Eternity Magazin
summerbreeze_start.jpgWie die letzten Jahre war das Summer Breeze auch dieses Jahr Pflicht im Veranstaltungskalender der Neckbreaker - Redaktion. Berichte, dass die Zuschauerzahl auf 30.000 aufgestockt wird und kurze Zeit später sogar restlos ausverkauft ist, lässt den langjährigen Festivalbesucher die Nase rümpfen. Was kann man erwarten, wenn sein Lieblingsfestival jedes Jahr um Tausende Menschen wächst? Wird sich etwas ändern? Wird alles gleich bleiben? Bernie und Verena machten sich auf die Tour nach Dinkelsbühl, um es heraus zu finden!

Eins vorweg: JA, es hat sich etwas geändert. Je mehr Zuschauer, desto mehr Probleme, das sollte jedem klar sein, der bereits kleine und auch große Festivals besucht hat. Man zieht ab einer gewissen Masse nicht nur beinharte, langjährige Heavy Metal Fans an, sondern auch Partyvolk und vor allem junge Menschen, die nicht des Festivals wegen nach Dinkelsbühl reisen, sondern um sich mal so richtig derb daneben benehmen zu können und dafür keine Schelte von der Mami erhalten. Aber dazu später mehr.

Glücklicherweise war uns nicht möglich, bereits für den Mittwoch an zu reisen. Glücklicherweise? Wenn man bedenkt, dass Tausende Menschen bis zu 13 unglaublichen Stunden im Stau vor der Einlasskontrolle versauert sind, dann kann man tatsächlich nur von Glück reden! Dieser Fauxpas, den die Festival – Leitung zu Verantworten hat, darf sich niemals wiederholen!

Um wieder auf die Massen zurück zu kommen: Je mehr Leute, desto mehr gibt es auch zu holen. Für wen? Diebe! Diebe, die es sich zur lustigen Aufgabe machen, über die Campingplätze zu streunen und reihenweise Zelte leer zu räumen! Gerüchte? Oh nein, denn genau das ist uns selbst passiert! Dass da weder Polizei noch Festival – Leitung viel verhindern können, ist klar, dafür kann niemand was und selbst Securities auf Patrouille würden daran nichts ändern. Sehr ärgerlich ist es trotzdem und ein weiteres Zeichen dafür, dass mehr nicht immer besser ist! Man sollte sich hier überlegen, ob ein Wachsen in diesem Maße wirklich Sinn macht!! (später ließ das Summer Breeze verlauten, dass die Zuschauerzahl wieder herunter gesetzt wird. - Anm. der Red.).

Abgesehen von diesen sehr unschönen Begebenheiten muss man aber zugeben, dass das Summer Breeze 2008 von der Organisation her sehr gut funktioniert hat. Sowohl in Sachen Bands/Musik als auch in dem Umgang mit den Massen hat sich die Festival – Leitung gut gehalten und für viele Tausend Besucher ein unvergessliches Wochenende geschaffen.


Donnerstag, 14.08.2009
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DRONE (Partytent)
Die deutschen Wacken Metal Battle Gewinner wurden nun von uns als erste Band des Festivals auserkoren. Kein schlechter Beginn für den verbleibenden dreitägigen Reigen, wissen die Jungs doch immer mit einer energetischen und ambitionierten Live – Show zu überzeugen. Hier wird dann auch schon bei der ersten Band für die Redaktion klar, dass die unglaubliche Masse an Menschen für eine Partei definitiv nur Vorteile hat, nämlich für die Bands. Bei einem gut halb gefüllten Zelt um 17 Uhr nachmittags, was bei der Größe viele hundert Besucher bedeutet, rocken DRONE natürlich umso lieber los. Die MACHINE HEAD Anleihen sind deutlich im Sound zu hören, stechen aber nicht negativ hervor, da die Jungs alles mit einer eigenen Note würzen, die dem Publikum auf dem Summer Breeze gut gefällt. Der Zuspruch der Fans zu Songs wie „ Chainsaw symphony“ oder dem Smasher „Welcome to the pit“ ist äußerst zufriedenstellend und der Besuch im Partyzelt kann für beide Parteien als Erfolg abgebucht werden.
 

SOILWORK (Mainstage)
SOILWORK sind irgendwie zu einem zwei bis drei schneidigen Schwert geworden... (ja, drei schneidig geht nicht, ich weiß, lasst mich doch in Ruhe *g*). Früher begeisterten die Schweden mit ultra schnellen, thrashigen Songs, der Durchbruch kam aber, als cleane Vocals und mittleres Tempo Einzug in den Sound hielten. Im Prinzip nichts Ungewöhnliches und etwas, was jeder schwedischen Band irgendwann passieren kann, könnte man sagen. IN FLAMES und DARK TRANQUILITY erlitten vom metallischen Gesichtspunkt her ein ähnliches Schicksal. Nunja, der Erfolg gibt den Bands Recht und beweist, dass es Massen von Menschen gibt, die genau so etwas sehen und hören wollen.
Fronter „Speed“ (der Name zählt echt nur noch bei seinem Thrash Side Projekt TERROR 2000) wirkt langsam aber sicher wie ein Zuhälter, Pimp und Hobbygangsta, in dem er sich mit Goldketten und ähnlichen Accessoires schmückt. Wenn dieser dann von „Swedish Metal“ spricht, dann muss man sich doch fragen, ob der gute Mann das wirklich ernst meint, denn diese Zeiten sind nun wirklich vorbei... begraben in den guten alten Zeiten. Nunja, was soll's, eine gute Liveband sind sie allemal. Bezüglich Show und Setlist sieht man im Endeffekt das, was man schon auf dem Metalcamp im Juli sehen konnte. Es muss einem sb08_negurabunget.jpgeinfach gefallen.

