Eternity Magazin
Mit ihrem ersten Langeisen "Arrows" konnten die Norweger von STONEGARD in Skandinavien schon ordentlich abräumen. Nun wurde das Album kürzlich auch in Rest-Europa veröffentlicht. Eineinhalb Jahre später.
Warum das, und wie und wann und wer und weshalb eigentlich waren genug Fragen, um Gitarrist Ronny mal aufs Zahnfleisch zu fühlen. Bitteschön: Bernie: Was bedeutet der Bandname STONEGARD eigentlich?

Ronny: Es bedeutet nichts anderes als die Band STONEGARD. Das ist ja das Beste daran. Nichts anderes als wir sind Stonegard und das macht das Wort zu unserem Eigenen. Einzigartig, cool klingend und es passt zur Musik.

Bernie: Was sollte man unbedingt über STONEGARD wissen?

Ronny: Man sollte sich einfach die Musik anhören und zu unseren Shows kommen, um sich seine eigene Meinung zu bilden. Wir ziehen unser Ding durch und wir denken, wir machen es recht gut. Wir hoffen, du stimmst dem zu nach de Hören bzw. Sehen.



Bernie: Kannst du uns bitte einen kleinen Einblick in die Geschichte der Band geben?

Ronny: Grrim (Sänger und Gitarrist) hat die Band im Jahre 2000 gegründet. Zu diesem Zeitpunkt klang die Band noch sehr stark nach einer Stonerband. Schließlich hat dich aber die Musik durch die Jahre, die Bandmitglieder und ein Arsch voll Touren durch Norwegen geändert. Ich bin 2003 dazu gestoßen und seit dem ist das Line Up stabil geblieben. Der Sound ist sich aber stets am entwickeln.
Wir haben „Arrows“ 2004 in den Dug Out Studios aufgenommen und die Platte wurde dann im frühen Jahr 2005 in Skandinavien und Finnland veröffentlicht und kam hier auch bisher sehr gut an. Es fühlt sich komisch an, das Album nun so viel später international zu veröffentlichen, aber wir denken, es ist immer noch ein großartiges Album.
Unser zweites Album ist nun auch fertig und wird hier im Herbst veröffentlicht.

Bernie: Welches sind eure Haupteinflüsse, die den Sound von STONEGARD so einzigartig machen? (Ich persönlich höre ne ganze Menge COC heraus)

Ronny: Nun, eigentlich hat keiner von uns irgendeinen besonderen Draht zu COC, aber ich habe mit mal ein paar Songs von ihnen angehört und ich fand’s ganz gut. Aber die Einflüsse von STONEGARD sind sehr vielseitig, wir sind vier unterschiedliche Kerle, die ganz unterschiedliche Musik hören. Das erstreckt sich von den BEATLES auf der einen zu IMMORTAL auf der anderen Seite. Wir mögen gute Arrangements, Melodien, Dynamik, Progressivität und Energie und all das sehen wir als gute Musik, ohne Rücksicht auf Genre oder Schulbaden.

Bernie: Was findest du musikalisch attraktiver? SLAYER oder KYUSS?

Ronny: Hm, harte Frage… Wir mögen beide. Ich persönlich bin ein riesiger SLAYER Fan und der Rest der Jungs mag sie auch sehr gerne. Aber auch KYUSS hatte in der Tat eine Inspirationsquelle für uns, vor allem in unseren frühen Tagen. Ich sehe ein, dass STONEGARD anders klingen würden, wenn es die beiden Bands nicht gäbe.

Bernie: Warum hat es so lange gedauert, bis „Arrows“ europaweit veröffentlicht wird?

Ronny: Der Postbote hatte ne Reifenpanne auf dem Weg in den Süden und ist für eineinhalb Jahre in Dänemark stecken geblieben und hat dort in einer Windmühle gelebt. In der Zwischenzeit waren wir damit beschäftigt, Norwegen, Finnland und Schweden zu betouren, neues Material zu schreiben und unser zweites Album aufzunehmen. Und, natürlich, damit, das richtige Label und Timing zu finden, um „Arrows“ in ganz Europa auf den Markt zu bringen… wir haben es schlussendlich geschafft und nun ist es raus. Los, geht es kaufen!


Der Postbote hatte ne Reifenpanne auf dem Weg in den Süden und ist für eineinhalb Jahre in Dänemark stecken geblieben und hat dort in einer Windmühle gelebt

Deshalb hat die Veröffentlichung von ”Arrows” also so lange gedauert…


Bernie: Wie entstehen eure eher komplexen Songs?

