„Forgive me father, for I will sin“, diese Worte leiten die neue IMPIOUS Scheibe „Holy murder masquerade“ ein, ein Konzeptalbum, das voll in einen Comic Kontext eingebettet ist. Die Lyrics erzählen im Booklet die Geschichte eines Massenmörders. Wenn das nicht mal eine geile Idee ist! Aber auch die Songs sind mehr als nur „interessant“… Denn wurden IMPIOUS noch mit ihrem letzten Album als reine Speed Death Metal Combo abgetan, prallt dieser Vorwurf nun von den Schweden ab!

So wie es sein soll, offenbart der Opener „The confession“ gleich die Ausrichtung des Albums (wie bei vielen Bands und zumindest rein logistisch eine verdammt gute Idee ;-)). Ein abwechslungsreicher Track mit groovenden Parts, viel Melodie, hier und da ein paar Blast Beats, das einzige, was ganz deutlich über allem schwebt ist der übermächtige Banner mit der Aufschrift „Pure Swedisch Death Metal“ und wann war das bitte mal ein schlechtes Omen??
„Bound to bleed“ holzt dann direkt nach vorne los, ohne Kompromisse, Geschwindigkeit und Härte aber mit einem melodischen Refrain, der sich mit verzerrter Stimme schon fast gesungen anhört. Mit einem ruhigeren Teil zum Abschluss ein wahrer Headbanger mit den typischen schwedischen, melodischen Soli, feines Ding auf Nummer 2.
Ausruhen is allerdings nich, „T.P.S“. geht genau so weiter, sehr flott, mit unumgänglichen Hooks und keinen drei Minuten Spielzeit frönen IMPIOUS der Geschwindigkeit. Sehr auffällig (man denke an den großen Banner) ist der typische Sound der Schweden. Sehr mittige Gitarren, glasklare Leads und ein stimmkräftiger Brüllwürfel am Mikro.
Richtig flott wird’s auch wieder bei „Death on Floor 44“, Three of one“ und ganz besonders “Everlasting punishment”, das ohne weiteres auf dem letzten Album hätte stehn können, die pure Geschwindigkeit! Ein Hammer von einem Song, eingängig, kurz und knapp, auf die Fresse mit einem Minimal - Refrain, der live für Mitschreien sorgen sollte. Auch „Purified by fire“ knallt gen Schluss des Albums noch mal die Schädel aus dem Weg, mann haben’s die Jungs drauf…

Auf „Holy murder masquerade“ gibt es keinen einzigen Ausfall zu verzeichnen. Die restlichen Songs stehen den Nackenbrechern in nichts nach, überzeugen eher mit Groove und viel Melodie. IMPIOUS haben auf ihrem neuesten Werk ganz besonders viel Wert auf Abwechslung und Eigenständigkeit unter den Songs gelegt und es ist ihnen gelungen. Melodisches Highlight des Albums ist der Titeltrack mit seinem eingängigen Refrain.

Wer Schwedentod mag, wird die neue IMPIOUS lieben. Ob Old School oder moderner Elchtod, hier wird jeder bedient. Brutale Geschwindigkeit und Melodie, dieses Album hat alles. Ein wahres Lehrstück der schwedischen Metallkunst! In Kombination mit dem Konzept, den kurzen Sprechsequenzen, die den Comickontext noch untermalen, kann man nur eine ganz deutliche Kaufempfehlung aussprechen!! KAUFÄÄÄN!!! Lasst euch dieses Sahnestück nicht entgehen! (Bernie)

Bewertung: 9,0 / 10

Anzahl der Songs: 11
Spielzeit: 37:37 min
Label: MetalBlade Records
Veröffentlichungsdatum: 26.01.2007
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