NEGURA BUNGET (Partytent)
„Nebliger Wald“ oder NEGURA BUNGET auf rumänisch machen an diesem Abend ihrem Namen alle Ehre. Die Bühne des Zeltes ist oft von dichten Nebelschwaden verhüllt. Die auf 6 Mann erstarkte Truppe (die Band an sich besteht regulär aus 3) bietet einen sehr eigenwilligen Mix aus Black Metal und Folklore, der eine überraschend große Menge an Zuschauern anzieht. Die Musik ist komplex und benötigt mehrere seltsam anmutende Instrumente, die auf der Bühne präsentiert werden. Alles sehr anspruchsvoll und „verkopft“, wie man so schön sagt, aber weiß live auch auf eine seltsame Art und Weise zu gefallen, selbst wenn man der Musik nicht so zugetan ist. Die Band macht diese Musik aus vollem Herzen und das kommt live auch rüber.
Der Flötenspieler allerdings wird ein paar verstohlene Lacher eingeheimst haben, denn irgendwie wirkt der gute Mann mit seinem klitzekleinen Flötchen doch ein bisschen affig. Egal, NEGURA BUNGET liefern eine gute Show, die ihrem Ruf gerecht wird und hinterlässt eine zufriedene Meute.

ARCH ENEMY (Mainstage)
ARCH ENEMY in Tageslicht ist ein bisschen doof. Wenn man an die großartige Show auf dem Metalcamp zurück denkt, kann die hier einfach nur dagegen abstinken. Im Prinzip steht die Action der Show in Slowenien in nichts nach, „Ravenous“ ist immer noch ein absoluter Oberhammer - Killersong und die Band auf ihrem Weg in den Metalolymp, aber ohne Lichtshow wirkt das alles weniger imposant. Ohne die Metalcampshow im Hinterkopf machen die Schweden mit der deutschen Frontfrau aber alles richtig und reißen eine ihnen würdige Show ab. Angela Gossow ist wie immer froh, in Deutschland spielen und deutsch auf der Bühne sprechen zu dürfen und ist heute auch gut bei Stimme. Alle Daumen hoch für die Band und ihre Show!
Daumen runter aber leider wie üblich in Richtung der Fotobeschränkungen, die von Jahr zu Jahr strikter zu werden scheinen. 2008 dürfen die letzten 6 Bands, also die letzten 3 auf Mainstage und Painstage nicht ohne Sondergenehmigung fotografiert werden. Deshalb gibt es auch von keinem Headliner Bilder, das mal hier vorweg!

BEHEMOTH (Painstage)
Und wieder eine Band, die schon auf dem Metalcamp begeistert hat. Diesmal aber nicht nur begeistert, sondern GEWONNEN! Aber das kann alles im entsprechenden Bericht nachgelesen werden. Das Problem hier ist, dass man überhaupt nicht in annehmbare Nähe der Painstage kommen kann, weil der Platz vor der Bühne mit abertausenden von Menschen VÖLLIG vollgestopft ist. Sehr ärgerlich, denn gerade optisch haben die Polen immer einiges zu bieten und warten in Dinkelsbühl sogar mit einer äußerst fetten Lightshow auf. Alles in allem wirkt der Auftritt ein wenig wie Musik aus der Dose von etwas weiter weg. Was zum einen für die Professionalität und Perfektion der Band spricht, zum anderen gegen die Massen, die das Summer Breeze dieses Jahr bevölkern.
Der reine Hörgenuss reicht uns nicht aus, ein Durchkommen in Richtung Bühne ist nicht möglich und somit verlassen wir lieber den Ort des Geschehens und beginnen schonmal damit, uns vor dem folgenden HELLOWEEN Gig zu fürchten...


HELLOWEEN (Mainstage)

...und zwar mit gutem Recht, wie sich mal wieder herausstellt. Was sich Andi Deris auf der Mainstage abhält ist einfach unfassbar. Mit voller Inbrunst versaut er jeden einzelnen hohen Ton und tötet Klassiker wie „Eagle fly free“, „Future world“ oder selbst das neuere „If I could fly“ mit voller Kraft. Was auf CD immer wieder richtig gut klingen kann, wird live zur absoluten Tortur, die ab einem gewissen Punkt einfach nicht mehr zu ertragen ist. Aber weglaufen bringt nichts, selbst Hunderte von Meter weiter auf dem Campingplatz ist das schiefe Gequäke von Herrn Deris noch zu vernehmen und frisst sich wie Säure in den Gehörgang. Ist die Band gegen diese furchtbaren Geräusche schon abgestumpft oder haben die Kollegen den Punkt bereits erreicht, an dem ohne Drogen auf der Bühne nichts mehr geht??
Ich weiß, ich übertreibe vielleicht ein bisschen und bin auch nicht wirklich nett, aber irgendwann ist auch echt mal Feierabend! Bei den 3 oder 4 Mal, die ich HELLOWEEN nun live sehen durfte, war es jedes einzelne Mal das gleiche Spiel. Nach einer Weile tun einem die Ohren weh und man flüchtet so weit weg, wie möglich. Ich scheine zumindest an diesem Abend mit meiner Meinung in der Minderzahl zu sein, denn die Massen vor der Bühne (es sind IMMER Massen...) erscheinen durchaus begeistert. Wenn man die Show der Veteranen auch mal alleine stehend beurteilt, dann wird hier richtig was geboten. Die Aufbauten auf der Bühne mit gigantischen Kürbissen und entsprechender Deko des letzten Albums sind fantastisch und zählen zu den besten, die man in diesem Geschäft zu sehen bekommt. Aber der Look ist nunmal nicht alles. Meiner Gesundheit zu Liebe werde ich nun endgültig einen Bogen um die Auftritte der Band machen, Besserung ist eh nicht ins Sicht...


