Eternity Magazin
Das erste Saar – Stahl Metal Festival fand 2004 in einem JUZ in der Innenstadt Saarbrücken statt. Damals klein und schnuckelig mit ca. 150 Besuchern wuchs die Idee drei Jahre lang im Kopf der Jungs von MESSENGER weiter. 2007 ist es dann endlich so weit und die Nummer zwei wird auf Flyer und Plakate gedruckt! Dummerweise gibt es die Saarstahl AG, die es wie immer in solchen Fällen, für notwendig befand, dem ganzen einen Strich durch die Rechnung zu machen und den Veranstaltern des Festivals den Namen zu verbieten. Was soll’s, „Stahl“ gestrichen und ab dafür. Der tollen Veranstaltung tat das keinen Abbruch!
Der Bericht entstand in Kooperation mit unseren guten Kollegen von metalroxx.com, insbesondere Tanja Nusser, dafür vielen Dank! Freudig erwartete ich meine Kollegen Tanja und Matze in meinem Heimatbundesland, um mit ihnen zusammen gemütlich das Festival zu genießen, als ich einen Anruf bekam, der den ganzen Tag vollkommen durcheinander warf und ich mich vier Stunden später mit meinen Jungs von ICON auf den Brettern des Festivals wieder fand, um für unsere guten Freunde von INFINIGHT ein zu springen, was ein Tag… dazu aber mehr von Tanja:

So, Rock Mania wurde gut rum gebracht und somit haben Matthias und ich mal wieder etwas Ruhe und können mal wieder kräftig durchschnaufen!!! Zumindest dachten wir das!!! Doch es kommt sowieso immer anders und zweitens als man denkt. Gleich nach dem gewichtigen Zeltabbau in Marktsteft am Samstag zieht es uns in der prallen Mittagshitze auf die Autobahn gen Saarland. Wat machen die denn nun schon wider im Saarland? Diese Frage haben sich wohl so einige an diesem Wochenende gestellt. Also, zum einen wohnt da Mitschreiberling und Freund Bernie und ein weiterer, schwerwiegender Grund ist das SaarMetal Festival Volume II !!! Doch dieses kleine, aber feine Hallenfestival hatte in diesem Jahr im Vorfeld ein großes Problem: Eigentlich hieß dieses Festival ja Saarstahl Metal Festival, doch die Saarstahl AG hat in diesem Jahr den Namen streichen lassen, da er weltweit Urheberrechtlich geschützt ist. Großer Mist aber auch!! Hat dieser Name doch zum Festival gepasst wie die Faust aufs Auge!!! Aber gut, kann man nix machen!!! Wir und viele weitere Besucher lassen sich den Spass nicht nehmen und pilgern munter und fröhlich in das kleine Städtchen Neuenkirchen um einen Abend voller Metal, Bier und guter Laune zu genießen.
Auch wir schaffen es nach Stau, duschen bei Bernie zu Hause und zig flattrigen Nerven mit leichter Verspätung auch endlich zur Halle. Doch von wegen Verspätung. Als wir dort ankommen, sitzen die Leutchen quietsch fidel mit Bierkästen vor der Halle und feiern ihre ganz eigene Party und aus der Halle selbst dringt kein Muks nach draußen. Hmmm…seltsam!!! Das große Fragezeichen auf meinem Gesicht löst sich auch ganz schnell in Wohlgefallen auf, denn wir erfahren, dass INFINIGHT abgesagt haben und dafür Bernie und seine ICON-Jungs die Bühne entern werden. Sehr geil sag ich da mal! Weniger geil ist es dafür, dass INFINIGHT Sänger Martin soeben im Krankenhaus liegt und operiert wird. Na dann. Gute Besserung!!!



