bonsaikitten mindcraftAb und zu kommt es vor, dass man sich aus dem riesigen Fundus an Bands und Künstlern, die einem so zur Verfügung stehen, etwas aussucht und man dann eigentlich gar nicht so ganz genau weiß, warum man das getan hat. Die Berliner Band BONSAI KITTEN ist im Grunde genommen so ein Fall, vielleicht war es der seltsame Bandname, vielleicht auch die Neugier zu erfahren, was die Band unter „Riot Rock“ versteht oder vielleicht wollte ich auch einfach nur wissen, was sich hinter einem Song wie „@DWYWTD“ verbirgt.

Das „wieso“ ist am Ende auch egal, das mit gerade einmal 32 Minuten ausgestattete „Mindcraft“ wurde ein paar Mal gehört und ich kann festhalten, dass die Band um die Frontfrau Tiger Lily Marleen gar nicht so übel ist. Dass die Band bereits 2005 gegründet wurde und seitdem bereits einige Platten veröffentlicht hat, die allesamt in den Verlosungstopf zum „hässlichsten Coverartwork“ des jeweiligen Jahrgangs gehören, soll dabei nur eine Randnotiz sein.

Wichtiger ist da schon die Musik und das ist überwiegend straighte Rockmusik, leicht Punk und leicht von Rockabilly und Rock n Roll beeinflusst, sie geht gut ins Ohr, ganz klar Musik für die positiven Seiten des Lebens. Die Songs dauern im Schnitt 3 Minuten, das reicht um alles zu sagen, Songtitel wie „No-Go Area 2.0“, „iFuck“ und „Unfuck The World“ deuten bereits an, dass es hier nicht darum geht, Preise im Hinblick auf künstlerische Ernsthaftigkeit zu gewinnen. Was mich allerdings etwas wundert ist, dass die Band überraschend wenig provoziert, da hätte ich bei der Begrifflichkeit „Riot Rock“ einiges mehr erwartet, mit „Isn’t It Funny?“ und „Life Will Never Die“ gibt es sogar zwei Balladen, die erste geht dem Titel entsprechend in eine witzige Richtung, die zweite mit Akustikgitarren in die nachdenkliche.

Das ist soweit alles auch voll und ganz in Ordnung, trotzdem hat man so das Gefühl, wenn man rein die Musik betrachtet, dass BONSAI KITTEN eine Band von vielen ist, ohne wirkliches Alleinstellungsmerkmal. Daran anknüpfend gilt diese Einschätzung auch für dieses „Mindcraft“ Album und das drückt sich natürlich auch in der abschließenden Bewertung aus. (Maik)

Bewertung: 

Maik 20167,0 7 / 10

Anzahl der Songs: 10
Spielzeit: 32:00 min
Label: 7 Star Music/Rough Trade
Veröffentlichungstermin: 08.09.2017

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