MARDUK (Painstage)

HIGHLIGHT!!! Absolutes HIGHLIGHT des ganzen Festivals!! MARDUK HERRSCHEN!! Einen krasseren Kontrast zwischen dem versauten Melodic Metal der Hamburger und dem räudigen, dreckigem Black Metal von MARDUK hätte man nicht schaffen können. Gerade nach dem fürchterlichen Gequäke zuvor kommt das Gekreische genau richtig ;-) „Baptism by fire“, „Still fucking dead (Here's no peace)“, „Beyond the grace of god“ und Konsorten sind die Vertonungen purer nihilistischer Zerstörung! SO klingt der verdammte Weltuntergang! MARDUK schaffen mitten in der Nacht Gänsehaut pur und machen alles vergessen, was vor ihren Gig Fürchterliches geschah. Absolutes Ausrasten ist angesagt, als zu „Accuser/Opposer“ Alan „Naihmass Nemtheanga“ Averill von den mächtigen PRIMORDIAL die Bühne betritt um seinen Part, den er auf dem göttlichen letzten Album bei diesem Song eingesungen hat, nun live zu präsentieren. Die Reaktionen sind entsprechend euphorisch, denn was nun folgt, ist einfach unglaublich! Wem da nicht ein eiskalter Schauer über den gesamten Körper läuft, hätte besser im Zelt bleiben sollen! FANTASTISCH!!! MARDUK sind nicht immer eine solche Macht, das muss man ehrlich zugeben, aber heute auf dem Summer Breeze killen sie das komplette Festival mit dieser unfassbaren Performance! Der letzte Song des Abends ist gleichzeitig das Statement zu dem Erlebnis: PANZER DIVISION MARDUK!!! 

 

Freitag, 15.08.2008


3 INCHES OF BLOOD (Mainstage)
Wow, das ist mal ein zünftiger „Wake-up call“ am sonnenverwöhnten Mittag. 3 INCHES OF BLOOD überraschen mit einer Show, die vor Energie und Leidenschaft nur so strotzt. Wenn True Metal im Jahre 2008 so klingt, dann werd ich wieder zum Fan! Massig Anleihen aus der alten Heavy Metal Schule, vermischt mit der Aggression des neuen Jahrtausends. Der kauzige bekuttete Sänger kreischt wie UDO auf Tollwut und beackert die Bühne, um Bonusmeilen en masse zu sammeln. Die Mucke geht ab wies Zäpfchen und begeistert die Menge vor der Bühne, hier haben die Amis sicherlich ein paar neue Fans hinzu gewonnen. Bei „Deadly sinners“ gibt es kein Halten mehr, bessere Partymucke wird es an diesem Tag nicht mehr geben. Die Band sollte man sich merken, frische, unverbrauchte Musik, die mitreißt. Geil!
Wermutstropfen: die angenehme Menge an Menschen vor der Bühne wird wohl das letzte Mal angenehm sein für diesen Tag.
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SCHELMISH (Painstage)
Nein, SCHELMISH wollten wir wirklich nicht sehen. Von Weitem wagen wir ein paar Blicke und ein halbes Ohr in Richtung Painstage und verlassen dann auch ganz schnell wieder fluchtartig das Gelände. Es ist erschreckend, wie viele siebtklassige Bands auf die Bühnen eines solch renommierten, großen Festival gelassen werden. Die Deutschen sind ein fürchterlicher IN EXTREMO Abklatsch und lassen alle normalen Metaller sicherlich aufs Inständigste hoffen, dass der unsägliche Mittelalterblabla – Trend bald zumindest etwas an Fahrt verliert.
Gute Musiker sind die Jungs sicherlich und in ihrem Genre auch bestimmt eine tolle Nummer, aber ich denke ich spreche für eine erhebliche Anzahl von Metallern, wenn ich frei von der Leber aus schreibe: KOTZ! sb08_madsin.jpg


MAD SIND (Mainstage)

WOW, das hätte ich nicht erwartet. Vorher nur vom Hören - Sagen gekannt und schon nach zwei Songs avancieren MAD SIN zur Überraschung des Festivals! Die allesamt schon etwas betagten Herren rocken so saftig die Bühne, dass sich viele Junge eine dicke Scheibe von abschneiden können! MAD SIN lassen die Sau fliegen und begeistern mit ihrem Psychobilly die rockwütige Menge vor der Bühne. Sänger Koefte DeVille ist trotz seiner massigen Statur immer in Bewegung und hat das Publikum nicht nur bei dem Hit „Point of no return“ in der Hand. Ein Wahnsinnsauftritt der Ausnahmerocker, der definitv Lust auf viel mehr macht! Hammer!