Nachdem alle bekannten Gesichter (Grüßchen noch mal an der Stelle an Wolle + Frau) begrüßt worden sind und das erste mehr oder weniger kühle Bier die Kehle hinuntergeflossen ist, steht gen sieben auch endlich die erste Band auf dem Programm: OBLIVION! Die noch sehr junge Power Metal Fraktion kann sich an diesem Abend auf jeden Fall schon mal nicht über mangelnden Fanzuspruch beklagen, was ich mir aber wirklich nur anhand des Heimspielvorteils erklären kann, denn am musikalischen Können kann es wohl kaum liegen. Teilweise stehen die jungen Burschen auf der Bühne, als hätten sie einen Stock im Allerwertesten, Keyboarder Andreas schläft auf seinem Barhocker fast ein (zumindest wirkt er so) und Sänger Michael trifft so manches Mal den Ton nicht. Also eine gute Liveperformance sieht für mich besser aus. Schwung in die ganze Sache bringt meiner Meinung nach einzig und allen Philip an der Gitarre. Wenigstens hier scheint einer wirklich Spass an dem zu haben, was er da tut und auch seine Solis können mich stellenweise echt überzeugen. Da ja bekannt ist, dass ich aus Franken stamme, bin ich mit Covermetal also wirklich mehr als übersättigt und nachdem OBLIVION gleich nach ein oder zwei Songs mit einem Metallica-Cover daherspazieren, ist auch der letzte Pluspunkt verspielt. Zwar beweisen sie mit ihren Coverversionen von eben genannten Metallica oder auch Iron Maiden musikalischen Geschmack, doch Eigenständigkeit eben nicht. Da bleibt für mich nur zu sagen: Üben, üben und nochmals üben wer ein Großer werden will!!!



Endlich ist es soweit. Seit Monaten rotiert das Debütwerk „Blindzone“ der saarländischen Melo Death Band ICON in meinem Player, doch bisher habe ich es nie geschafft, Bernie und seine Jungs mal live on Stage zu bestaunen. Doch der Zufall ist uns heute gnädig und somit kommen wir doch noch in den Genuss von Hits wie das groovige „Friendly Fire“, „Gladiator“ oder „Harvest Of Hate“!!! Endlich darf ordentlich getanzt werden. ICON haben heute nicht ihren Originaldrummer mit im Quintett, sondern aushilfsweise gerbt Chris von DAWN AFTER DEATH ordentlich die Felle. Also ich muss sagen, der Bube hat eine wirklich sehr gute Figur an den Kesseln abgegeben!!! Und das obwohl er gerade mal wenige Stunden Zeit hatte, sich die Stücke nochmals ins Hirn zu meißeln. Also ich muss echt sagen, dass ich total begeistert bin von den Jungs da oben. Thomas saust wie ein Derwisch über die Bühne und begeistert stimmlich in allen Höhen und Tiefen, Bernhard schüttelt neben seiner langen Mähne auch so manch geiles Solo aus dem Hemdsärmel und auch der Rest der Band steht selten lange an einem Platz. Zwischen den Stücken reißt Gitarrist Rob so manch doofen Spruch und verhilft damit so manch einem Grießkram im Publikum wenigstens zu einem Schmunzler. Die Fans danken es dem Fünfer mit einigen fliegenden Matten und viele der Anwesenden grölten die ICON-Hits lautstark und vor allem frenetisch mit. Eben escht Saarländisch Todesblei!!!



Frauenpower ist bei CHEENO angesagt. Frontröhre und Energiebündel Jennie überzeugt mich von der ersten Minute an mit ihrer satten Stimme, was gerade bei mir sehr schwer ist, denn es ist selten der Fall das mir weiblicher Gesang wirklich gefällt. Obwohl die alternative Rockband aus Saarbrücken gerade mal vor 2 Jahren gegründet wurde, spielen sie souverän und professionell einen wirklich starken Gig. Das Publikum haben sie rasch auf ihrer Seite und Jennie schafft es mit Stimme und Äußerem so manch einen männlichen Gast von seinem vertrauten Stammplatz im hinteren Teil der Halle nach Vorne zu locken. Dort wird dann fleißig abgebangt, gerockt und gefeiert was das Zeug hält, was man bei dem Wort „Alternativ“ vielleicht gar nicht hätte glauben mögen. Doch ich finde, dass der metallische Anteil in den Songs von CHEENO schon sehr gewichtig ist. Und dann eben Jennie. Ich kann es nur immer wieder sagen: Diese Frau rock – und wie!!! Egal ob sie zart die Songs einleitet oder atemberaubende Schreie von sich gibt, hier sitzt einfach jeder Ton und man merkt ihr deutlich die Leidenschaft an, mit der sie hier agiert!!! CHEENO bestechen mit Songs wie dem sanften „One Thing“, „Pacman“ oder dem sehr bestechenden und einprägsamen „Silizium“ und vor allem mit unbändiger Spielfreude!!! Starke Leistung, die meiner Meinung nach auf CD gepresst gehört!!! Also, wann dürfen wir mit einem Debüt rechnen?!?! An dieser Stelle übergebe ich mal eben an den lieben Bernie, denn mich dürstet!!! Bis gleich bei MESSENGER!!!! [Tanja]



