Eternity Magazin
Kürzlich erst von Metal Blade gesignt, knallen uns THIS ENDING nun ihr Debüt Album „Inside the machine“ auf den Tisch. Es handelt sich hier allerdings keineswegs um Newcomer, war die Formation doch schon unter dem Namen A CANOROUS QUINTET bekannt, bevor sich ihre Mitglieder anderen Beschäftigungen widmeten. Eine davon lautet zum Beispiel AMON AMARTH, zu der Drummer Fredrik Andersson hauptberuflich wechselte. Hinter den Viking Metallern der Stunde müssen sich THIS ENDING allerdings in keinster Weise verstecken! Wirkliche Parallelen zu AMON AMARTH kann man abgesehen von dem Namen des Drummers nicht erkennen. Hier zeigt Andersson, zu was er wirklich in der Lage ist. Pfeilschnelle, thrashige Blastbeats wie im Opener „Seed of destruciton“ hat man bei den Wikingern noch nicht gehört und wird man auch nie hören. Besagtes Lied zu Beginn haut dem Hörer gleich mal so fies in die Fresse, dass Äxte, Trinkhörner und lederne Lendenschürze ganz schnell vergessen sind. „Seed of destruction“ ist ein Meisterwerk des modernen Death Metals, wie man es nur ganz selten hört. Arschtighter Rhythmus in einem glasklaren und doch brachialen Sound mit messerscharfen Drums und einer Stimme, die am ehesten an Peter Tägtgren in tiefer Stimmlage erinnert. Meine Güte, was ein Brett.

Der Titeltrack „Inside the machine“ gibt dann gleich noch einen Nahschlag auf die andere Backe. Diesmal weniger hart und schnell, dafür aber unterlegt mit einem spacigem, aber nicht nervendem Keyboardteppich und teils vertracktem Groove, haut einem der melodische, sehr eingängige Refrain das Amalgam aus den Backenzähnen. Hätte man sich doch damals die Zähne öfter geputzt…
Den zwei ersten Tracks folgend müsste man hier sofort ohne Zögern volle Punktzahl verteilen.
Auch wenn es nicht ganz so weit kommt, gibt es auf „Inside the machine“ keinen einzigen Ausfall oder Füller. Es reiht sich Hit an Hit, Brecher an Brecher. Ob schnelle Double Bass/Blast Nummern wie „Pitch black“ oder super eingängige Songs wie „Plague angel“, jeder Song des Albums hat seine ganz eigene Größe. Es klingt komisch, wenn man schreiben würde, man könnte die Refrains nach dem ersten Hören mitgrunzen, aber genau das trifft zu. Und das alles ohne dem Sound die Härte und Durchschlagskraft zu nehmen.

Diese Durchschlagskraft hängt nicht wenig mit dem wahnsinnig fetten und differenziert klingenden Drumsound zusammen, der im Death Metal vergeblich seinen Meister sucht!
Modern heißt hier nicht, dass wie in so vielen Fällen Hardcore - Elemente Einzug in den Sound halten. Oh Nein!! THIS ENDING gehören zu der Riege Musiker, die diese moderne Sparte eher beeinflussen werden. Hier gibt es puren Death Metal! Wer eine Referenz braucht, am ehesten wäre „Inside the machine“ mit neueren HYPOCRISY zu vergleichen. Teils brutale aber stets eingängige Musik. Geschwindigkeit, Groove und Melodie, alles in einem. Songs wie „Nailed down“ oder besonders „Into pain“ stehen den ersten beiden Hits des Albums in nichts nach und zaubern dem Hörer erst einen grimmigen Blick der Entschlossenheit ins Gesicht und man überrascht sich selbst beim Luftgitarre oder ,-drums spielen. Was aber stets bleibt, ist das zufriedene, glückliche Grinsen, gerade eine Lehrstunde bekommen zu haben.

THIS ENDING schaffen es mit ihrem Debüt gleich einen absoluten Meilenstein des modernen Death Metals zu veröffentlichen. Wenn dieses Album nicht einschlägt wie eine Bombe, will ich ab sofort Karl Marx heißen. „Death Metaller aller Länder, vereinigt euch“ und huldigt euren neuen Göttern THIS ENDING! Oder kauft einfach nur diese prächtige Platte und freut euch, dass ihr euer Geld sinnvoll ausgegeben habt.
Ne, echt jetzt, diese Platte ist JEDEM zu empfehlen, der was mit harter aber melodischer Musik anfangen kann, absolut grandios und ich erwarte 10 Punkte für Platte Nr. 2! (Bernie)

Bewertung: 9,5 / 10

Anzahl der Songs: 10
Spielzeit: 43:26 min
Label: Metal Blade Records
Veröffentlichungstermin: 01.12.2006
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