toxicshock twentylastcenturyDer Name TOXIC SHOCK scheint einen nicht unerheblichen Reiz auf vor allem Thrash Metal Bands auszuüben, wenn es um die Benennung ihrer Kapelle geht. Anders kann ich mir nicht erklären, dass mir gleich 4 Gruppen einfallen, die diesen Namen tragen beziehungsweise trugen. Wobei die deutschen Vertreter, welche aus Eislingen in Baden-Württemberg stammten und in der Zeit von 1988 bis 1992 drei Alben veröffentlichten, noch die bekanntesten sein dürften.

Hier handelt es sich jedoch um die gleichnamige Kapelle aus dem belgischen Antwerpen, die mit „Twentylastcentury“ (kein Schreibfehler) am 10.11. nach 4 Jahren den Nachfolger ihres Debüts „Daily Demons“ aus dem Jahr 2013 veröffentlicht. Für die Produktion des Albums konnte man niemand anderen als Flemming Rasmussen, ja genau denjenigen Flemming Rasmussen, der die METALLICA Alben "Ride The Lightning", "Master Of Puppets" und "...And Justice For All" produzierte, gewinnen.

Nun könnte man denken, dass die Belgier in den 4 Jahren seit der Veröffentlichung ihres Debüts ihre Musik grundsätzlich verändert haben. Doch auch auf „Twentylastcentury“ bleiben TOXIC SHOCK sich treu und bieten dem Hörer eine Mischung aus Old School Thrash Metal und Hardcore, die nicht selten an frühe SUICIDAL TENDENCIES, NUCLEAR ASSAULT oder um eine jüngere Gruppe ins Spiel zu bringen, MUNICIPAL WASTE, erinnert.

Man kann nun keinesfalls behaupten, dass TOXIC SHOCK musikalisch nichts auf der Pfanne hätten und Stücke wie „Immobilized And Paralyzed“, „366ick Days“ und „Godless“ wissen durchaus zu gefallen, trotzdem haben die Jungs ein nicht unerhebliches Problem und dieses ist, dass es ihnen, obwohl sie bereits seit 2010 am Start sind, immer noch an einer eigenen Identität mangelt. So klingt sehr vieles wie bereits woanders gehört oder um es deutlicher auszudrücken bei recht bekannten Kaliforniern namens SUICIDAL TENDENCIES abgekupfert. So hat zum Beispiel der Anfang von „Headknives“ frappierende Ähnlichkeit mit „You Can’t Bring Me Down“.

Sorry, aber nach 4 Jahren Wartezeit zwischen Debüt und Zweitwerk hätten es dann schon ein paar eigene Ideen mehr sein dürfen.
Auch die Produktion von Rasmussen weißt hier wieder einmal genau das Problem auf, dass es schon bei den Platten von METALLICA gab. Das klingt zwar alles recht ordentlich, aber so richtig Druck dahinter ist auch hier nicht.

Letztendlich muss man „Twentylastcentury“ als das sehen, was es ist, ein etwas mehr als durchschnittliches Werk einer Band, die ihren eigenen Stil noch nicht so ganz gefunden zu haben scheint. (Matthias)

Bewertung:

Matthias6,5 6,5 / 10

Anzahl der Songs: 11
Spielzeit: 35:32 min
Label: This Charming Man Records
Veröffentlichungstermin: 10.11.2017

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