Stile des Siebzigerhardrock zu gründen?

Blumi: Ich habe in 2004 erste Riffs geschrieben woraus dann 3 Songs entstanden sind. Ich sah in den ersten Anfängen eigentlich eine musikalische Abwechslung mal was anderes zu machen. Außerdem hatte ich immer wieder Ideen, die für METAL INQUISITOR nicht geeignet waren. Somit war MIDNIGHT RIDER geboren. Ich habe es dann an Samm von MAGNESIUM und Kenji von GORGON seinerzeit weitergegeben. Sie haben dann den Grundstein gelegt und Cliff und Wayne kamen kurze Zeit später hinzu.

Ralf: Besonders die alten JUDAS PRIEST Sachen kommen einem in den Sinn...Seid ihr große Anhänger? Wer hat Euch noch beeinflusst?

Blumi: Das war eigentlich nicht unser ausschließlicher Einfluss aber ganz sicher ein besonderer. Wir sind ziemliche Fans der 70er Ära von Priest aber auch BLACK SABBATH kam beim Songwriting zum Tragen. Zunächst mal keine besondere Innovation, aber die beiden Bands waren eben sehr prägend für alle folgenden Bands. So nun auch für uns.

interview midnightrider 03

Ralf: Wo habt ihr aufgenommen? Die Produktion klingt für mich sehr natürlich und weder retro noch zu modern. War das beabsichtigt?

Blumi: Wenn es so klingt haben wir das Ziel erreicht. Es sollte nicht nach einer Underground-Kapelle klingen und zugleich auch nicht langweilig modern. Mersus (ehemaliger Drummer von DESTROYER 666) besitzt ein kleines Studio in Solingen und hatte damals auch ATTIC zum Aufstieg verholfen. Vielleicht konnte er auch uns nun einen kleinen Anschub geben.

Ralf: Wie geht bei Euch der Songwritingprozess von statten?

Blumi: In der Regel überlege ich mir ein paar Riffs und wir schauen dann bei der Probe wie gewisse Parts zusammen passen. Häufig komponiere ich aber auch schon vollständige Songs mit vorgegebenen Gesangs- und Basslinien.

Ralf: Das Coverartwork ist für eine Hardrock/Metal Scheibe recht ungewöhnlich. Was gibt’s dazu zu sagen?

Blumi: Es ist ein ca. 100 Jahre altes Fotos und zeigt eine Industrieruine in Belfast. Man kann vielleicht etwas darin sehen, was sich „manifestiert“ hat?! In den 70ern war so manches Cover Artwork künstlerisch sehr eigentümlich wie z.B. THIN LIZZY „Shades Af A Blue Orphanage“ oder PINK FLOYD „Animals“.

Ralf: Seht ihr euch eigentlich als Retro-Band?

Blumi: Ich finde uns keinesfalls so retro wie z.B. BLUES PILLS. Es ist nicht unsere Absicht, dass man sich total in die 70er zurück versetzt fühlt. Aber auf der anderen Seite deutet vieles in unserer Musik darauf hin. Sagen wir also mal ein bisschen.

Ralf: Ist METAL INQUSITOR eigentlich offiziell aufgelöst oder liegt die Band auf Eis?

Blumi: Offiziell aufgelöst?? Du meine Güte. Auf gar keinen Fall, denn wir arbeiten dieses Jahr akribisch am nächsten Album. Auf Eis liegt da ganz und gar nichts. Wir waren in letzter Zeit aber vermehrt international unterwegs. Vielleicht hat man daher in Deutschland den Eindruck, dass da nichts passiert. Aber man kann halt auch nicht omnipräsent sein.

Ralf: Wie sieht es gigtechnisch aus. Wird es eine Tour oder Festivalauftritte geben? Sind Touren überhaupt möglich, denke mal ihr geht alle ganz normal arbeiten?

Blumi: Wenn man Vollzeit berufstätig ist kann man nicht einfach so mal wochenlang auf Tour gehen, aber es ist auch nicht unmöglich. Wir spielen u.a. mit METALUCIFER auf dem „Der Detze rockt-Open Air“. Ich hoffe, dass sich einige Festival Auftritte mehr ergeben.

Ralf: Was treibt Euch an Musik zu machen. Und was bedeutet „Erfolg“ für Euch?

Blumi: Mich treibt das Experimentieren mit Gitarrensounds und natürlich das spezielle Songwriting dieser Musikrichtung an. Erfolg bedeutet für mich, wenn Leute es gut finden.

Ralf: Die abschließenden Worte gehören Dir...

Vielen Dank für das Interview!

interview midnightrider 02

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