POWERWOLF haben heute wirklich das Pech mit Löffeln gefressen. Die Wölfe müssen heute ohne ihren Drummer Stephan Funebre auskommen, der sich laut offizieller News im Krankenhaus befindet. Von hier aus alles gute und komm bald wieder auf die Beine!! (An diesem Abend gehörten wohl Krankenhaus Aufenthalte und Drummerprobleme zum guten Ton *g*). Eingesprungen nach nur zwei Proben war Mr. Tom Firespider, der Etatmäßig unter falschem Namen bei den Proggern TOMORROW’S EVE trommelt. Keine leichten Voraussetzungen für die Jungs also. Doch POWERWOLF wären nicht POWERWOLF, wenn sie aus dieser Situation nicht das Maximum rausholen würden!
Eine beachtliche Menge an Mitgliedern des „Wolftribe“ haben sich dann auch vor der Bühne zusammen gefunden, um es ihren Helden ein wenig leichter zu machen. Ein paar Patzer im Timing hier und da und wenige kurze Pausen interessierte vor der Bühne genau niemanden. Die großartigen Songs der neuen Götterscheibe „Lupus Dei“ wurden aus vollen Kehlen mitgesungen, man hatte sich zwei Wochen zuvor auf dem Earthquake Festival in Illingen (Bericht) wohl schon mit CD’s ausgestattet.
Eine ordentliche Portion Humor macht aus POWERWOLF die ganz besondere Band, die sie sind, so gibt Sänger Attila Dorn unverhohlen zu, bei dem Hit „Saturday Satan“ den Text vergessen zu haben, nachdem er ein paar Mal anstatt zu singen nur ins Mikro haucht, köstlich. Übel wird ihm das von niemandem genommen, wer könnte auch de, unvergleichlichen Charme seines rumänischen Akzents widerstehen…
Probleme hin oder her, größten Respekt vor Tom Firespider, der sein absolut Bestes gab nd in Anbetracht der Schwierigkeit eine super Leistung brachte!. Die Hunderten vor der Bühne werden diesen etwas chaotischen aber dadurch auch wahrlich einzigartigen Gig niemals vergessen. Und was nach einem Livegig zählt, da sind wir uns denke ich alle einig, ist eine einzige Frage: Hat es den Leuten gefallen? Und diese Frage ist allein mit einem, aus voller Brust geschmetterten JA zu beantworten, Well done, wolves! (Bernie)



