Eternity Magazin
Aus dem Baskenland (Nord-Spanien für die Geographie Feinde) kommen LEGEN BELTZA. Hinter dem seltsamen Namen verbirgt sich eine Old School Thrash Metal Truppe, die seit 1999 in der Besetzung die Mission verfolgt, alles in Schutt und Asche zu legen. Die Basken konnten sogar im Gegensatz zu vielen Größeren des Geschäfts einen Gig mit SLAYER ihr Eigen nennen. Was sagt das aber nun über die Musik aus? Erstmal nix natürlich. Muss es auch nicht, denn die Basken ziehen dem Hörer gleich mit dem Opener „Cannibalistic revolution“ den Scheitel neu. Purer Old School Speed/Thrash Metal der feinsten Sorte!
Schnell, chaotisch, gnadenlos und mit Leidenschaft. Das kann man LEGEN BELTZA schon zu Beginn zu Gute halten, hier spürt man regelrecht die Leidenschaft für den Thrash Metal. Mit „Meet me in the dark“ wird dann auch noch ein Händchen für Melodien preisgegeben. Keine gesangliche Meisterleistung, aber ein geiler Refrain, den man auch ma mitzwitschern kann.
Gesanglich ist Shouter Xanti am ehesten mit Dave Mustaine zu vergleichen in seinen jungen Jahren. Seine völlig kranke Art zu „singen“ erinnert nicht nur einmal an dem MEGADETH Frontmann. Falsche Töne hier, ein undurchsichtiges Krächzen da, alles Zutaten für einen zünftigen Old School Thrash-Eintopf. Den Rühren LEGEN BELTZA hier mit einer großen Kelle!
Der Sound von „Dimension of pain“ ist typisch thrashig, differenziert aber mit zu wenig Druck. Perfekt ist der Sound nicht geworden, aber wohl genau so gewollt, wie er ist. Es passt einfach zur Musik. Chaotisch, schnell und auf die Zwölf.
Auch Numero Tres geht wieder ordentlich auf die Zwölf wobei „When the moon falls“ im mittleren Tempo auch mal sehr an TESTAMENT erinnert und wieder mit melodischem Refrain aufwartet. Der folgende Titelsong fällt ein wenig ab, hat aber trotzdem seine guten Seiten, vor allem in Punkto Melodie und eingängige Riffs. „Calling the storm“ entpuppt sich dann wieder als Double Bass Killer aller erster Sahne, immer feste druff, aber nicht den roten Faden verlierend. Nach der weiteren Thrash Keule „Satanic neighbourhood“ folgt mit „Ilunpean dituzu“ ein spanischer Song, der allerdings wie auch sein Vorgänger wieder etwas abfällt. Da fehlt es an den Licks und Hooks.

Zum Abschluss knallen LEGEN BELTZA zwei lange Songs in die Runde, die mit mehreren Gastmusikern (ARCH ENEMY, RAGE, IMAGIKA u.m.) veredelt wurden. Geschmackssache, da sie eben nur wegen den vielen verschiedenen Stimmen heraus stechen und nicht zwingend wegen ihrer Qualität.

Der Schluss ist aber nicht ausschlaggebend für die ganze Platte. LEGEN BELTZA schaffen es hier irgendwie, eine Mischung aus Old School Thrash Metal der Marke MEGADETH, TESTAMENT, EXODUS mit einer geheimen Zutat zu mischen, so dass ein Cocktail entsteht, der wohl jeden Thrasher überzeugen wird. Da liegt auch der Knackpunkt von „Dimension of pain“. Thrasher können hier bedenkenlos zugreifen, aber diejenigen, die noch nie mit dieser Musik warm geworden sind, werden es auch durch LEGEN BELTZA nicht!
Thrasher zugreifen, alle anderen könnten zumindest ma reinhören. Schadet nichts, seinen Horizont zu erweitern ;-) (Bernie)

Bewertung: 7,5 / 10

Anzahl der Songs: 10
Spielzeit: 54:05 min
Label: Mausoleum Records
Veröffentlichungstermin: 22.09.2006
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