Eternity Magazin
Tjo, was soll man denn zu KNORKATOR großartig sagen? Die einen lieben sie abgöttisch, die anderen hassen sie inbrünstig. Daran wird sich auch mit dem „Nächsten Album aller Zeiten“ nichts ändern. Alle ungebildeten Zweiflern, die sich vom KNORKATOR-Narren noch nicht haben verspeisen lassen, sollte ihm mal ne Chance geben. Warum? Darum. Denn wenn sich der geneigte Musikkonsument einmal mit offenem Ohr den Opener „Alter Mann“ zu Gemüte führt und intensiv der Dichtung lauscht und dann sich immer noch das erquickte Lachen verkneifen kann, der sollte mal zum Arzt, Verdacht auf akutem, chronischen Humormangel. Medikamentierung: KNORKATOR!

„Alter Mann“ ist einfach ein grandioses, sowohl musikalisch als auch vor allem lyrisch anspruchsvolles, lustiges und in jeder Sekunde erheiterndes Stück Musik. Jajaja, genau so ist das!! Verdammter Klabautermann, is das schön! Man sollte sich parallel im Netz das Video zum Song anschauen und wer dann noch zum Lachen in den Keller geht, dem ist die Yin Yang Schminke wohl schon ins Blut übergegangen! *zwinkerzwinker* Ja, das klingt intolerant, aber der Song ist einfach toll, genau so wie „Wir werden alle sterben“, das vielen schon als Video bekannt sein sollte, hier zählt das gleiche Prinzip wie schon beim Opener, tolles Liedgut, fantastischer Text, großartiger Refrain und ein Witz, der in keinster Weise lächerlich oder kindisch rüber kommt.
„Für meine Fans“ knallt genauso rein. In einem RAMMSTEIN Rhythmus, dergleichen oft auf dem Album gefrönt wird, gibt es einen herrlichen Text über die Träume eines Rockstars, hört’s euch selbst an, absolut herrlich!! Göttlich, zum Schießen, echt jetzt! Wenn alle Songs in dieser Riege angesiedelt wären, dann wäre dieses Album jetzt schon die CD des Jahres! Kein Quatsch jetzt, is voll schön.

KNORKATOR überraschen mich als jemanden, der die Band eigentlich noch nie auf Dose genossen hat. Vergleiche mit vergangenen Alben gibbed also nicht. Hier zählt nur das „nächste“ ;-). Wenn man sich Songs wie „Lied vom Pferd“ oder „Eigentum“ zu Gemüte führt, dann wundert man sich doch schon ob des Anspruchs dieser Lieder. Musikalisch auf sehr respektablem Niveau wird hier komplett Abstand genommen von der Blödelei und man kann sich den völlig beklobbten, halbseitig tätowierten, mit Buntfell behangenen „Stumpen“ kaum am Gesang dieser Songs vorstellen. Die Lyrik ist bei genauem Hinhören immer noch sehr ironisch, teils sarkastisch aber wie in „Eigentum“ allen voran höchst anspruchsvoll!
KNORKATOR und anspruchsvoll? HA, da habt ihr wohl nicht mit gerechnet, wa? Tjaaaaaa, da seht’s ihr mal, so schnell geht das! Die Ballade „Geld“ könnte sogar dem ein oder anderen eine Träne ins Äuglein treiben, Wahnsinn, mit welchem Gefühl die Rabauken hier zu Werke gehen. Wer hätte von KNORKATOR schon Gesellschaftskritik erwartet? Also ICH nicht. Hier sind die Verrückten auf jeden Fall anspruchsvoller als die Kollegen von JBO!
Könnte natürlich auch sein, dass die Witzbolde uns verarschen und nach diesem Review jeder mit dem Finger auf mich zeigt und sich den Bauch vor Lachkrämpfen hält. Aber wisst ihr was? Dat glaub ich nich…

Songs wie „Franz Hose“, „GV“ und „Du bist so still“ sind dagegen wieder lustige Werke der Dichtkunst, die jedem humorvollen Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern sollte. Wo der Daumen wieder ganz weit nach oben zeigt ist bei “Nur mal angenommen“, wo sich in Sachen Reimkunst Martin Opitz im Grabe rumdrehen würde um den Jungs einen Prosit auf die Heiterkeit auszusprechen! (ja, Leute, schnell ma guggn, wer dieser olle Opitz war, ne ;-)).

Geschmack bleibt Geschmack, aber wer Vorurteile gegenüber KNORKATOR hat, der sollte sie sich um Gottes Willen einfach mal anhören zum Teufel noch mal! Brat mir einer’n Storch, scheiß die Wand an, leck die Katz am A***h!
Das brannte mir die ganze Zeit schon auf der Seele, danke an KNOKRKATOR, dass man auch mal locker flockig ein Haufen Dünnpiff verbreiten kann und doch irgendwie ein Review heraus kommt *hüpf*.
Nur noch ne Kurze Meldung: Tolle Musik, ernsthaft gute Musik, fantastische Produktion, durchdachte und sehr gelungene Lyrik. Aber Geschmack bleibt Geschmack. Zieht’s euch rein, tut’s einfach! TUT ES! Miteinander, nacheinander oder auch alleine, aber tut’s! Mehrmals. (Bernie)

Bewertung: 8,5 / 10

Anzahl der Songs: 11
Spielzeit: 41:22 min
Label: Nuclear Blast Records
Veröffentlichungsdatum: 02.02.2007
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