ENEMY OF THE SUN (Partytent)
sb08_enemyofthesun.jpgNach der einen folgt gleich die nächste Überraschung des Tages. ENEMY OF THE SUN rocken ein ganz fieses Brett im Zelt! Sänger Joules entpuppt sich neben seiner enormen gesanglichen Leistungsfähigkeit als eine absolute Rampensau, der Jungspund reißt komplett die Bühne ab. Altmeister Waldemar Sorychta haut ein fantastisches Riff nach dem anderen raus und bevor sich die Kritiker über den SYSTEM OF A DOWN - Einschlag des Debüts mokieren können, geschieht das Unfassbare: Niemand geringeres als mighty Gus Chambers, Ex-Sänger von GRIP INC. entert die Bühne!!
Wie viele haben jahrelang um ein Lebenszeichen von GRIP INC. gebetet? Nun steht Chambers wieder gemeinsam mit Sorychta auf der Bühne! „Ostracized“ und „Hostage to heaven“ zeigen, warum diese Band eine absolute Ausnahmestellung im 90er Thrash Metal inne hatte. Chambers wütet regelrecht über die Bühne und zeigt damit, warum er ein legendärer Frontmann ist. Was ein Erlebnis, diesen Kerl auf der Bühne zu sehen, wie er die Scheiße aus der Menge rockt. (Zu diesem Zeitpunkt wusste man noch nicht, dass Mr. Chambers sich nicht all zu lange später selbst das Leben nahm und den Auftritt auf dem Summer Breeze zu seinem letzten gemacht hat... RIP, Anm. der Red.)


EXODUS (Mainstage)

sb08_exodus.jpgEine Macht! EXODUS sind eine Macht, wo auch immer sie auftreten! Purer Thrash Metal in die Fresse, good friendly violent fun! Wer mit „Bonded by blood“ sein Set beginnt, hat schon gewonnen! Was soll man zu dieser Band noch sagen? Mit Rob Dukes haben sie den nach Paul Baloff besten Thrash Metal Sänger aller Zeiten im Gepäck, der live genau so überzeugt wie auf Platte. Selbst die drei Songs des lahmen letzten Albums können die Euphorie vor und auf der Bühne nicht stoppen. Vor der Bühne wird völlig ausgerastet und auf der Bühne wird sich dafür mit Songs wie „Blacklist“, „Deathamphetamyne“ oder dem alles überragenden, göttlichen „Strike of the beast“ bedankt! DAS ist fucking Thrash Metal, da kann kommen, wer will! Da wird selbst etwas Modernes wie eine Wall of death, die Dukes anzettelt, mit aufgenommen. Eine Band wie EXODUS darf es einfach, die Erfinder des good friendly violent fun haben gewisse Rechte im Thrash Metal Zirkus! Als kleines Highlight holt sich Dukes bei „Piranha“ Unterstützung vom 3 INCHES OF BLOOD Sänger und macht den Auftritt endgültig perfekt! YES YES YES!! Beim Outro ist dann alles gesagt, „Bonded by blood“ in der Bluegrass - Version, ein Killerauftritt!!


AS I LAY DYING (Mainstage)

Wie bei vielen anderen Bands dieses Genres ist der Auftritt der Metalcore – Veteranen ein arg zweischneidiges Schwert. AS I LAY DYING sind eine sehr hart arbeitende, gute Band, die live richtig schön die Bühne abreißt und zu recht ihre Vormachtsstellung inne hat.
Die Band ist auch nicht das Problem, sondern ihre Fans! Das unmögliche Verhalten von Metalcore – Fans überall führt dazu, dass es massive Spannungen zwischen den Szenen gibt, die nicht zu kitten sind! Musikalische Unterschiede und verschiedene Einstellungen zu Genussmitteln sind nicht das Problem. Junge Leute wachsen damit auf, sich auf Konzerten gegenseitig die Fresse voll zu hauen. Es ist völlig normal, es gehört dazu, im Pit mit aller Gewalt seine Gliedmaßen um sich zu schmeißen und andere damit zu treffen. Auf der weniger gewalttätigen Ebene sieht man Metalcore – Fans mit schief aufgesetzten Kappen, die in jedem Gangstarapper Video gut aufgehoben wären. Falls ihr's noch nicht wusstet: DAS IST KEIN METAL UND WIE WOLLEN EUCH SPACKEN HIER NICHT HABEN !!!
Es traut sich ja sonst niemand, es auszusprechen: VERSCHWINDET AUS UNSERER SZENE! Schaut euch eine Band wie EXODUS an: der Pit ist nicht minder hart, aber es bleibt FRIENDLY zu jeder Zeit, was man von einem Metalcore – Pit nur selten sagen kann! Es wird Zeit, dass die Szene gesäubert wird, aber leider Gottes wird das nie geschehen, der Begriff „Metal“ bedeutet heute nichts mehr und wird von jedem saudummen Metalcore - Spasti in den Dreck gezogen, der nicht auf Konzerte geht, um eine gute Zeit zu haben, sondern um sich zu profilieren als ganz toll starker Kerl! Probiert es vielleicht mal mit einem Bier anstatt eines veganen Vollkornriegels, ihr Spinner und schafft euch eure eigene Szene und lasst die Metaller in Frieden!