Mal eine Woche zuvor haben sie bei uns auf dem Rock Mania Festival bewiesen, wie echter Heavy Metal zu klingen hat: MESSENGER!!! Daher bin ich wohl gestärkt zurückgekehrt um das Quintett erneut anzusehen und vor allem anzuhören! Die Band des Veranstalters Patrik Deckarm genießt im Saarland scheinbar schon einen gewissen Kultstatus, denn der vordere Teil der TuS Halle hat sich merklich gefüllt. Und dann ist es auch schon soweit: Oberposer (das is nich böse gemeint!!! *g*) Siggi Schüßler und seine Truppe betreten die Bretter und entfachen ein Power Metal – Gewitter der Sonderklasse. Deckes und Frank geben alles an der Gitarrenfront, Marco verdrischt vor dem kunterbunten Backdrop die Felle ohne Gnade und Thomas entlockt dem Bass die tiefen Töne. Somit kommen gestählte Nummern wie „Feel The Fire“ oder „Titans“ in bester Metalmanier beim saarländischen Publikum an. Diese kennen die Fünf Jungs wohl schon sehr sehr gut, denn die Texte scheinen sich bei den Anwesenden bereits in den Hirnen festgesaugt zu haben. Zumindest singt fast die ganze Halle mit. Bei „Kill The Dj“ kommt dann ein Special Effekt zum Einsatz, denn Siggi schlägt einer überdimensionalen DJ-Puppe die Rübe runter. Dass nenn ich mal bildliches Darstellen!!! Aber auch ohne Showeinlage stimmt bei dieser Band wirklich alles und sie haben nichts ausgelassen, was man von einer True Metal-Kapelle á la Manowar erwartet: Lederkluft, überschwängliche Gitarrensolos und Battles zwischen Frank und Deckes sowie natürlich den erwarteten Klischeetexten!!! Die Halle tobt auf jeden Fall und als beim Schlusstrack „Metal Day“ auch noch mittelalterlich gekleidete Gestalten die Bühne entern, Siggi ein Schwert in die Hand drücken und alle gemeinsam um die Wette posen bleibt als Resümee nur zu sagen: Geile Show!!! Wer auf absolute Trueness abfährt, ist bei MESSENGER im Paradies angelangt!!



Auch ROSS THE BOSS + Band hat bei Rock Mania 2007 gezeigt hat was er kann. Leider habe ich dies mangels Zeit gänzlich verpasst. Daher übergebe ich wieder an Bernie und genieße die nächsten Minuten das Flair alter Manowar-Zeiten!!! [Tanja]

Ja, und ich hatte dann den direkten Vergleich zur Rockmania, wo ich den Altmeister schon sehen durfte. Eine Woche zuvor war ich schon total begeistert und genau so erging es mir auch in Neunkirchen!
Hymnen, durch die ich meinen Geschmack am Metal fand, zu denen ich noch mit Kinnlangen Haaren durch mein Zimmer hüpfte, wild mitgrölend und mir den Schädel das ein oder andere Mal aus Versehen an irgendwelchen untruen Möbelstücken aufschlagend. Die Zeiten sind irgendwie vorbei, man wird älter, MANOWAR werden immer lächerlicher und man soll die Vergangenheit auch besser ruhen lassen und nach vorne blicken…
Von wegen!!!
Bei ROSS THE BOSS fühle ich mich Jahre zurück versetzt und ich liebe es! Ich wetze zwar im Gegensatz zu manch anderem nicht durch die Halle, DEN Gruß in den Himmel reckend und zum Bangen bin ich nach meinem eigenen Auftritt auch viel zu kaputt, aber das Mitgrölen lass ich mir zu Hits wie „Gates to Valhalla“, „Metal Daze“ oder „Kill with power“ nicht nehmen. Hach, die Jugend, war das schön! In Anbetracht dieser zeitlosen Hymnen merkt man erst schmerzlich, zu was diese eine Band in letzter Zeit verkommen ist. So schade…
ROSS THE BOSS spielt auch an diesem Abend den neuen Song „We will kill“ und lässt, wenn der Song auch nicht der Oberhammer ist, auf mehr hoffen. An diesem Abend, leider sind schon sehr Viele aufgrund der fortschreitenden Zeit gegangen, zählt die Musik, es wird nicht gelabert, diese Songs sprechen für sich, Death to false Metal!!! Hail the Boss! (Bernie)



Ich denke, das Saar – Metal Festival war durchaus zufrieden stellend erfolgreich und die Anwesenden hatten allesamt einen großartigen Abend. Die Idee, die Metalbörse einzuladen, brachte das besondere Flair und so bleibt zu hoffen, dass es im folgenden Jahr wieder ein so tolles, sehr gut organisiertes, kleines Festival geben wird! Daumen ganz weit nach oben für die Veranstalter, sehr gut gemacht!! (Bernie)

Mehr Bilder findet ihr wie immer in usnerer Galerie. Bilder von Tanja Nusser, Metalroxx.com, vielen Dank dafür!!!
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