Eternity Magazin
Jeah, fette Technobeats, das ist genau mein Fall! Wem darf ich eine verfaulte Banane schenken? Wer hat mir das hier schon wieder eingebrockt? Mein Lieblingslabel Equilibre Music veröffentlicht mit LYCOSIA und ihrem „Apokalypstik“ den neusten Knaller im Programm! „Glam-Goth-Rock“, so steht’s in der Info. Ich bin wahrlich der falsche, um diese CD zu reviewen, deshalb mögen mir Verehrer des französischen Labels und seinen Signings (ich erinnere nur mal an die *öhöm* sau miesen CRACK OV DAWN) das hier verziehen. Ganz so schlimm wie besagte Band ist es hier auch nicht. Auch wenn die Lippenstiftrakete auf der Rückseite fast schon ausreichen könnte… Aber ich höre mir die Platte von vorne bis hinten an. Auf in den Kampf.

Zumindest versinkt hier nicht alles in elektronischen Samples, sondern man hört tatsächlich auch mal die ein oder andere Gitarre raus, wenn auch eher erst gegen Ende des Albums (diesem einen russischen Titel, für den mir die entsprechenden Buchstaben auf der Tastatur fehlen, da geht’s nämlich sogar im Industrial Metal Style rund, stellt aber eine große Ausnahme dar). Der Beat herrscht aber auf jeden Fall vor, was dem ollen Metaller von nebenan wohl zurecht schon mal bös hochkommt. Aber das ist Geschmacksache. Der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mit knallrotem Lippenstift verzierte Sänger singt auch gar nicht mal so schlecht und die Produktion an sich ist zwar nicht besonders brillant, man hat aber schon weitaus schlechtere gehört.

Woran „Apokalypstik“ brutal krankt, ist das latente Fehlen von Kreativität. Man kann nirgends wirklich eine eingängige Melodie, ein Lick oder ein Hook erkennen, das im Ohr bleibt. Vor allem bei dem Vokalen Intro zu „Kiss me hard“ wird mehr als deutlich, dass dies vielleicht versucht wurde, aber es klappt eben hinten und vorne nicht. Da sollten die „Jungs“ mal dringend ne Schippe zulegen.
Andere Songs klingen dann einfach nicht mehr als nervtötend und verlangen geradezu nach Skippen („Say fuck yeah“ zum Beispiel).

Fakt ist, dass der gemeine Neckbreaker Leser mit dieser Platte überhaupt gar nichts anfangen können wird, von daher kann man dem Heavy Metaller von einem Kauf ohne weiteres abraten. Wer allerdings bei dem Namen „Equlibire Music“ feuchte Augen bekommt und auf Technobeats und Industrial steht und immer schon mal gern nen Lippenstift in Raketenform hätte, der kann hier gerne mal reinhören. Ich kann leider nichts finden, was „Apokalypstik“ über die 5 Punkte retten würde. Da werdet ihr in einer anderen Szene wohl bessere Chancen haben, Metaller überzeugt man mit Metal und nicht mit „Glam-Goth-Rock“! (Bernie)

Bewertung: 4 / 10

Anzahl der Songs: 10
Spielzeit: 50:57 min
Label: Equilibre Music
Veröffentlichungstermin: 03.11.2006
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