 

SIX FEET UNDER (Mainstage)
Chris Barnes hat seine besten Zeiten hinter sich, da wird niemand widersprechen, der sich auskennt! SIX FEET UNDER sind nach wie vor eine tolle Liveband, die die Kacke aus den Zuschauern rausgrooven kann. Aber Mr. Barnes hat sich seine Stimme mit den Jahren einfach weg gekifft. Live geht das gerade noch so in Ordnung, da man hier eh keine Perfektion erwartet, wenn dann allerdings der Überhit „War is coming“ mit zwei falschen Einsätzen komplett versemmelt wird, muss man sich fragen, ob man hier nur einen schlechten Tag erwischt hat oder das Ende naht. Instrumental gibt es allerdings wenig zu meckern und beim Gassenhauer „TNT“ wird wieder alles gut gemacht, schafft man es durch die Bekanntheit des Songs doch, das KOMPLETTE Gelände in Bewegung zu versetzen! Beeindruckend, was da abgeht! Mit den eigenen Songs kommt man leider nicht so weit. Vielleicht das nächste Mal (Auf dem Party San 2006 hat's schließlich auch geklappt).

 

KATAKLYSM (Painstage)
Ganz großes Pech für KATAKLYSM. British Airways hat das komplette Equipment inklusive Backdrop der Kanadier verloren! Somit bleibt den Jungs nichts übrig, als mit dem von ELUVEITIE geliehenen Instrumenten die Musik sprechen zu lassen. Und das tun sie auch! KATAKLYSM sind zu professionell, um einen schlechten Gig zu reißen und somit bekommt die Menge die erwartete Kost geliefert. Pfeilschnelle Blastbeats, mörderischer Groove und Songs mit massivem Hitpotential. Sänger Maurizio bezeichnet das Summer Breeze mehrfach als „home away from home“ und erntet Begeisterungsstürme dafür.
Dass selbst hier vom Publikum eine Wall of Death gefordert wird, zeigt, wie sehr dieser saudumme Schwachsinn schon Einzug in die Metalszene genommen hat und wie jung das Publikum ist. Kein gutes Zeichen, wenn man mich fragt, aber das tut ja keiner ;-) „Shadows and dust“ beschließt einen geilen Auftritt, der auch ohne optische Schnörkeleien wunderbar funktioniert hat!

 

sb08_shadowreichenstein.jpgSHADOW REICHENSTEIN (Partytent)
Das Summer Breeze sollte einen Preis dafür erhalten, dass sie Jahr um Jahr immer eine Horrorpunk Band auf ihr Billing packt und dieser Band somit die Chance auf ein Publikum gibt, das sie sonst niemals erreichen könnte. Dieses Jahr sind es SHADOW REICHENSTEIN, die sich über ein gut gefülltes Zelt freuen dürfen! Der Beginn ist sehr verhalten, wenig Bewegung und kein Kontakt zum Publikum. Doch alles nur Fassade! Die Amis legen plötzlich wie von der Tarantel gestochen los und begeistern mit den Hits „Waking the dead“ und „It's Halloween“. Die Einspieler von „Reign in blood“ und „Death in fire“ sind allerdings mehr als unpassend, denn die Meute vor der Bühne ist für die Songs von SHADOW REICHENSTEIN hier und wollen keine Cover hören. Man merkt, dass die Jungs sich irgendwie ein wenig verzettelt haben und mit der Größe der Veranstaltung nicht ganz zurecht kommen. Somit bleibt der Auftritt leider hinter dem letztjährigen Hammergig von BLITZKID trotz viel Mühe etwas zurück.

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HOLLENTHON (Partytent)

Es gibt zwei Dinge, an die man denkt, wenn man den Namen HOLLENTHON hört. Entweder denkt man an die zwei großartigen ersten Werke, die Mainmann Martin Schirenc ohne Band veröffentlicht hat. Oder man denkt an zwei Muskelbepackte Kerle, die das Livebild der neuen HOLLENTHON ausmachen. Die Frauen sind begeistert, wenn die zwei blonden Jünglinge an Bass und Gitarre mit dem Body gebuildeten Herrn Schirenc die Bühne entern und alles geben. Die Männer werden sich an der Musik begeistern können, die sich völlig eigenständig zwischen Death, Black und Klassik bewegt. Der eindeutige Wermutstropfen ist hier, dass die kompletten Samples, das Orchester etc. alles vom Band kommen muss. Ansonsten ist Österreich eindeutig der Europameister im Posen und hat mit HOLLENTHON seinen momentan wohl besten Musikexport gesandt.  

 

Samstag, 16.08.2008


sb08_debauchery.jpgDEBAUCHERY (Painstage)
Dass es eine Frechheit ist, DEBAUCHERY schon so früh am Morgen auf die Bretter zu schicken beweist die schier unglaubliche Masse von Menschen vor der Painstage um 11 Uhr. Bei gleißendem Sonnenschein rocken die Stuttgarter fett die Scheiße und überzeugen sogar langjährige Kritiker wie mich. Wo die Alben nur zu oft nach einer SIX FEET UNDER Coverplatte tönen oder einfach wie ACDC aus der Hölle, wirken Songs wie „Bloodgod rising“, „Back in blood“ oder „Torture pit“ live wie ein Hammer in die Fresse. Die sehr gut aufgelegte Band macht auch optisch was daher, in dem sie sich mit lecker Blutzeugs eingeschmiert hat. Gastsolist Tom Naumann muss zwar immer mal wieder zu seinem Kollegen Stefan hinüber schielen, um den Einsatz nicht zu verpassen, beweist aber ein ums andere Mal seine immense Erfahrung und lässt ein geiles Solo nach dem anderen aus dem Ärmel fallen. Ein auf die Bühne geworfenes Plüschherz wird von Sänger Thomas dankend und grinsend entgegen genommen, was endgültig zeigt, dass die Band richtig Spaß an diesem Auftritt hat. Wenn eine solche Menge aus vollem Hals „Blood for the bloodgod“ mitsingt, ist endgültig klar, dass DEBAUCHERY viel später hätten spielen können! Sau guter Auftritt!