Ronny: Die Songs für „Arrows“ wurden in einer Periode von vier Jahren geschrieben. Wie die meisten Debütalben ist es somit eine Art Compilation aus den besten Sachen, die wir zwischen unserer Gründung und dem ersten richtigen Album geschrieben haben. Wahrscheinlich ist das Album deshalb so stark verschiedenartig.
Aber an den meisten Sachen arbeiten wir als eine Einheit. Jeder bringt sich mit ein. Wir tun alles 100% demokratisch und lassen nichts durch, ohne dass jeder von uns bis ins kleinste Detail damit einverstanden ist. Somit brauchen wir eine ganze Weile, bis wir Songs fertig haben, aber ein Song ist ja eine Art Prozess, der sich einwickelt, bis wir damit glücklich sind. Und wir können sehr pedantisch sein… unausstehlich pedantisch.

Bernie: Wodurch lasst ihr eure Texte beeinflussen?

Ronny: Sie sind durch das Leben inspiriert. Erfahrungen, Gefühle, Philisophie, eigentlich alles. Die meisten Lyrics handeln von persänlichen Dingen. Darüber, den Zielpunkt im Leben zu bewahren, persönliche Entwicklungen, disaströse Liebesaffairen, Tod und Krankheit, Jedwede Kämpfe, für sich selbst einstehen, Ärger, Verlangen… hm yeah, vieles eben. Aber es gibt keine Konzepte oder Muster. Wir schreiben einfach etwas, von dem wir denken, dass es gute Texte sind, die zu den Songs passen.


Bernie: Wie weit sei ihr mit den Aufnahmen zum neuen Album? Was können wir von der neuen Scheibe erwarten?

Ronny: Wir sind fertig. Wir haben die Platte im Frühling aufgenommen, in em gleichen Studio und mit dem gleichen Produzenten wie bei „Arrows“. Es wurde auch vor kurzem gemastert und die Veröffentlichung in den Nordländern ist für Ende August angesetzt
Das neue Album klingt ein wenig anders als „Arrows“, denke ich.Ein bisschen progressiver mit einem härteren Sound. Mehr Backing Vocals und „Screamo“-Vocals und einfach rundum intensiver. Das war aber eine natürliche Entwicklung für uns, wir haben genau da weiter gemacht, wo das Songwriting für „Arrows“ aufgehört hat. Die neuesten Stücke auf der letzten Platte sind „Darkest hour“, The whiteshaded lie“ und „Arrows“, ich denke, das neue Album klingt somit mehr nach diesen drei als nach den anderen.
Wir sind sehr zufrieden mit der neuen Platte und wir hoffen, dass wir sie für Rest-Europa Anfang 2007 veröffentlichen können.

Bernie: Auf Wikipedia.de habe ich gelesen, dass ihr vehement gegen Drogen seid, sympathisiert ihr mit der „Straight Edge“ Bewegung?

Ronny: Wir mögen unser Fleisch blutrot, unser Gras grün und unser Bier in rauen Mengen. Somit in keinster Weise straight edge, aber wir nehmen keine Drogen.

Bernie: Designt ihr eure Logos selbst, ich finde sie sind stets sehr gelungen!

Ronny: Dankeschön. Das Logo und der Totenkopf ist Grrims Verdienst. Es wurde später etwas poliert von einem bezahlten Designer, aber wir machen unser ganzes Merchandise Design selbst.

Bernie: Was habt ihr für die nächste Zukunft geplant? Werdet ihr Deutschland auch mal einen Besuch abstatten?

Ronny: Diesen Sommer werden wir in Schweden und Norwegen einige Festivals spielen. Und wir proben sehr viel, sodass das neue Material so gut wie möglich klingt. Im September werden wir beginnen Harcore zu touren, erst in Norwegen und Schweden, dann nach Dänemark, Finnland, Großbritannien, und hoffentlich werden bald auch noch Deutschland, Frankreich und ein paar andere Länder dazu kommen. Wir sind sehr aufgeregt, das erste Mal durch Europa zu touren, ich kann es nicht erwarten, mal in Deutschland zu spielen! Schaut auf unserer Website www.stonegard.org rein für News, Tourdates und son Zeug.


Wir mögen unser Fleisch blutrot, unser Gras grün und unser Bier in rauen Mengen

“Straight Edge“ gibt’s bei STONEGARD nicht.



Bernie: Welche Frage würdest du gern gefragt und wie würdest du antworten?

Ronny: „Neckbreaker: Würdest du so freundlich sein, dieses Geschenk über eine Milliarden Euro anzunehmen, lieber Herr Ronny?“
Stonegard: hmm…na ja, okay… dankeschön!

Bernie: Wir sind auch nun schon am Ende des Interviews angelangt, ich bedanke mich recht herzlich für die Zeit. Gibt es noch etwas, was du den Neckbreaker.de Lesern mitteilen möchstest?

Ronny: Gebt auf euch Acht, habt Spaß und Rock Hard! Wir kommen bald südwärts und machen Deutschland unsicher!
„Mehr metal für die Volk“ (auf deutsch, Bernie) (oder so ähnlich…)
ronny, Gitarrist STONEGARD

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