ALLFADER aus Norwegen legen mit „At least we will die together“ ihr Debütalbum vor. Mitglieder von ELITE oder Ex- von PANZERCHRIST lassen eine zünftige Kelle erwarten. Und genau mit solch einer Kelle gibt’s auch eins auf die Mütze, dass die Zähne wackeln. Ein furioser Mix aus, allen voran, modernem Black Metal mit einer ganz deutlichen Death Metal Kante, gepaart mit einigen Genrefremden Einflüssen, daraus besteht der Cocktail ALLFADER. Hauptsächlich in Bahnbrechender Geschwindigkeit gehalten, knüppeln die Norweger hier zu Beginn alles in Grund und Boden. Zum Opener „We will go“ gibt es auch ein Video auf der offiziellen Seite der Band. Melodiös, nicht ohne Wiedererkennungswert und brutal as hell präsentieren sich ALLFADER.
Dass das aber nicht alles ist, beweist „This blackened heart“, das mit sehr eingängigen clean gesungenen Refrains ausgestattet ist. Härte und Melodie perfekt gepaart. Hört sich gut an. An manchen Stellen könnte man mit viel gutem Willen ein wenig ILLDISPOSED heraus hören, wobei man sich nicht die neueren Alben der Dänen vorstellen darf, sondern eher die älteren Scheiben der Irren.

Ansonsten kreieren ALLFADER hier einen sehr ansehnlichen Mix aus Black und Death Metal, wie schon erwähnt, der sich sehn lassen kann. „At least we will die together“ markiert das Debüt der Norweger, aus dem sich einiges machen ließe. Der knappe Banger mit sehr melodischem Black Metal Riff „Into nothingess“ überzeugt genau wie der brutale Death Metal Brecher „Hat is my creed“. Die Produktion von Jacob Hansen ist sehr druckvoll und klar ausgefallen, wie man es vom Meister auch gewöhnt ist. Gerade „Hate is my creed“ avanciert mit seinem mittleren melodischen Riff zu einem der Highlights des Albums. Sehr angenehm, mit welcher Tightness und Intensität hier vorgegangen wird. Schädelspaltend.

Danach geht es mit der vorgelegten Qualität aber leider ein wenig abwärts. Die Songs sind immer noch tight, brutal und halsbrecherisch, aber irgendwie fehlen ihnen die kleinen Hooks und Melodien, die die ersten vier Tracks auszeichneten. „Born to serve“ hat auch seine sehr geilen Momente, aber „erregt“ nicht so stark wie seine Vorgänger. „Hevnen“ gestaltet sich zu Beginn als absolute Abrissbirne, zerfließt aber wie die folgenden Songs etwas in der Mittelmäßigkeit. Schade bei dem guten Anfang.

Hätte man das Album so weiterführen können, wie es begann, könnte man hier locker eine höhere Punktzahl zücken. Somit bleibt ALLFADER mit ihrem Debüt nur noch das gehobene Mittelmaß. Knüppelfans sollte das ausreichen, um in „At least we will die together“ rein zu hören. Das Album holzt zumindest alles nieder, was sich ihm in den Weg stellt. Ganz reicht das aber nicht, für die nächste Langrille sollte man noch etwas mehr Wert auf die eingängigen Parts legen, dann könnten ALLFADER schnell in eine ganz andere Liga aufsteigen! Hört einfach mal rein. (Bernie)

Bewertung: 7,5 / 10

Anzahl der Songs: 9
Spielzeit: 53:11 min
Label: Osmose Productions
Veröffentlichungstermin: 11.09.2006
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