HACKNEYED (Painstage)

Immer wieder hab ich diese Band verpasst. Und dieses Mal sieht es nicht viel anders aus. Zu spät losgelaufen und dann wird die jüngste Band des Festivals auch noch vom Regen überrascht, was wieder einmal bedeutet: kein HACKNEYED für mich.
Was man aber von Weitem und vom reinen Hören sagen kann: es ist beeindruckend, wie professionell und tight die Jungs hier lärmen. Ihre Jugend kommt zu keinem Zeitpunkt negativ zum Tragen, diese Band kann vor allem mit dem Übervater NUCLEAR BLAST im Rücken noch einiges erreichen!


ENDSTILLE (Mainstage)

Lieben oder hassen, Alternativen gibt es nicht! sb08_endstille.jpgENDSTILLE spalten seit jeher die Gemüter. Entweder man liebt ihren stoischen Black Metal und die extreme Performance oder man hasst es und rennt, so schnell einen die Füße tragen. So langsam aber sicher fange ich an, die Jungs zu mögen. Es gibt wenige, die Sänger Iblis in Sachen Sickness auf der Bühne das Wasser reichen können! Er erinnert an Abbath auf ganz strangen Drogen, die ihn zu einer Art Kobold mutieren lassen. Dass die Band an sich lange nicht so böse ist, wie sie sich gibt, sollte man sich schon gedacht haben können. Dass der Herr Gitarrist Panini - Bildchen auf seiner Klampfe kleben hat, ist zumindest ein Indiz dafür, dass sich ENDSTILLE nicht drum scheren, was andere von ihnen denken. Seltsam anmutend ist auch die Tatsache, dass 2/4 der Band stets in Pandamontur die Bühne betritt, wohingegen die restlichen zwei old school mit Patronengurt und Metal Shirt die Instrumente bearbeiten. Hier macht jeder, was er will und das macht die Jungs irgendwie sympathisch. Auch nach dem sehr guten Summer Breeze Auftritt heißt es: lieben oder hassen. Aber reinpfeifen sollte man sich das ganze schon mal, um sich eine richtige Meinung bilden zu können.


KEEP OF KALESSIN (Painstage)

KOK spielen in letzter Zeit auch echt an jeder Steckdose... somit darf selbstverständlich das Summer Breeze nicht fehlen. Um die Wartezeit zwischen ENDSTILLE und DISMEMBER zu überbrücken, kommen die Cajalkrieger aber gerade richtig. Diese Band ist eine absolute Livemacht, Propellerbanging, wahnsinnige musikalische Leistung und vor allem Gitarrenarbeit und mitreißende Songs. Nervig ist da nur der arbeitsame Fotograf, der die ganze Zeit auf der Bühne rumhampelt. Falls es jemanden gibt, der die Band noch nicht gesehen hat, die darf auf der Liste nicht fehlen!


DISMEMBER (Mainstage)

Eieiei, das hätte man von Dsb08_dismember.jpgISMEMBER nicht unbedingt erwartet! Was eine geile Show! Die Schwedenjungs sind meist ein Garant für eine gute Leistung, heben aber nur all zu gerne mal einen über den Durst, was sich ab und zu in der Performance nieder schlägt. Heute hat man genau die richtige Menge erwischt und reißt einen denkwürdigen Gig runter. Der Spaß, den die Jungs auf der Bühne haben, ist absolut mitreißend. Ständig in Bewegung und das Grinsen ins Gesicht gemeißelt, so muss eine Show bei angenehmer Mittagssonne aussehen!
Hier wird der alte, ursprüngliche, melodische Schwedentod zelebriert, da hört man den Ursprung von so manchem Metalcore – Riff heraus. HIER ist der Ursprung, ihr Flachpfeifen! Nur, dass ihr's wisst. Die Schweden begeistern heute mit Songs vom ersten bis zum letzten Album, die sich in nichts nachstehen. Die Flaggen von JUDAS PRIEST, MOTÖRHEAD und IRON MAIDEN, die auf die Boxen gespannt sind, zeigen die Roots der Band, die selbst so viele Nachahmer gefunden hat. Ein schweinegeiler Auftritt!!


