Eternity Magazin
ABORTED gehören zu den aktiven Live Bands im Death Metal Sektor und sind eine der wenigen bekannten Bands aus dem Königreich Belgien. 1995 gegründet, werfen die Goreler nun ihr fünftes Album „Slaughter & Apparatus: A Medical Overture“ auf den Markt, um die Zähne fletschende Meute zufrieden zu stellen. Und, ich sags ma so: Mission gelungen! Was ein Gewitter!!
Nach mehreren Besetzungswechseln in den letzten Jahren hat sich das Line Up nun gefestigt und wurde für die CD mit dem PSYCROPTIC Felldrescher komplettiert. Alle Voraussetzungen für ein High Tech Geballer vor dem Herrn! Und genau das ist „Slaughter & Apparatus“ auch geworden!

Das Gitarrenduo, das ich bei einem Live Gig vor einiger Zeit bewundern durfte, ist wundersamer Weise kein Zwillingspärchen, obwohl sie sich mehr als ähnlich sehen. Nunja, sehr seltsam, aber ist akzeptiert. Ist eh nicht von Bedeutung, denn die zwei Jungs fahren ein Brett, dass einem ganz anders wird. Wahnwitzige Technik gepaart mit melodischen Leads und Soli. Instrumental fliegt dem Hörer nicht nur einmal der Kiefer bis zum Boden. Man kann hier also durchaus von einer Weiterentwicklung sprechen, auch wenn die Vorwerke der Belgier nicht wirklich einfach gehalten sind.
Ja, hier herrscht das absolute Chaos, aber unter vollkommener Kontrolle. Klingt komisch, ist aber so. Jeder Song ist ein Sammelsurium aus einer Masse von Riffs in einem hoch technischen Kontext.

Trotz allem Chaos und technischer Versiertheit artet es auf „Slaughter & Apparatus“ nie aus, es wird weder durchgeknüppelt ohne Atempausen, noch verliert man sich in chaotischen Nicht-Strukturen. ABORTED glänzen mit abwechslungsreichen Songs zwischen Blastattacken und brutalen Groove Parts, immer wieder in paar Hooks hier und da und die geilen melodischen Leads. Einzelne Songs heraus zu nehmen, lohnt nicht unbedingt, obwohl „Avenious“, „The foul nucleus of resurrection“ oder „Ingenuity in genocide“ ein klein wenig heraus stechen und noch ein Stückchen geiler sind als der Rest.

Einen Hit darf man von ABORTED natürlich nicht wirklich erwarten, dafür ist die ganze Chose viel zu komplex. Aber einen Hit braucht „Slaughter & Apparatus“ auch nicht, die Platte glänzt mit Abwechslung aus brutaler Härte, Groove und Melodie und der grundtiefen Stimme von Sänger De Caluwé, der immer wieder mit seinem Organ variiert. Unterstützt wird er auf zwei Songs von HATESPHERE Fronter Bredahl und Ex-CARCASS Chef Jeff Walker.
Produziert und gemixt wurde wieder in den Antfarm Studios von Tue Madsen, was dem Sound einen guten Ruck gibt. Also wer ABORTED mag und generell brutalen, technischen Death Metal, der ist hier an genau der richtigen Stelle! Kaufen!! (Bernie)

Bewertung: 8,5 / 10

Anzahl Songs: 11
Spielzeit: 42:43 min
Label: Century Media Records
Veröffentlichungstermin: 16.02.2007
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