savagemessiah handsoffateDie Floskel „All killers, no fillers“ ist wohl so alt wie der Rock and Roll selbst, und meiner Meinung stark überstrapaziert. Noch dazu trifft sie in der Realität bei den wenigsten Alben tatsächlich zu. Ausnahmen bestätigen jedoch auch hier, wie in vielen Fällen, die Regel. Doch dazu gleich. Die bereits 2007 gegründeten Briten SAVAGE MESSIAH haben in den 10 Jahren ihres Bestehens, zählt man das am 27.10, erschienene „Hands Of Fate“ dazu, bisher vier Alben veröffentlicht. Diese waren allesamt alles andere als schlecht, der große Durchbruch blieb aber bis zum heutigen Tag aus. Mit dem aktuellen Album könnte sich das jetzt endgültig ändern.

Dieses ist nicht nur die erste Scheibe, die Dave Silver (Gesang, Gitarre), Sam S. Junior (Gitarre), Mira Slama (Bass) und Andrea Gorio (Schlagzeug) bei ihrem neuen Label Century Media veröffentlichen, sondern auch die endgültige Abkehr vom von Bands wie ANNIHILATOR, TESTAMENT, MEGADETH oder auch ARTILLERY beeinflussten Thrash Metal der Anfangstage. Auf „Hands Of Fate“ wenden sich die Londoner nun endgültig dem klassischen Heavy Metal zu. Vergleichbar ist diese Entwicklung mit dem Weg den MEGADETH von „Countdown To Extinction“ (1992) zu „Youthanasia“ (1994) einschlugen oder um einen noch größeren Namen ins Spiel zu bringen METALLICA von „…And Justice For All“ (1988) zu „Metallica“ (besser bekannt als „Das Schwarze Album“) (1991).

Aber zurück zum Thema „All killers, no fillers“. Bereits das eröffnende Titelstück zeigt deutlich den musikalischen Wandel, welchen SAVAGE MESSIAH auf ihrem neuen Album vollzogen haben. Die Nummer klingt, für mein Empfinden, wie BON JOVI, wenn diese endlich mal die schnulzigen Texte einmotten, die Gitarren voll aufdrehen und mindestens 3 Schippen mehr Härte in ihren Sound packen würden. Definitiv der erste Höhepunkt der Platte. Doch bei Weitem nicht der Letzte. Auch der Rest der hier enthaltenen 10 Stücke überzeugt auf ganzer Linie. Egal wie lange man sucht, einen schlechten Song wird man auf „Hands Of Fate“ schlicht und ergreifend nirgends finden. Egal, ob „Wing And A Prayer“ welches schnell zum Ohrwurm wird, „Blood Red Road“ oder auch „Last Confession“, um nur einige zu nennen, die Gruppe fühlt sich im Heavy Metal sichtlich wohl und das hört man ihrem neuen Werk auch jederzeit an.

Für mich sind SAVAGE MESSIAH mit „Hands Of Fate“ eine der Überraschungen des Jahres. Gute bis sehr gute Alben haben sie bisher immer abgeliefert, aber eine derart starke Scheibe hatten wohl die wenigsten von den Briten erwartet. (Matthias)

Bewertung:

Matthias9,0 9 / 10

Anzahl der Songs: 10
Spielzeit: 43:30 min
Label: Century Media Records
Veröffentlichungstermin: 27.10.2017

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