NEAERA (Painstage)

Meine Fresse... es ist schier beängstigend, was hier abgeht. Vor der Painstage istsb08_neaera.jpg kein Druchkommen mehr. Aber das ist nicht das Schlimmste, sobald die Münsteraner die Bühne betreten sollte man als ruhiger Zuschauer besser ein paar Schritte zur Seite machen, denn die komplette Meute an zig tausend Menschen rastet VÖLLIG aus. Unfassbar, was diese Band bewegen kann. Sänger Benny rast und hüpft über die Bühne, lässt seine typisch lockeren Sprüche über den unnötigen Graben fallen und bittet die Fans darum, den Securities ihre Langeweile zu vertreiben und sich nach vorne reichen zu lassen. Das führt mal gerade so zum heftigsten Crowdsurfing, das das Summer Breeze wohl je erlebt hat. Die Security bedanken sich mit einem Seufzen aber auch einem freundlichen Lächeln. An dieser Stelle muss mal ein ganz ganz dickes Lob an die Mannschaft ausgesprochen werden, denn die Jungs bekommen hier massiv was zu tun und bleiben trotz allem zu jeder Zeit freundlich und finden sogar Spaß an der Aktion! RESPEKT!!
Ein NEAERA Gig ist immer mit viel Fan-Euphorie und – Bewegung verbunden, aber sowas hat die Band sicherlich selten gesehen... fürs Geschichtsbuch geeignet!


H-BLOCKX (Mainstage)

Ob sich eine so nichtmetallische Band auf dem Summer Breeze durchsetzen könnte, war fraglich. Auf der anderen Seite: wenn, dann gerade auf dem Summer Breeze, das jeher bekannt ist für seine stilistische Vielseitigkeit. Wenn auch vor der Bühne deutlich weniger los ist, als zur gleichen Zeit an den vorigen Tagen, ist die Menge an Leuten, die sich für die reunierte Band interessieren doch beachtlich. Sänger Henning spricht vom 1.800sten Konzert in der 18jährigen Karriere, sehr beachtliche Statistik, muss man zugeben. Warum die Jungs bereits so lange auf der Bühne sind, beweisen ihre Hits „Risin high“ oder „Move“. Bei ihrem größten Coverhit „Ring of fire“ haben sich die Deutschen eine lustige Aktion einfallen lassen. Die Zuschauer sollen sich alle hinsetzen und auf Kommando aufspringen, was wunderbar funktioniert. Auf Kommando sieht man Massen von Heu, das ausgestreut wurde, um Schlamm zu verhindern, durch die Lüfte fliegen. Ein kurzweiliger, engagierter Gig, den die Band hier hinlegt, Respekt!


SONIC SYNDICATE (Painstage)

...und da ist es, das absolute Lowlight des Festivals! Der richtige Metaller hatte es fast schon erwarten können, dass ein weiterer Auftritt der meist-gehypten Band seit der Erfindung des Metals (von Metal kann hier allerdings nicht wirklich die Rede sein...) nur ein weiteres furchtbares Erlebnis sein kann. Mich würde wirklich mal interessieren, wie viel kleiner die Zuschauermenge wäre, wenn Bassistin Karin nicht wenigstens optisch ein paar klitzekleine Reize versprühen würde. Ansonsten sind SS nämlich eine Blaupause für all das, was im Metal im Moment schief läuft. Seelenlose Scheißmusik, die mit Metal so viel zu tun hat, wie John Oliva mit der Atkins Diät.
Ok, engagiert sind sie, und enthusiastisch und reißen sich ihre knackigen Popos auf. Was da aber aus den Boxen kommt ist nicht mehr als BWLer Modern Metal, also ein Haufen Kuhdung für die, die in Metal mehr sehen, als verzerrte Gitarren. Über die sensationell beschissene Emo-Optik der Band lassen wir uns hier jetzt nicht aus...
Das lustigste am ganzen Gig ist aber folgendes: Diese Show wird für eine DVD mitgeschnitten. Und was macht eine schön gehypte, moderne Band? Sie lässt die Hälfte des Gesangs vom Band lauen und kümmert sich nicht drum, die Vollidioten, die dieses Stück gepresste Scheiße nachher für viel Geld kaufen werden, ist es eh egal, ob das nun live ist oder nicht, weil sie's nicht mal merken werden wie clean und wie wenig LIVE das ganze nachher sein wird! Sie sind nämlich genau solche Gesichtslosen Nasenbären wie die auf der Bühne, die ihre völlig charakterlose Musik heute Abend von der Bühne „spielen“...
Passende Ansage: „That's why were here – to fucking dance“... nun, ums mal etwas zurückhaltend auszudrücken: GEH KACKEN DU SPINNER!!
Es gibt Momente, da wünscht man sich ein allwissendes, höheres Wesen, das auf seine Schäfchen achtet und sie beschützt und eine Gruppe wie diese einfach mit einem Blitz niederstreckt oder ihr zumindest Pusteln an den Arsch zaubert, damit sie nie vergessen, wie sau kacke sie sind... Nichts für ungut... geht GARNICHT!!!


HEAVEN SHALL BURN (Mainstage)

