swedenrock2018 posterNach der Bestätigung der absoluten Top-Headliner war es abzusehen, und so ist es auch gekommen, die Festivaltickets des Sweden Rock sind früher ausverkauft als jemals zuvor. Wer dennoch OZZY oder IRON MAIDEN dort live erleben will, der muss sich gedulden, bis die entsprechenden Tagestickets online sind. Zu Beginn des neuen Jahres, das kurz bevor steht, dürfte es soweit sein und dann heißt es schnell sein und zuschlagen. Doch die Macher des Festivals ruhen sich keineswegs auf diesem Erfolg aus, sondern legen einfach noch einmal eine ganze Schippe Topacts nach. Wer neben den bereits bestätigten vom 06. – 09. Juni 2018 im südschwedischen Sölvesborg aufspielt, lest ihr hier.

Als letzter Headliner sind für den Eröffnungsmittwoch mit HARDCORE SUPERSTAR sicher eine deutlich kleinere Nummer vorgesehen als bei den drei Haupttagen. Doch die Mitbegründer der neuen Hair Metal/Sleaze-Welle in ihrer schwedischen Heimat werden sicher eine ordentliche Rolle an dem Tag spielen und bis dahin noch ein neues Album vorlegen. Die Position zeigt auch, wie hoch der Stellenwert dieses Genres da oben immer noch ist oder schon immer war.

Für Freunde des Siebziger-Hard Rocks gibt es zwei der ganz großen Nummern aus dieser Zeit zu bewundern. Zwar haben URIAH HEEP ihr nächstes Album erst für den Herbst des kommenden Jahres angekündigt, doch tourtechnisch werden die Mannen um Mick Box ohnehin nie müde. Und mit zwei Dutzend Studiolongplayern haben sie auch genügend Material in der Hinterhand, um die ein oder andere Überraschung einzubauen.
Nicht weniger wichtig waren THIN LIZZY in jener Zeit, die sich leider nach dem viel zu frühen Tod ihres Frontmanns Phil Lynott 1986 auflösten. Doch seine früheren Mitstreiter kommen immer wieder zurück, viele Jahre war man mit John Sykes, später dann mit Ricky Warwick als Frontmann unterwegs. Jene Version ist heute als BLACK STAR RIDERS unterwegs, der frühere Drummer BRIAN DOWNEY hat mit ALIVE AND DANGEROUS hat jüngere Musiker um sich geschart, um die Songs weiterhin auf die Bühnen der Welt zu bringen.

Nachdem bereits VIXEN bestätigt sind, gibt sich mit MADAM X auch die erste Band von Drummerin Roxy Petrucci die Ehre. Ebenso im Achtziger Hard Rock beheimatet sind BUCKCHERRY, wenn sie auch immer wieder mit dem Alternative Rock flirten. Noch trockener kommt SHOOTER JENNINGS um die Ecke, der dem Southern Rock eine deutliche Countryschlagseite verleiht, die er bei seinem Vater Waylon Jennings gelernt haben dürfte.
Ebenso in den Siebzigern beheimatet sind die Prog Rocker von FOCUS um Frontmann Thijs van Leer. Die haben neben GOLDEN EARRING die Niederlande auf die Landkarte der Rockmusik gehievt und ihrem Genre eine gewisse Verrücktheit spendiert. Noch abgefahrener waren die US-Amerikaner von COVEN, die wie kaum eine andere Band den Occult Rock beeinflusst haben dürften. Mit Wiedererstarken der Szene ist das Trio nach 40 Jahren wieder zurück.

Ebenfalls deutlich abgedreht sind die Sludger von BARONESS, die sich auch von vielen Rückschlägen nicht abbringen ließen und heute die Szene anführen. Aktuell werkeln sie am Nachfolger vom „Purple“, weswegen man auf den Auftritt gespannt sein darf. Überhaupt tendiert das Billing in dem Jahr in das Zeitgemäße, da überraschen auch IN THIS MOMENT nicht wirklich. Einst im Metalcore begonnen, öffnete sich die Truppe um Maria Brink mit jedem Album.
Zu den absoluten Topkräften im Metalcore zählen KILLSWITCH ENGAGE, die von Beginn Maßstäbe setzten. Seit der Rückkehr von Sänger Jesse Leach laufen sie auch wieder zu großer Form auf. Was man aus Hardcore und Metal alles zaubern kann, das beweisen MESHUGGAH seit Jahrzenten. Niemand haut so verdrehte Riffs und Breaks mit so einer Härte und Intensität heraus wie die Schweden. Nicht nur wegen dem Heimspiel dürften die Djent-Ikonen einen denkwürdigen Auftritt hinlegen.

In ähnlichem Härtebereich, wenn auch viel geradliniger sind DESTRUCTION, die ihre Landsleute von KREATOR an der Thrashfront unterstützen. Neben ihnen gehören Schmier & Co. Zur absoluten Speerspitze des Teutonenthrash. Ebenso traditionell agiert mit TORCH eine weitere Schwedencombo, die zu Beginn der Achtziger die schwedische Antwort auf die NWOBHM war. Vor allem die Performance von Frontmann Dan Dark ist immer wieder sehenswert. Eine ganz besondere Show für die Einheimischen dürfte die Reunion der Rocklegende WILMER X sein, die am Samstag ihre erste Show seit sieben Jahren und ihre 1000. insgesamt spielen werden.

Damit bleiben die Macher des Sweden Rock ihrer Linie treu und bieten ihren Zuschauern ein weites Spektrum an Bands, auch wenn man nie wirkliche Experimente eingeht, um nicht die eigenen Glaubwürdigkeit zu untergraben. Damit hat sich das Event zu einem der mächtigsten in Europa gemausert. Das liegt aber auch an der tollen, relaxten Atmosphäre, einem aufgrund des Ticketlimits nie zu vollen Gelände und vielen Vorzügen wie kurzen Wegen oder einer guten Verpflegungs - und Sanitärsituation. Ein Muss für den geschmacksbewussten Metaller und Rocker! (Pfälzer)

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