Für HSB gilt ähnliches wie für AS I LAY DYING. Metalcore – Wegbereiter (in Deutschland), sehr engagierte Liveband, sau dumme Spackenfans etc pp...
Irgendwie müssen einem die Ossis einfach sympathisch sein. Objektiv gesehen ist ihre Musik nichts anderes als eine billige BOLT THROWER Kopie und bietet außer ein bisschen Druck und Groove hier und da nichts, aber auch garnichts Besonderes. Aber die Jungs strengen sich an und wirken in allem, was sie tun ehrlich und von ihrer Sache überzeugt. Das schließt allerdings auch mit ein, dass sie sich wohl offensichtlich nichts sagen lassen und Frontman Marcus immer noch viel zu viel lZeit und Raum zum labern lassen. Eine Sache, die typisch für die Band ist, die aber von Gig zu Gig weniger erträglich wird. Er hat noch nie vor so vielen Leuten im Dunkeln gespielt, großartig... die Szene muss zusammenhalten blabla, wir sind doch alle eins blabla... solche Dinge muss man doch nicht bei JEDEM Gig um die Ohren gehauen bekommen oder?
Ein durchaus lustiger Spruch allerdings wird denjenigen entgegnet, die von der ersten Sekunde an eine Wall of Death fordern (eine unfassbar nervige Scheiße, die so langsam vollkommen Überhand nimmt und ein Zeichen der verrohten Metaljugend ist...): „Ich versteh euch nicht Summer Breeze,..., ihr seid doch alle 18. Macht doch ne Wall of Death, wenn ihr wollt, ihr braucht mich doch nicht.“ Gut gebrüllt, Löwe!
Auch die HSB Show wird für eine DVD mitgeschnitten, weshalb die Jungs alle in roten Hemden und schwarzen Hosen gekleidet sind, was recht schnatz aussieht. Die Lightshow mit weißen Lichtsäulen macht auch so einiges daher und im Gegensatz zu den unsäglichen SONIC SYNDICATE kommt hier nichts vom Band! Wenn ich die Band persönlich auch für unfassbar überbewertet halte und sich mir bei den Ansagen immer wieder die Fußnägel hochkrempeln, muss ich zugeben, dass HSB hier eine sehr gute Show abliefern, die sicherlich zu einer guten DVD geschnitten wird.


DESTRUCTION (Painstage)

JEAH, „Thrash 'till death“, „Eternal ban“, „Total desaster“, „Nailed to the cross“, Curse the gods“, Butcher strikes back“, Life without sense“, „Soul collector“, Bestial invasion“, „MAD BUTCHER“, da schlägt das Thrasherherz hoch! Vor allem, weil das Summer Breeze sich in diesem Genre immer stark zurück hält, ist ein Auftritt der Helden DESTRUCTION wie Balsam auf die vom Metalcore geschundene Seele. Da nimmt man auch in Kauf, dass Mike sich bei den alten Klassikern teils ganz seltsames Zeug zusammen spielt. Er brauch wohl ein wenig, um sich zurecht zu finden, denn im Laufe des Sets bessert es sich merklich.
DESTRUCTION trumpfen auf mit einer Pyroshow vom Allerfeinsten, Feuersäulen und viel Pipapo machen den Gig zu einer heißen Angelegenheit. Heiß wird’s auch mal wieder, als bei dem Bandklassiker und Top 5 Thrashsong aller Zeiten „Mad butcher“ halbnackte Girls die Bühne betreten, die vom einzig wahren Butcher himself gejagt werden. Immer wieder gern gesehen, TOTAL DESTRUCTION!


CRADLE OF FILTH (Mainstage)

Letzte Band, dann ist's rum für uns. Viel erwarten kann man von CRADLE OF FILTH nicht, hört man doch immer wieder von stimmlichen Ausfällen oder mentalen Ausrastern des Frontgnoms. All das ist heute allerdings nicht zu sehen oder hören, denn die Briten legen einen würdigen Headliner Gig auf die Bretter!
Songs aus allen Schaffensperioden wie „Guilded cunt“, „Dusk and her embrace“, „Her ghost in the fog“, „Nymphetamine“ oder „The principle of evil made flesh“ begeistern die Massen vor der Bühne. Recht scharöcklich wirkt allerdings manchmal der Gesang der Nymphe am Mirko. Herr Filth selbst ist gut bei Stimme und gibt sich auch redlich Mühe, seinen teils schlechten Ruf aus der Welt zu schaffen. Die Mannschaft hinter ihm ist eh über jeden Zweifel erhaben und überzeugt auch heute wieder in vollem Maße. Wenn die Briten auch den Gig von HEAVEN SHALL BURN vorher nicht übertreffen konnten, auch und gerade bezüglich der Masse der Zuschauer, zeigen sich CRADLE OF FILTH heute Abend in sehr guter Form und schließen das Summer Breeze 2008 (die Bands danach kehren wir mal unter den Teppich...) würdig ab!


Das Schluss – Fazit fällt recht klein aus, da die das Hauptproblem, das stete Wachsen des Festivals, und die Begleiterscheinungen bereits besprochen wurde.
Ein ganz ganz großes Lob geht raus an die Security, die einen wahnsinnig guten Job vor der Bühne geleistet hat! Selbst bei sehr anstrengenden Auftritten wie der von NEAERA kam der Spaß nie zu kurz und die Jungs verstanden es, ihre Aufgabe, für die Sicherheit der Zuschauer zu sorgen, bestens zu erfüllen! Da können sich einige mal ein fettes Beispiel dran nehmen!!

Man kann nur hoffen, dass das Summer Breeze im nächsten Jahr die Widrigkeiten in den Griff bekommt und tut, was man eben tun kann, um Diebstahl und Vandalismus zu verhindern. Man muss ab einem gewissen Punkt einfach inne halten und die Konsequenzen aus seinen Fehlern ziehen. Denn dann wird das Summer Breeze, wenn auch vielleicht aufgrund der Größe nicht mehr für Stammfans der letzten 10 Jahre, aber zumindest für Massen von Neu-Fans, etwas ganz Besonderes bleiben. (Bernie und Verena)

Mehr Bilder findet ihr wie immer in unserer Galerie .

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